Stadtteil Köln-Ehrenfeld

Stadtteil 401 im Kölner Stadtbezirk 4 Ehrenfeld

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 56′ 46,09″ N: 6° 54′ 42,46″ O 50,94613°N: 6,91179°O
Koordinate UTM 32.353.308,50 m: 5.645.911,19 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.564.122,86 m: 5.646.050,34 m
  • Das Gelände der früheren Helios-Elektrizitäts AG in Köln-Ehrenfeld mit der Rheinlandhalle im Vordergrund und dem Helios-Leuchtturm dahinter (2016).

    Das Gelände der früheren Helios-Elektrizitäts AG in Köln-Ehrenfeld mit der Rheinlandhalle im Vordergrund und dem Helios-Leuchtturm dahinter (2016).

    Copyright-Hinweis:
    Superbass / CC-BY-SA-4.0 (via Wikimedia Commons)
    Fotograf/Urheber:
    Superbass
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Fassadengemälde "Trude Herr" des Künstlers Size Two in Köln-Ehrenfeld (2020).

    Fassadengemälde "Trude Herr" des Künstlers Size Two in Köln-Ehrenfeld (2020).

    Copyright-Hinweis:
    Superbass / CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
    Fotograf/Urheber:
    Size Two (Gemälde); Superbass (Foto)
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Blick vom Oberrang des RheinEnergieStadions in Köln-Müngersdorf in Richtung der Stadtteile Braunsfeld und Ehrenfeld (2020).

    Blick vom Oberrang des RheinEnergieStadions in Köln-Müngersdorf in Richtung der Stadtteile Braunsfeld und Ehrenfeld (2020).

    Copyright-Hinweis:
    Knöchel, Franz-Josef / CC-BY-SA-4.0
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Bahnsteig des Bahnhof Ehrenfeld, Blick in Richtung Westen auf den Helios-Leuchtturm im Hintergrund (2012).

    Bahnsteig des Bahnhof Ehrenfeld, Blick in Richtung Westen auf den Helios-Leuchtturm im Hintergrund (2012).

    Copyright-Hinweis:
    Knöchel, Franz-Josef / CC-BY-SA 3.0
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Der Kölner Stadtteil 401 Ehrenfeld gehört zum Stadtbezirk 4 Ehrenfeld. In Ehrenfeld leben heute etwa 38.000 Menschen auf einer Fläche von 3,72 Quadratkilometern (38.406 Einwohner*innen zum 31.12.2019, www.stadt-koeln.de).

Seine Besiedlung verdankt das schon im 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. bewohnte Ortsgebiet der Ausweitung der damals römischen Stadt Köln über ihre Tore hinaus nach Westen. 1996 wurden nahe der heutigen Mechternkirche Reste einer römische Landvilla entdeckt. Hier sollen der Legende nach der Heilige Gereon von Köln (um 270-304) und die Thebäische Legion als Märtyrer wegen ihres christlichen Glaubens hingerichtet worden sein. Der Begriff Mechtern soll auf das lateinische ad martyres sanctos („zu den heiligen Märtyrern“) zurückgehen.
Der Siedlungsname Ehrenfeld bezieht sich wie auch bei Neuehrenfeld auf die einstige Kölner Torburg „Ehrentor“ bzw. „Ehrenpforte“ der mittelalterlichen Stadterweiterung von um 1250. Auch anderenorts wurden bereits seit römischer Zeit besonders repräsentative Stadttore als „Ehrentor“ (lateinisch porta honoris) benannt. In Köln lag dieses als letztes von gleich drei hintereinander angelegten Toren am Ende der stadtauswärts nach Westen führenden heutigen Straßen Ehrenstraße und Breite Straße am Friesenwall (Signon 2006, S. 131).

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war das Gebiet entlang der Venloer Straße (heutige Bundesstraße B 49) zwischen Subbelrath und Mechtern überwiegend landwirtschaftlich besiedelt und genutzt. Erst die einsetzende Bautätigkeit nach Gründung einer Baugenossenschaft 1845 verfestigte allmählich die Siedlung Ehrenfeld. Der Ort zog seitdem rasch Industrie an und wurde 1863 an den Güter- und 1865 den Personenverkehr der Eisenbahn Köln-Aachen angebunden.
Zunächst gehörte Ehrenfeld zur Bürgermeisterei Müngersdorf, bevor es mit seinerzeit über 4.000 Einwohnern im Jahr 1867 selbständige Gemeinde bzw. Bürgermeisterei und dann 1875/79 sogar Stadt wurde. Im Jahr 1888 wurde Ehrenfeld in die Stadt Köln eingemeindet.

Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, präsentiert sich Ehrenfeld heute „als lebendiges Wohn-, Geschäfts- und Gewerbeviertel am nordwestlichen Rand der Innenstadt“ (Groten u.a. 2006).
„Als ehemaliges Arbeiterviertel mit günstigen Mieten und frei gewordenen Industrieflächen ist Ehrenfeld besonders bei Kunstschaffenden, Studentinnen und Studenten beliebt. Ehrenfeld bietet eine große freie Kulturszene.“ (stadt-koeln.de, Ehrenfeld)

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2017/2021)

Internet
www.stadt-koeln.de: Ehrenfeld (abgerufen 02.10.2017)
www.stadt-koeln.de: Kölner Stadtteilinformationen. Zahlen 2019 (PDF-Datei, 2,5 MB, Stand 31.12.2019, abgerufen 20.01.2022)
www.stadt-koeln.de: Kölner Stadtteile in Zahlen (PDF-Datei, abgerufen 02.10.2017)
de.wikipedia.org: Ehrenfeld (Köln) (abgerufen 02.10.2017)

Literatur

Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 597-598, Stuttgart.
Pichler, Nina (2021)
Die Gentrifizierung in Köln Ehrenfeld. Eine empirische Untersuchung. München. Online verfügbar: https://www.grin.com/document/1031137, abgerufen am 09.12.2021
Signon, Helmut (2006)
Alle Straßen führen durch Köln. 3. von Klaus Schmidt überarbeitete und aktualisierte Ausgabe. Köln.
Wilhelm, Jürgen (Hrsg.) (2008)
Das große Köln-Lexikon (2. Auflage). S. 125, Köln.

Stadtteil Köln-Ehrenfeld

Schlagwörter
Ort
50823 Köln - Ehrenfeld
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 972

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Stadtteil Köln-Ehrenfeld”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-272380 (Abgerufen: 3. Juli 2022)
Seitenanfang