Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Köln (KLB 19.08)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick auf die Kölner Altstadt von der rechten Rheinseite aus (2015). Im Vordergrund das LVR-Landeshaus in Köln-Deutz.

    Blick auf die Kölner Altstadt von der rechten Rheinseite aus (2015). Im Vordergrund das LVR-Landeshaus in Köln-Deutz.

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  • PDF-Datei Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich "Köln" (2010)

    PDF-Datei Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich "Köln" (2010)

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  • Spielkarte "Köln" mit einer Ansicht des Kölner Doms vor dem Rhein im Hintergrund (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

    Spielkarte "Köln" mit einer Ansicht des Kölner Doms vor dem Rhein im Hintergrund (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

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  • Winterlicher Blick auf den Kölntriangle und das LVR-Horion-Haus in Köln-Deutz im Vordergrund sowie die Kölner Stadtsilhouette mit Dom und "Colonius" im Hintergrund (2010)

    Winterlicher Blick auf den Kölntriangle und das LVR-Horion-Haus in Köln-Deutz im Vordergrund sowie die Kölner Stadtsilhouette mit Dom und "Colonius" im Hintergrund (2010)

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  • Aufnahme von einer Heißluftballonfahrt über Köln: Im Vordergrund die "Cologne Oval Offices" am Gustav-Heinemann-Ufer am Rhein, mittig die Kirche Sankt Matthias in Bayenthal und im Hintergrund links das Deutsche Welle-Funkhaus Köln und rechts davon das Hochhaus des Deutschlandfunks (2013).

    Aufnahme von einer Heißluftballonfahrt über Köln: Im Vordergrund die "Cologne Oval Offices" am Gustav-Heinemann-Ufer am Rhein, mittig die Kirche Sankt Matthias in Bayenthal und im Hintergrund links das Deutsche Welle-Funkhaus Köln und rechts davon das Hochhaus des Deutschlandfunks (2013).

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  • Kölner Hauptbahnhof und Bahnhofsvorplatz, Ansicht vom Dach des Kölner Doms aus (2014)

    Kölner Hauptbahnhof und Bahnhofsvorplatz, Ansicht vom Dach des Kölner Doms aus (2014)

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  • Das Gebäude des Bahnhofs Köln Messe/Deutz mit dem Bahnhofsvorplatz (2014)

    Das Gebäude des Bahnhofs Köln Messe/Deutz mit dem Bahnhofsvorplatz (2014)

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  • Panoramafoto des Bahnhofvorplatzes in Köln (2010). Von links nach rechts: das Deichmannhaus, St. Mariä Himmelfahrt, der Hauptbahnhof und der alte Wartesaal.

    Panoramafoto des Bahnhofvorplatzes in Köln (2010). Von links nach rechts: das Deichmannhaus, St. Mariä Himmelfahrt, der Hauptbahnhof und der alte Wartesaal.

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  • Büste mit dem Porträt von Iulia Agrippina der Jüngeren (um 15/16-59 n. Chr.), die als Gründerin der römischen Stadt Köln gilt, der "Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA)" (Kopie in der Ausstellung des APX Xanten, 2013)

    Büste mit dem Porträt von Iulia Agrippina der Jüngeren (um 15/16-59 n. Chr.), die als Gründerin der römischen Stadt Köln gilt, der "Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA)" (Kopie in der Ausstellung des APX Xanten, 2013)

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    Franz-Josef Knöchel
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  • Ausschnitt aus dem "Plan von Köln nach J. V. Reinhardt 1752" aus der Karte "Kirchliche Organisation und Verteilung der Confessionen, Übersicht über die Kölner Kirchen (...) c. 1610" (Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz von Wilhelm Fabricius, 1903).

    Ausschnitt aus dem "Plan von Köln nach J. V. Reinhardt 1752" aus der Karte "Kirchliche Organisation und Verteilung der Confessionen, Übersicht über die Kölner Kirchen (...) c. 1610" (Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz von Wilhelm Fabricius, 1903).

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  • Blick auf die historische Messe in Köln-Deutz im Winter (2010)

    Blick auf die historische Messe in Köln-Deutz im Winter (2010)

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Die Siedlungsgeschichte von Köln hat zahlreiche vielseitige obertägige und untertägige Spuren hinterlassen, die heute noch strukturprägend und von landesweiter Bedeutung sind. Entscheidend für die spätere Entwicklung war die Erhebung des „Oppidum Ubiorum“ zur römischen „Colonia“. Damit waren bauliche Maßnahmen und wichtige administrative Funktionen als Sitz des Statthalters der Provinz Niedergermanien verbunden. Zugleich hatte das römerzeitliche Köln bereits eine wichtige religiöse Funktion als Altarsitz und es bildete sich ein wirtschaftlicher Schwerpunkt sowie Umschlagplatz heraus, bedingt durch die günstige topographische Lage zwischen Vorgebirge und Bergischen Land am Schnittpunkt zweier wichtiger Verkehrswege.

