Denkmalbereich „Hückeswagen - Ortskern“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Hückeswagen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Hückeswagen, Marktstr.

    Hückeswagen, Marktstr.

    Copyright-Hinweis:
    LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Silvia Margrit Wolf
    Fotograf/Urheber:
    Silvia Margrit Wolf
    Medientyp:
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  • Hückeswagen, Marktstraße

    Hückeswagen, Marktstraße

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Im Bergischen Land auf einem Bergsporn über der Wupper liegt das mittelalterliche Schloss mit der zugehörigen und über den Bergrücken gewachsenen Siedlung, der Freiheit Hückeswagen. Das Schloss, erstmals 1189 urkundlich genannt, gehörte den Herren von Hückeswagen, unterstand seit 1260 den Grafen, späteren Herzögen von Berg und war bis zur französischen Zeit 1806 Amtssitz der bergischen Ämter Bornefeld und Hückeswagen.
Die heutige Anlage ist nach teilweisem Einsturz des Bergfrieds in der aufgehenden Substanz überwiegend aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der historische Ort im Bereich der Marktstraße und der Weierbachstraße besteht aus Bauern- und Bürgerhäusern, giebelständigen Fachwerkbauten, wenigen klassizistischen Wohnhäusern, insbesondere an den in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegten beiden Straßen Island- und Friedrichstraße. Die reformierte Pauluskirche und die lutherische Johanniskirche, sowie die katholische Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt setzen markante ortsgeschichtlich bedeutsame Zeichen innerhalb des dichten historischen Gefüges. Einzelne Fabrikantenvillen am Fuß des Burgberges und im Hang zeugen von der wirtschaftlichen Blüte mit dem aufstrebenden Textilgewerbe im Zuge der Industrialisierung seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert, wobei sich die eigentliche gewerbliche Entwicklung im Tal der Wupper mit unmittelbarem Bezug zum Wasser vollzog.

Die Denkmalbereichssatzung ist seit 1983 rechtskräftig. Sie schützt den Ort insgesamt in Struktur und Bestand.

(Elke Janßen-Schnabel, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2016)

Literatur

Clemen, Paul (1894)
Die Kunstdenkmäler der Städte Barmen, Elberfeld, Remscheid und der Kreise Lennep, Mettmann, Solingen. (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz III 2.) Düsseldorf.
Franz Pesch; et al. / Ministerium für Stadtentwicklung und Verkehr (Hrsg.) (1994)
Historische Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen. Duisburg.
Mainzer, Udo (Hrsg.) (1996)
Denkmalbereiche im Rheinland. (Arbeitshefte der rheinischen Denkmalpflege 49.) S. 111-113, Köln.

Denkmalbereich „Hückeswagen - Ortskern“

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Marktstraße
Ort
42499 Hückeswagen
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Denkmalbereich gem. § 5 DSchG NW
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1189
Koordinate WGS84
51° 08′ 58,41″ N, 7° 20′ 23,11″ O / 51.14956°, 7.33975°
Koordinate UTM
32U 383879.56 5667767.01
Koordinate Gauss/Krüger
2593786.31 5669138.92

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„Denkmalbereich „Hückeswagen - Ortskern“”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EJS-20081016-0001 (Abgerufen: 13. November 2018)
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