Wege- und Gedenkkeuze in der Kulturlandschaft Eifel

Flurkreuz, Marterl, Wetterkreuz, Hagelkreuz

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
  • Wegekreuz Glehn, Kermeterstraße (2018)

    Wegekreuz Glehn, Kermeterstraße (2018)

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  • Großes Wegekreuz am Eifelblick Simmerath "Schöne Aussicht" (2021)

    Großes Wegekreuz am Eifelblick Simmerath "Schöne Aussicht" (2021)

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Ein Wegkreuz ist ein Kreuz, das in katholischen Landstrichen an Verkehrswegen, Feldrainen und Waldrändern als Zeichen des christlichen Glaubens errichtet wird.

Weg- und Gedenkkreuze sind Ausdruck der christlich-religiösen Prägung einer Gegend und als solche Denkmäler der Volksfrömmigkeit. Durch ihre Inschriften sind sie Zeugnisse der Ortsgeschichte und damit bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen. Sie sind prägend für das Landschaftsbild und dienen der Andacht, insbesondere in frühen Zeiten und in ländlichen Gegenden, wo die Wege zur Kirche oftmals sehr weit waren. Ferner können sie Stationen auf einem Prozessionsweg markieren.
Wegkreuze sind in Deutschland seit dem 14. Jahrhundert belegt. Seit der Reformation entstanden sie nur fast nur noch in katholisch geprägten Gegenden. Seit dem 17. Jahrhundert wurden vermehrt Wegkreuze errichtet. Diese Hochphase steht in Zusammenhang mit verstärkten religiösen Aktivitäten einerseits und andererseits mit einer zunehmenden Kunstorientierung im Zuge des Barock. Eine Phase des verstärkten Verlustes von Wegkreuzen im Rheinland ist die Zeit der französischen Besetzung zwischen 1794 und 1815 und die damit verbundene Säkularisation, die Wegkreuze verbot Säkularisation. Nur einige wenige Wegkreuze überdauerten diese Phase, großteils, weil sie von der ortsansässigen bevölkerung versteckt wurden. Daher datieren die meisten der heutigen Wegkreuze in das 19. und 20. Jahrhundert.
Als Gedenkkreuze erinnern Wegkreuze an ein Ereignis (Unfall o.ä.) und/oder an eine Person. Daher gibt es vielfältige, genauere Bezeichnungen. Wetter- oder Hagelkreuze wurden zum Beipiel zum Schutz vor für den Menschen, das Vieh und die Ernte bedrohlichen Witterungsereignissen aufgestellt. Oftmals werden Wegekreuze gezielt durch Baum- und/oder Strauchanpflanzungen eingerahmt und liegen an der Kreuzung von Wegen, so dass sie besondere landschaftliche Identifikations- und Orientierungspunkte bilden. Viele Wegkreuze bestehen aus einem Sockel, darüber einem Schaft und einem Aufsatz, der oft als Kreuz ausgebildet ist.

In dieser Gruppe sind alle Wegkreuze in der Kulturlandschaft Eifel zusammengefasst.

(Martina Gelhar, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2021)

Wege- und Gedenkkeuze in der Kulturlandschaft Eifel

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Martina Gelhar, „Wege- und Gedenkkeuze in der Kulturlandschaft Eifel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-343101 (Abgerufen: 4. Juli 2022)
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