Köln, das in römischer und mittelalterlicher Zeit überregionale Bedeutung besaß, verlor diese am Ende der Frühneuzeit. Erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts erhielt es neue Impulse und entwickelte sich zu einem der vielfältigsten und größten Wirtschaftsstandorte im Westen Deutschlands.

Die Entwicklung der ersten Kölner Manufakturen zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis zu den Dampfmaschinengetriebenen Fabriken hatte zunächst wenige raumwirksame Auswirkungen. Von der Aufstellung der ersten Dampfmaschine und der stürmischen Industrialisierung seit 1850 bis zur Gründerzeit mit den zahlreichen Firmengründungen, dem kurz darauf folgenden Gründerkrach und der industriellen Blütezeit um 1900 bis zum Ersten Weltkrieg bildete sich eine facettenreiche Industriekultur heraus. Ab 1850 verlagerten sie ihre Niederlassungen vor die Mauern der Stadt an verkehrsgünstig gelegene Standorte, die zugleich billiges Bauland waren.

Köln wurde zum Ausgangspunkt zwei der ältesten Eisenbahnen in Nordrhein-Westfalen (vgl. KLB 14.33, 27.04). Köln bildet heute das Eisenbahnzentrum im Rheinischen Netz. Hier wurde bereits im späten 19. Jh. der Verkehr so ausgebaut, dass er in einem großen Ring kreuzungsfrei um Köln herum geführt wird (nach dem Vorbild Berlins). Dieser Ring besitzt getrennte Gleise und Verbindungen für den Güter- und den Personenverkehr. Vom Ring aus führen Verbindungen nach Bergisch Gladbach, Gummersbach, Siegburg/Troisdorf, Bonn, Euskirchen, Aachen, Grevenbroich und Neuss. Als Besonderheit - und immer als verkehrlicher Engpass angesehen - gilt die Anbindung des Kölner Hauptbahnhofes mit der Rheinquerung über die Hohenzollernbrücke nach Deutz. Die Brücke musste auf kaiserliche Anordnung in der Ost-West Achse des Kölner Doms angelegt werden, womit sich die enge Kurve als Zufahrt zum Hauptbahnhof ergibt.

Trotz der Kriegszerstörungen und Beeinträchtigungen der Nachkriegszeit lässt die Stadtsilhouette immer noch etwas von dem großartigen Stadtbaukunstwerk erahnen, das seit dem Mittelalter Gegenstand zahlreicher künstlerischer Darstellungen gewesen ist. Hauptansicht dieser Bildwerke ist stets die Rheinansicht, die seit 1859 mit dem Bau der ersten Eisenbahnbrücke um eine Reihe von Brückenbauwerken – als „Kölner Brückenfamilie“ Objekte der Forschung – bereichert worden ist. Bei den Rheinbrücken handelt es sich schon wegen ihrer Größe, aber auch aufgrund ihres hohen ästhetischen Anspruchs um architekturgeschichtlich äußerst bedeutende Bauwerke.

Mit dem Dom als herausragende Dominante bilden die historischen Großbauten trotz der ihnen in der Nachkriegszeit erwachsenen Konkurrenz weiterhin die markanten Bezugspunkte im Stadtbild. Die Erhaltung der städtebaulichen und stadtbildlichen Wirkung des Kölner Doms ist dabei im Hinblick auf seinen Welterbestatus von entscheidender Bedeutung.

Der bedeutsame Kulturlandschaftsbereich Köln beinhaltet den landesbedeutsamen Kulturlandschaftsbereich Köln.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Definition und Sicherung der Pufferzone des Welterbes;
  • Erhalt der historischen Struktur und Substanz;
  • Bewahrung des industriekulturellen Erbes;
  • Erarbeitung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzepts unter Einbeziehung des archäologischen und baukulturellen Erbes;
  • Begrenzung tiefgreifender Bodeneingriffe.
Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 13.11.2015)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 83, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Köln (KLB 19.08)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
50° 56′ 45,38″ N, 6° 56′ 41,57″ O / 50.94594°, 6.94488°
Koordinate UTM
32U 355631.98 5645824.02
Koordinate Gauss/Krüger
2566448.39 5646057.71

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„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Köln (KLB 19.08)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0162 (Abgerufen: 26. Juli 2017)
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