Stadtteil Köln-Godorf

Stadtteil 211 im Kölner Stadtbezirk 2 Rodenkirchen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln, Wesseling
Kreis(e): Köln, Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Industrieanlage der Rheinland Raffinerie mit Schornsteinen und Kühltürmen im Kölner Stadtteil Godorf (2014).

    Industrieanlage der Rheinland Raffinerie mit Schornsteinen und Kühltürmen im Kölner Stadtteil Godorf (2014).

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    Aranas, Uwe (CEphoto) / CC BY-SA 3.0
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  • Schiffs-Anlegestege am Rhein im Kölner Stadtteil Godorf (2015).

    Schiffs-Anlegestege am Rhein im Kölner Stadtteil Godorf (2015).

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Der Kölner Stadtteil 211 Godorf gehört zum Stadtbezirk 2 Rodenkirchen. In Godorf leben heute auf einer Fläche von 4,6 Quadratkilometern etwa 2.400 Menschen (2.245 zum 31.12.2009 nach stadt-koeln.de bzw. 2.438 zum 31.12.2015 nach de.wikipedia.org)

Über archäologische Funde lassen sich Ansiedlungen auf dem nahe dem Rhein gelegenen Godorfer Ortsgebiet schon für die römische und fränkische Zeit nachweisen. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Straßendorf als Gudegedorp im Jahr 1173.
Seit dem Mittelalter gehörte Godorf zum Amt Brühl im Kurfürstentum Köln (Janssen 2008), um 1385 wird ein Landzoll von 4 sol./Karre und 1470 von 4 den./Karre genannt (Pfeiffer 2000).
Godorf fiel nach 1816 zur Bürgermeisterei Rondorf beziehungsweise Rodenkirchen mit der der Ort im Zuge der kommunalen Neugliederung des Raums Köln durch das Köln-Gesetz zum 1. Januar 1975 als Stadtteil nach Köln eingemeindet wurde.

Das Wahrzeichen des Stadtteils, die Godorfer Mühle, geht auf den Brühler Stadtmüller J. Stemmel zurück, der diese im Jahr 1735 errichtete. Die heutige Holländerwindmühle mit umlaufender Galerie ist ein Nachfolgebau von 1849.
Der 1901 angelegte Godorfer Hafen war 1967 der größte Braunkohle-Umschlagplatz in Europa. Aufgrund der in Godorf und in der benachbarten Stadt Wesseling ansässigen Chemiewerke und Erdölraffinerien besitzen beide Orte einen großen Stellenwert für die internationale Petrochemieindustrie.
„Das heutige Godorf stellt sich als eine Ortschaft inmitten einer Industrielandschaft dar. Vorherrschend ist in Godorf die Petrochemie mit eigenem Hafen, im Norden dann ein ausgedehntes Gewerbegebiet und im Westen die Autobahn als Grenze.“ (stadt-koeln.de)

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2018)

Internet
www.stadt-koeln.de: Godorf (abgerufen 31.01.2018)
www.stadt-koeln.de: Kölner Stadtteile in Zahlen (PDF-Datei, abgerufen 31.01.2018)
de.wikipedia.org: Godorf (Köln) (abgerufen 31.01.2018)

Literatur

Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 592 u. 612ff., Stuttgart.
Janssen, Wilhelm (2008)
Die Entwicklung des Territoriums Kurköln. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, V.14-15.) S. 30-31, Köln.
Pfeiffer, Friedrich (2000)
Transitzölle 1000-1500. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VII.10.) S. 25 u. 51, Köln.
Wilhelm, Jürgen (Hrsg.) (2008)
Das große Köln-Lexikon (2. Auflage). S. 180, Köln.

Stadtteil Köln-Godorf

Schlagwörter
Ort
50997 Köln - Godorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1173
Koordinate WGS84
50° 51′ 20,95″ N, 6° 58′ 52,37″ O / 50.85582°, 6.98121°
Koordinate UTM
32U 357909.9 5635733.57
Koordinate Gauss/Krüger
2569135 5636066.2

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„Stadtteil Köln-Godorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-275688 (Abgerufen: 14. November 2018)
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