Stadtbezirke und Stadtteile in Köln

Kommunale Verwaltungsgliederung der Stadt Köln

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
  • Luftbild mit der Rodenkirchener Rheinbrücke im Süden von Köln (2010). Im Vordergrund ist der Kölner Stadtteil Rodenkirchen und im Hintergrund der Stadtteil Deutz zu sehen.

    Luftbild mit der Rodenkirchener Rheinbrücke im Süden von Köln (2010). Im Vordergrund ist der Kölner Stadtteil Rodenkirchen und im Hintergrund der Stadtteil Deutz zu sehen.

    Copyright-Hinweis:
    Hünseler, André M. / Creative Commons
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Das "alte" Logo der deutschen Ford-Werke in Köln an der Front eines Ford Taunus aus den frühen 1950er Jahren; dargestellt ist eine Fabrikhalle vor dem Kölner Dom (2014).

    Das "alte" Logo der deutschen Ford-Werke in Köln an der Front eines Ford Taunus aus den frühen 1950er Jahren; dargestellt ist eine Fabrikhalle vor dem Kölner Dom (2014).

    Copyright-Hinweis:
    Knöchel, Franz-Josef / CC-BY-NC-SA 3.0
    Fotograf/Urheber:
    Franz-Josef Knöchel
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Wappen von Mauenheim an der Kirche St. Quirinus in Köln-Mauenheim (2005).

    Wappen von Mauenheim an der Kirche St. Quirinus in Köln-Mauenheim (2005).

    Copyright-Hinweis:
    NeumonD / CC BY-SA 3.0
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Kölner Turm-Panorama mit (von links nach rechts) Rathausturm, WDR-Archivhaus, Fernmeldeturm Colonius, Abtei Groß Sankt Martin, Kölner Dom, Kolleg Sankt Mariä Himmelfahrt und Hansahochhaus (2018)

    Kölner Turm-Panorama mit (von links nach rechts) Rathausturm, WDR-Archivhaus, Fernmeldeturm Colonius, Abtei Groß Sankt Martin, Kölner Dom, Kolleg Sankt Mariä Himmelfahrt und Hansahochhaus (2018)

    Copyright-Hinweis:
    Knöchel, Franz-Josef / CC-BY-SA-4.0
    Fotograf/Urheber:
    Franz-Josef Knöchel
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Blick vom Dach des Kölner Doms aus über die Hohenzollernbrücke in Richtung Köln-Deutz (2014).

    Blick vom Dach des Kölner Doms aus über die Hohenzollernbrücke in Richtung Köln-Deutz (2014).

    Copyright-Hinweis:
    Knöchel, Franz-Josef / CC-BY-NC-SA 3.0
    Fotograf/Urheber:
    Knöchel, Franz-Josef
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Eine geschlossende Häuserzeile an der Würzburger Straße im Kölner Stadtteil Vingst (2013).

    Eine geschlossende Häuserzeile an der Würzburger Straße im Kölner Stadtteil Vingst (2013).

    Copyright-Hinweis:
    Kleefeld, Klaus-Dieter
    Fotograf/Urheber:
    Kleefeld, Klaus-Dieter
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Blick auf die Rheinfront der Kölner Altstadt, im Vordergrund links das LVR-Landeshaus, rechts der LVR-Horion-Komplex und das Hyatt-Hotel (2016).

    Blick auf die Rheinfront der Kölner Altstadt, im Vordergrund links das LVR-Landeshaus, rechts der LVR-Horion-Komplex und das Hyatt-Hotel (2016).

    Copyright-Hinweis:
    Knieps, Elmar / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Elmar Knieps
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Die kreisfreie Stadt Köln ist mit etwas mehr als einer Million Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Heute leben knapp zwei Drittel der Kölner Einwohner in den linksrheinischen Stadtteilen, wo auch die Ursprünge der historischen Stadt Köln liegen, beginnend mit der römischen Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Linksrheinisch wird die rechte Rheinseite daher gerne augenzwinkernd-herablassend als die „Schäl Sick“ bezeichnet (im kölschen Dialakt die schlechte oder falsche Rheinseite).

