Stadtteil Köln-Rodenkirchen

Stadtteil 208 im Kölner Stadtbezirk 2 Rodenkirchen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Luftbild mit der Rodenkirchener Rheinbrücke im Süden von Köln (2010). Im Vordergrund ist der Kölner Stadtteil Rodenkirchen und im Hintergrund der Stadtteil Deutz zu sehen.

    Luftbild mit der Rodenkirchener Rheinbrücke im Süden von Köln (2010). Im Vordergrund ist der Kölner Stadtteil Rodenkirchen und im Hintergrund der Stadtteil Deutz zu sehen.

    Copyright-Hinweis:
    Hünseler, André M. / Creative Commons
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Der Kölner Stadtteil 208 Rodenkirchen gehört zum Stadtbezirk 2 Rodenkirchen. In Rodenkirchen leben heute etwa 15.700 Menschen auf einer Fläche von 7,83 Quadratkilometern (Stand 2009 nach stadt-koeln.de, Stadtteile).
Vorzeitliche und römische Funde lassen auf eine frühe Besiedlung des Rodenkirchener Ortsgebiets schließen. Die Ersterwähnung des Ortes Ruenkirchen bzw. Ruwenkirch erfolgte in einer wohl gefälschten Schenkungsurkunde des Erzbischofs Everger (auch Evergerus, † 999, Kölner Erzbischof 985-999) von 988/989, wo ein Gut Rodenkirchhof im Besitz der Kölner Abtei Groß Sankt Martin genannt wird.
Daneben waren in Rodenkirichon auch die Kölner Stifte Sankt Georg und Sankt Severin begütert. Die heutige Bezeichnung Rodenkirchen wird bereits im 13. Jahrhundert gebräuchlich.

Seit dem ausgehenden Mittelalter gehörte Rodenkirchen zum Herzogtum Berg, in das es im Jahr 1472 zum Amt Löwenburg (Bad Honnef) gehörend eingegliedert wurde (Holdt 2008, S. 15). Nach der Franzosenzeit gehörte Rodenkirchen ab 1816 zum Gebiet der Bürgermeisterei Rondorf. Bis ins 19. Jahrhundert waren die Haupterwerbszweige in Rodenkirchen der Fischfang, die Landwirtschaft und auch der Weinbau, bevor die Industrialisierung im Raum Rodenkirchen, Godorf und Wesseling einsetzte – begünstigt durch die Erschließung über den Godorfer Rheinhafen (1901), die Rheinuferbahn (1906) und die Autobahn Köln-Bonn (1932).
Die Eingemeindung in die Stadt Köln erfolgte im Zuge der kommunalen Neugliederung des Raums Köln durch das Köln-Gesetz zum 1. Januar 1975.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2017)

Internet
www.stadt-koeln.de: Rodenkirchen (abgerufen 29.09.2017)
www.stadt-koeln.de: Kölner Stadtteile in Zahlen (PDF-Datei, abgerufen 29.09.2017)
de.wikipedia.org: Rodenkirchen (Köln) (abgerufen 29.09.2017)

Literatur

Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 612-614, Stuttgart.
Holdt, Ulrike (2008)
Die Entwicklung des Territoriums Berg. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, V.16.) S. 15 u. 21-22, Bonn.
Wilhelm, Jürgen (Hrsg.) (2008)
Das große Köln-Lexikon (2. Auflage). S. 379, Köln.

Stadtteil Köln-Rodenkirchen

Schlagwörter
Ort
50996 Köln - Rodenkirchen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 989
Koordinate WGS84
50° 53′ 4,86″ N, 7° 00′ 4,21″ O / 50.88468°, 7.00117°
Koordinate UTM
32U 359401.18 5638904.64
Koordinate Gauss/Krüger
2570496.53 5639295.9

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Stadtteil Köln-Rodenkirchen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-272325 (Abgerufen: 12. November 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang