Stadtteil Köln-Riehl

Stadtteil 503 im Kölner Stadtbezirk 5 Nippes

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 57′ 50,78″ N: 6° 58′ 41,78″ O / 50,96411°N: 6,97827°O
Koordinate UTM 32.358.032,76 m: 5.647.779,31 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.568.768,14 m: 5.648.109,43 m
  • Ausschnitt eines Kupferstichs von Joan Blaeu (1596-1673), die auf 1663 datierte Karte "Descriptio Agri Civitatis Coloniensis" zeigt die Umgebung von Köln.

    Ausschnitt eines Kupferstichs von Joan Blaeu (1596-1673), die auf 1663 datierte Karte "Descriptio Agri Civitatis Coloniensis" zeigt die Umgebung von Köln.

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    Blaeu, Joan / Rheinisches Bildarchiv (gemeinfrei)
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    Joan Blaeu
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  • Historischer Lageplan aus einem Stadtführer von 1897 zu der "Goldenen Ecke von Köln" in Riehl, u.a. mit der Flora, dem Zoologischen Garten, den Sportanlagen und dem Bereich der "Villa Oppenheim von Köln".

    Historischer Lageplan aus einem Stadtführer von 1897 zu der "Goldenen Ecke von Köln" in Riehl, u.a. mit der Flora, dem Zoologischen Garten, den Sportanlagen und dem Bereich der "Villa Oppenheim von Köln".

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    Algermissen, J. L. / Joachim Brokmeier (Sammlung Brokmeier)
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  • Historische Postkarte von 1908 mit der Eisbahn des Kölner Sportplatzes in Riehl und Häusern an der Stammheimer Straße.

    Historische Postkarte von 1908 mit der Eisbahn des Kölner Sportplatzes in Riehl und Häusern an der Stammheimer Straße.

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    Joachim Brokmeier (Sammlung Brokmeier)
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  • Zoologischer Garten Köln. Seelöwen-Becken von 1886/87 (2018)

    Zoologischer Garten Köln. Seelöwen-Becken von 1886/87 (2018)

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    Ursula Maier-Weber
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    Ursula Maier-Weber
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Der Kölner Stadtteil 503 Riehl gehört zum Stadtbezirk 5 Nippes.
Das heute als „Wohnvorort“ bezeichnete Riehl (Groten u.a. 2006) wird 972 erstmals urkundlich erwähnt. Bis weit ins 19. Jahrhundert bestand die ländlich geprägte Ansiedlung aus einigen verstreut liegenden Gehöften, darunter ein 1244 urkundlich erwähnter Fronhof.
Schwere Zerstörungen brachten immer wieder große Rheinhochwasser, etwa in den Jahren 1474 und 1845.
Im Bereich des heutigen Riehl gab es spätestens im 17. Jahrhundert ein Siechenhaus (eine Art Hospital für an Seuchen wie etwa Lepra erkrankte Menschen), u.a. zeigt dies eine Karte von 1663 des niederländischen Kartografen und Kupferstechers Joan Blaeu (1596-1673).

Die Ortentwicklung wurde maßgeblich durch militärische Anlagen der Franzosen (während der Besetzung des links­sei­ti­gen Rhein­ufers 1794-1814) und nachfolgend der Preußen geprägt, die in dem auch „Mülheimer Heide“ genannten Riehler Rheinbogen entstanden (Kasernenanlage Boltensternstraße).
Als Ausflugsort kennzeichneten im 19. Jahrhundert der 1860 eröffnete Kölner Zoo den Ort – später ergänzt um Flora (1864) und Botanischen Garten (1913/14). Daneben lagen in dem seinerzeit als „Goldene Ecke von Köln“ bezeichneten Ort ein Festplatz mit zahlreichen Vergnügungslokalen und zahlreiche Sportstätten – u.a. eine als Radrennstrecke und Eisbahn genutzte Anlage. Den seinerzeit begründeten Charakter einer „Gartenstadt“ hat Riehl bis heute als gehobenes Wohnviertel der Stadt Köln bewahren können.

Riehl wurde zum 1. April 1888 in die Stadt Köln eingemeindet. In den Zeiten, als der Ort als einer der größten Militärstandorte Kölns vor allem durch die preußischen Kasernen geprägt wurde, waren hier über 2.900 Soldaten stationiert, denen lediglich 2.150 zivile Anwohner gegenüberstanden (de.wikipedia.org).
Heute leben in Riehl etwa 11.200 Menschen auf einer Fläche von 2,39 Quadratkilometern (Stand 2009 nach stadt-koeln.de, Stadtteile).
Das weithin sichtbare Colonia- bzw. später AXA-Hochhaus in Riehl wurde 1972 erbaut und war mit seiner Höhe von 147 Metern Deutschlands höchstes Hochhaus, bis es 1976 durch das 159,3 Meter hohe Frankfurter „Westend Gate“ abgelöst wurde.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2017/2019)

Internet
www.stadt-koeln.de: Riehl (abgerufen 29.09.2017)
www.stadt-koeln.de: Kölner Stadtteile in Zahlen (PDF-Datei, abgerufen 29.09.2017)
de.wikipedia.org: Riehl (Köln) (abgerufen 29.09.2017)
www.joachim-brokmeier.de: Private Homepage zu Köln-Riehl (abgerufen 27.05.2019)
www1.wdr.de: „Ein vergessener Ort: Die Goldene Ecke von Köln-Riehl“ (Mediathek, Lokalzeit aus Köln vom 03.06.2019, abgerufen 04.06.2019)

Literatur

Brokmeier, Joachim (2013)
Köln-Riehl, Geschichte(n) aus dem Veedel. (Heimatarchiv.) Erfurt.
Brokmeier, Joachim (2008)
Köln-Riehl, ein Stadtteil mit langer Tradition. (Heimatarchiv.) Erfurt.
Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 608-610, Stuttgart.
Wilhelm, Jürgen (Hrsg.) (2008)
Das große Köln-Lexikon (2. Auflage). S. 378, Köln.

Stadtteil Köln-Riehl

Schlagwörter
Ort
50735 Köln - Riehl
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 972

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Empfohlene Zitierweise
„Stadtteil Köln-Riehl”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-272328 (Abgerufen: 6. Dezember 2019)
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