Ortsgemeinde Maikammer

Meinkeimere, Menkeimer, Meynkemmern, Määkem

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde, Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Edenkoben, Gommersheim, Kirrweiler (Pfalz), Maikammer, Neustadt an der Weinstraße, Sankt Martin
Kreis(e): Neustadt an der Weinstraße, Südliche Weinstraße
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Luftbild: Blick auf Maikammer und Alsterweiler (2016).

    Luftbild: Blick auf Maikammer und Alsterweiler (2016).

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  • Die Kredenburg in Maikammer-Alsterweiler in ihrer heutigen Ansicht (2017).

    Die Kredenburg in Maikammer-Alsterweiler in ihrer heutigen Ansicht (2017).

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Maikammer ist eine Ortsgemeinde im rheinland-pfälzischen Landkreis Südliche Weinstraße und gehört zur gleichnamigen Verbandsgemeinde Maikammer. Die gesamte Gemeindefläche umfasst 13,68 Quadratkilometer. Zur Ortsgemeinde gehört der Ortsteil Alsterweiler, der sich im Westen anschließt. Ein weiterer Ortsteil mit dem Namen Weinsweiler ist eine Wüstung.

In Maikammer leben 4.360 Einwohner (Stand vom 31. Dezember 2015). Die urkundliche Ersterwähnung als Meinkeimere wird auf das Jahr 1264 datiert (Ortsgemeinde Maikammer 2014, S. 33). In älteren Quellen erscheint Maikammer später auch als Menkeimer (1379) und im Jahr 1470 als Meynkemmern. Umgangsprachlich wird der Ort Määkem genannt.
Der Ort gehörte bis 1798 zum Hochstift Speyer und unter französischer Verwaltung seit dem 20. Januar des gleichen Jahres zum Département Mont-Tonnerre (Donnersberg) und zum Arrondissement Spire (Speyer), ab 1816 zu Rheinbaiern und später dann zum Bayerischen Rheinkreis (ebd. S 38-39). Vertiefte Darstellungen zur Ortsgeschichte finden sich auf maikammer.de und alsterweiler.net.

Maikammer ist reich gesegnet mit steinernen Zeugen. „Allein 15 Steinkreuze, 20 Bildstöcke und 3 Weinberghäuschen stehen in der Gemarkung“ (Wittmer 2002, Seite 105) und in der Ortslage. Dazu kommen zahlreiche Grenzsteine. In der Ortslage sind zwei Denkmalzonen ausgewiesen. Sie umfassen einen großen Teil des Ortsteils Alsterweiler und den Kernbereich der Ortslage Maikammer. Beide Zonen sind in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen (Generaldirektion Kulturelles Erbe RLP 2017). Die Einträge lauten: „Ortskern Erbgasse 1, Friedhofstraße 2, 34, Hartmannstraße 1-7 (ungerade Nrn.), 2-18 (gerade Nrn.), Kirchstraße 1, 3, Marktstraße 1-9 (ungerade Nrn.), 2-22 (gerade Nrn.), St. Martiner Straße 1-9, Weinstraße Nord 1-21, 25, 27, 33-39 (ungerade Nrn.), 2-12, 18-32 (gerade Nrn.), Weinstraße Süd 1-23 (ungerade Nrn.), 2- 38 (gerade Nrn.) (Denkmalzone)“ und „Ortskern Alsterweiler Hauptstraße 2-62 (gerade Nrn.), 5-63 (ungerade Nrn.), Turmstraße 1-15 (ungerade Nrn.), 2-8 (gerade Nrn.), Friedhofstraße 101, 103, 110-122 (gerade Nrn.). (Denkmalzone)“.

Maikammer ist ein Grundzentrum und liegt im Bereich der Metropolregion Region Rhein-Neckar (m-r-n.com). Maikammer gehört der Cittaslow-Bewegung an. Die Übergabe der Anerkennungsurkunde fand am 24. Mai 2017 in Maikammer statt (citta-slow.de).

(Matthias C.S. Dreyer, 2017)

Internet
www.maikammer.de: Ortsgemeinde Maikammer (abgerufen 06.04.2017)
www.maikammer.de: Ortsgeschichte (abgerufen 07.04.2017)
de.wikipedia.org: Maikammer (abgerufen 06.04.2017)
www.alsterweiler.net: Wüstung Weinsweiler (abgerufen 06.04.2017)
www.alsterweiler.net: Alsterweiler nach Verwaltungseinheiten (abgerufen 07.04.2017)
www.m-r-n.com: Metropolregion Region Rhein-Neckar (abgerufen 07.04.2017)
www.citta-slow.de: Cittaslow (abgerufen 07.04.2017)

Literatur

Damm, Johannes; Treptow, Hans / Ortsgemeinde Maikammer (Hrsg.) (1986)
Ortschronik Maikammer-Alsterweiler. T. 1. Geschichte von Maikammer-Alsterweiler, von Johannes Leonhardt 1928. T. 2. Chronik von Maikammer-Alsterweiler ab 1928 und Chronik der Verbände und Vereine 1986. Maikammer.
Dolch, Martin; Greule, Albrecht (1991)
Historisches Siedlungsnamenbuch der Pfalz. (Veröffentlichung der Pfälzischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Speyer [81].) S. 36, 296 u. 483, Speyer.
Dreyer, Matthias C.S.; Seimetz, Hans-Jürgen / Geiger, Michael (Hrsg.) (2016)
Siedlungsentwicklung und Raumordnung. In: Haardt und Weinstraße. Ein Geo- und Bild-Führer, S. 128-139. S. 130, Landau in der Pfalz.
Leonhardt, Johannes (1928)
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler. Maikammer.
Ortsgemeinde Maikammer (Hrsg.) (2014)
1264 - 2014 Maikammer: Ein Spaziergang durch den Ort und seine Geschichte. S. 32ff., Neustadt an der Weinstraße.
Wittmer, Richard (2002)
Glockenstein und Trullo, Maikammerer steinerne Raritäten. In: Heimat-Jahrbuch Landkreis Südliche Weinstraße. (Hg.), Band/Ausgabe: 24, S. 105-106. Landau in der Pfalz.
Wittmer, Richard (2000)
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler: Ihre Namen und steinernen Zeugen in Geschichte und Geschichten. Maikammer.

Ortsgemeinde Maikammer

Schlagwörter
Ort
67487 Maikammer
Fachsicht(en)
Landeskunde, Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1264
Koordinate WGS84
49° 18′ 20,08″ N, 8° 07′ 54,17″ O / 49.30558°, 8.13171°
Koordinate UTM
32U 436881.07 5461788.98
Koordinate Gauss/Krüger
3436931.29 5463534.7

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„Ortsgemeinde Maikammer”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-266608 (Abgerufen: 20. November 2018)
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