Kurzer Abriss zur Stadtgeschichte
Verwaltungsgliederung der Stadt Köln (nach Stadtbezirken und Stadtteilen)
Innenstadt, Stadtbezirk 1
Rodenkirchen, Stadtbezirk 2
Lindenthal, Stadtbezirk 3
Ehrenfeld, Stadtbezirk 4
Nippes, Stadtbezirk 5
Chorweiler, Stadtbezirk 6
Porz, Stadtbezirk 7
Kalk, Stadtbezirk 8
Mülheim, Stadtbezirk 9
Ehemaliger Stadtteil Wesseling
Internet, Literatur

Kurzer Abriss zur Stadtgeschichte
Köln ist römischen Ursprungs. Im Jahr 38 v. Chr. bestimmte Kaiser Augustus den Ort zur ara Ubiorum, einer zentralen Stätte zur Huldigung der Staatsgöttin Roma durch die Stämme Germaniens. Um den Opferaltar entwickelte sich eine Siedlung, die im Jahr 50 n. Chr. durch Kaiser Claudius zur Stadt erhoben wurde. Im Verlauf der heutigen Fußgängerzonen Hohe Straße und Schildergasse lassen sich die beiden Hauptachsen der römischen Stadtanlage ausmachen. Im Jahr 313 findet sich in einer Teilnehmerliste der Synode von Arles erstmals ein Bischof von Köln. Auf den Gräberfeldern um die Stadt entstanden Bethäuser zum Gedenken an die Toten, aus denen die Kirchen St. GereonSt. Ursula und St. Severin hervorgingen.
Zur Mitte des 5. Jahrhunderts befand sich Köln in der Hand fränkischer Könige. Sie machten den römischen Statthalterpalast zu ihrer Residenz und das Dekagon der Grabkirche St. Gereon zu ihrer Hofkirche. Bischof Kunibert war um 645 Berater König Dagoberts. Plektrudis, die Gemahlin des fränkischen Hausmeiers Pippin von Heristal, gründete vor 717 anstelle des kapitolinischen Tempels eine Marienkirche.
Erzbischof Hildebold (+818) war Vertrauter Karls des Großen. Seit jener Zeit spielte Köln eine wichtige Rolle in der Reichspolitik. Dem Erzbistum wurden die Bistümer Lüttich, Utrecht, Maastricht, Minden und Osnabrück unterstellt. Im 11. Jahrhundert setzten die Erzbischöfe gegen Mainz mit dauerhaftem Erfolg ihr Recht durch, in Aachen den deutschen König zu krönen. Sie förderten den Bau von Stiften und Klöstern und errichteten Ende des 12. Jahrhunderts eine 5,5 Kilometer lange Mauer, die Köln zur größten Stadt Deutschlands machte. Um 1320 lebten hier 37.000 Einwohner.
Schon das Stadtsiegel von 1149 bezeichnete Köln als heilige Stadt. 1248 gründeten Albertus Magnus und sein Mitarbeiter Thomas von Aquin in Köln ein Studium generale des Dominikanerordens, die Keimzelle der späteren Universität. Seit dieser Zeit verschärften sich jedoch die inneren Konflikte, zunächst zwischen den Bürgern und dem Erzbischof, der 1288 vertrieben wurde, und dann auch zwischen Patriziern und Handwerkern. Die in Gaffeln vereinigten Handwerker setzten sich durch und stellten 1396 eine der ersten Stadtverfassungen Europas auf. 1367 gründeten die Hansestädte im Rathaus ein Bündnis gegen Dänemark.
Im Jahr 1475 gelang es der Stadt, von Kaiser Friedrich III. die Reichsunmittelbarkeit zu erlangen. In der Reformation blieb Köln als einzige Reichsstadt katholisch. Nach wirtschaftlicher Stagnation im 18. Jahrhundert wurde Köln 1794 französisch und 1814/15 preußisch. Die zur Festung ausgebaute Stadt entwickelte sich zur Industriemetropole und zum Verkehrsknoten Westdeutschlands. Doch konfessionelle Spannungen zwischen Staat und katholischer Kirche erschütterten das gesellschaftliche Leben. Unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer öffnete 1924 eine Ordermesse. Der Zweite Weltkrieg hinterließ Köln als eine der meistzerstörten Städte, doch der Wiederaufbau wurde in raschem Tempo vollzogen. Städtebau und Architektur der 1950er-Jahre prägen heute das Gesicht der Stadt.
Typisch für Köln ist die weitere Untergliederung der Stadtteile in so genannte „Veedel“ - kölsch für das Stadtviertel in unmittelbarer Umgebung. Die Veedel sind jedoch keine verwaltungsmäßig verfassten Ortsteile, sondern teils eher unscharf abgegrenzte Bereiche, die von ihren Bewohnern als sozial zusammengehörende Gemeinschaften wahrgenommen werden. Diese Veedel sind in Köln meist nach Ihrer Lage oder besonderen Kirchen, Plätzen oder Straßen benannt.

