Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Alendorf

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Blankenheim (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Das Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Blankenheim-Alendorf (2018).

    Das Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Blankenheim-Alendorf (2018).

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  • Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Alendorf, im Hintergrund die Pfarrkirche St. Agatha (2018).

    Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Alendorf, im Hintergrund die Pfarrkirche St. Agatha (2018).

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  • Stationen des Kreuzwegs auf den Kalvarienberg bei Blankenheim-Alendorf (2018)

    Stationen des Kreuzwegs auf den Kalvarienberg bei Blankenheim-Alendorf (2018)

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  • Blick vom Eifelkreuz bei Alendorf-Blankenheim auf die Wacholderheide und eine Schafherde am Eierberg bei Alendorf (2018).

    Blick vom Eifelkreuz bei Alendorf-Blankenheim auf die Wacholderheide und eine Schafherde am Eierberg bei Alendorf (2018).

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  • Blick vom Alendorfer Eifelkreuz aus auf die Wacholderheide am Hammersberg (2018).

    Blick vom Alendorfer Eifelkreuz aus auf die Wacholderheide am Hammersberg (2018).

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  • Blick vom Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Blankenheim-Alendorf in Richtung Aremberg und Hohe Acht (2018).

    Blick vom Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Blankenheim-Alendorf in Richtung Aremberg und Hohe Acht (2018).

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  • Blick vom Eifelkreuz bei Blankenheim-Alendorf in Richtung Osten, im Hintergrund die etwa 30 Kilometer entfernte Nürburg (2018).

    Blick vom Eifelkreuz bei Blankenheim-Alendorf in Richtung Osten, im Hintergrund die etwa 30 Kilometer entfernte Nürburg (2018).

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  • Detail am Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Alendorf, ein im Stein eingelassenes kleines Holzkreuz unter der Jahreszahl "1675" (2018).

    Detail am Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Alendorf, ein im Stein eingelassenes kleines Holzkreuz unter der Jahreszahl "1675" (2018).

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Eifel-Blicke sind 62 besonders schöne Aussichtspunkte in der Eifel, die durch eine Initiative von Deutsch-Belgischem Naturpark und Rureifel-Tourismus e.V. bekannt gemacht wurden und erfolgreich für die Schönheit der Eifellandschaft werben.

Einen der spektakulärsten Eifel-Blicke erlebt der Eifelwanderer auf dem 523 Meter hohen Gipfelplateau des Kreuzweges auf dem Kalvarienberg bei Alendorf in der Gemeinde Blankenheim, Kreis Euskirchen. Der grandiose Rundblick über die sanften Hügel der Dollendorfer Kalkmulde reicht bis zu den Vulkankegeln von Aremberg, Hoher Acht und zur 23 Kilometer entfernten Nürburg; gleichzeitig geht der Rundumblick über das größte zusammenhängende Wacholdergebiet in Nordrhein-Westfalen, das Lampertstal, größtes Naturschutzgebiet der Kalkeifel, eine in der sonst waldreichen Eifel ganz untypische Heidelandschaft, in der hier neben dem Wacholder 30 verschiedene Orchideenarten und der wild wachsende Deutsche Enzian die Vegetation bereichern.

Das etwa 4 Meter hohe Kruzifix aus rotem Mainsandstein mit der Jahreszahl 1675 im Schaftsockel bildet den Endpunkt des an der gotischen Pfarrkirche St. Agatha - heute Friedhofskapelle - von Alendorf beginnenden Kreuzweges, der in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts von Salentin Ernst von Manderscheid-Blankenheim (1630-1705) mit sieben Kreuzwegstationen und einer heute nicht mehr vorhandenen Kapelle errichtet wurde. Im 19. Jahrhundert wurde der Kreuzweg um sieben weitere Stationen, ebenfalls aus rotem Sandstein, ergänzt. In der Karwoche bewegen sich zahlreiche Kreuzwegprozessionen auf dem ca. einen Kilometer langen Aufstieg auf den Kalvarienberg, wo die Entfernungen der Stationen untereinander denen des Leidensweges Jesu Christi in Jerusalem entsprechen sollen. Kalvarienberge entstanden in Deutschland besonders in der Zeit des Barock.

Einem Bericht der Kirchenzeitung des Bistums Aachen zufolge ist der Alendorfer Kreuzweg der älteste im Bistum, 1988 wurde er in die Blankenheimer Denkmalliste eingetragen. Auf Anregung des Heimatvereins Blankenheim unterstützte die NRW-Stiftung Natur-Heimat-Kultur die Instandsetzungsarbeiten des 350 Jahre alten Kreuzweges. Wie in vielen Eifelorten gehört auch in Alendorf das Klappern am Karfreitag zu den Osterbräuchen (alltagskulturen.lvr.de). Dieses Klappern wird begleitet durch den Ruf „Ze hof, ze hof op Kelberg!“ Dieser Spruch deutet auf den Kreuzweg zum Kalvarienberg, früher Kelberg geheißen, hin.

(Reinhard Lutum, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2014)

Hinweise
Die Kreuzwegstationen von der ehemaligen katholischen Pfarrkirche St. Agatha zur 1663 an der Stelle des heutigen Schlußkreuzes errichteten Kapelle auf dem Kalvarienberg (diese ist nicht erhalten) sind eingetragene Baudenkmäler in Teil A der Denkmalliste der Gemeinde Blankenheim (Nr. 38, Eintragung vom 15.07.1988).
Der historische Kreuzweg zum Kalvarienberg ist wertgebendes Merkmal des Kulturlandschaftsbereichs Ripsdorf, Alendorf (Regionalplan Köln 301).

Internet
de.wikipedia.org: Kalvarienberg Alendorf (abgerufen 13.11.2018)
de.wikipedia.org: Liste der Baudenkmäler in Blankenheim (Ahr) (abgerufen 13.11.2018)
alltagskulturen.lvr.de: Katrin Bauer, „Wenn die Glocken nach Rom geflogen sind. Die Bedeutung von Karklappern.“ (abgerufen 13.11.2018)

Literatur

Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.) (2014)
Rheinland: Denkmal, Landschaft, Natur - 2015 (Jahreskalender 2015, 44. Jahrgang). Köln.

Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Alendorf

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1675
Koordinate WGS84
50° 22′ 2,26″ N, 6° 38′ 28,47″ O / 50.36729°, 6.64124°
Koordinate UTM
32U 332254.87 5582129.32
Koordinate Gauss/Krüger
2545667.06 5581460.13

Empfohlene Zitierweise

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„Eifelkreuz auf dem Kalvarienberg bei Alendorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-104595-20141001-2 (Abgerufen: 17. Dezember 2018)
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