(Jan Spiegelberg, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V. / LVR-Fachbereich Regionale Kulturarbeit, Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2016)
nach oben

Verwaltungsgliederung der Stadt Köln (nach Stadtbezirken und Stadtteilen)
Köln gliedert sich verwaltungsmäßig in größere 9 Stadtbezirke, welche mit den Zahlen 1-9 durchnummeriert sind. Die Stadtbezirke sind Innenstadt (1), Rodenkirchen (2), Lindenthal (3), Ehrenfeld (4), Nippes (5), Chorweiler (6), Porz (7), Kalk (8) und Mülheim (9).
Diese Stadtbezirke sind wiederum in insgesamt 86 Stadtteile untergliedert, welche in Gruppen mit dreistelligen Nummern einteilt sind (zwischen 101-105 und 901-909), deren Hunderterstelle jeweils der Nummer des übergeordneten Stadtbezirks entspricht.

Die Stadtteile sind den Stadtbezirken wie folgt untergeordnet:

Innenstadt, Stadtbezirk 1
nach oben

Rodenkirchen, Stadtbezirk 2
nach oben

Lindenthal, Stadtbezirk 3
nach oben

Ehrenfeld, Stadtbezirk 4
nach oben

Nippes, Stadtbezirk 5
nach oben

Chorweiler, Stadtbezirk 6
nach oben

Porz, Stadtbezirk 7
  • Poll (701)
  • Westhoven (702)
  • Ensen (703)
  • Gremberghoven (704)
  • Eil (705)
  • Porz (706)
  • Urbach (707)
  • Eisdorf (708)
  • Grengel (709)
  • Wahnheide (710)
  • Wahn (711)
  • Lind (712)
  • Libur (713)
  • Langel (714)
  • Zündorf (715)
  • Finkenberg (716)
nach oben

Kalk, Stadtbezirk 8
nach oben

Mülheim, Stadtbezirk 9
nach oben

Ehemaliger Stadtteil Wesseling
Die Gemeinde Wesseling wurde am 3. Oktober 1972 zur Stadt erhoben und zum 1. Januar 1975 in die Stadt Köln eingemeindet. Sie erhielt nach erfolgreicher Klage dagegen zum 1. Juli 1976 ihre Selbständigkeit zurück und gehört seitdem zum damaligen Erftkreis (seit 1. November 2003: Rhein-Erft-Kreis).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2016)

Internet
www.stadt-koeln.de: Die Kölner Stadtbezirke (abgerufen 28.04.2016)
www.stadt-koeln.de: Kölner Stadtteile in Zahlen, 2. Jahrgang 2010 (PDF-Datei 1,6 MB, abgerufen 28.04.2016)
www.stadt-koeln.de: Kölner Stadtteilinformationen, Einwohnerzahlen Stand 31.12.2017 (PDF-Datei 1,80 MB, abgerufen 08.06.2018)
de.wikipedia.org: Liste der Stadtbezirke und Stadtteile Kölns (abgerufen 28.04.2016)
nach oben

Literatur

Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 563ff. und 1088ff., Stuttgart.
Schuh, Christian (2003)
Kölns 85 Stadtteile: Geschichte, Daten, Fakten, Namen. Köln.
Wilhelm, Jürgen (Hrsg.) (2008)
Das große Köln-Lexikon (2. Auflage). Köln.

Stadtbezirke und Stadtteile in Köln

Schlagwörter
Fachsichten
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Stadtbezirke und Stadtteile in Köln”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-250747 (Abgerufen: 19. November 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang