Johannes=Brunnen beim Totenkopf bei Maikammer

Stachelbrunnen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Maikammer
Kreis(e): Südliche Weinstraße
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 18′ 59,44″ N: 8° 02′ 50,13″ O / 49,31651°N: 8,04726°O
Koordinate UTM 32.430.757,15 m: 5.463.078,47 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.430.804,91 m: 5.464.824,68 m
  • Johannes=Brunnen beim Totenkopf bei Maikammer (2019)

    Johannes=Brunnen beim Totenkopf bei Maikammer (2019)

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Johannes=Brunnen ist eine Brunnenanlage in der Nähe des Totenkopfes im Pfälzerwald auf der Gemarkung der Gemeinde Maikammer.

Der Brunnen ist nach dem Maikammerer Bürger Johann Stachel benannt. Er stiftete den Brunnen. Der Pfälzerwald-Verein hat die Quelle gefasst und den Stein mit der Gedenkinschrift beigetragen. Der „alte“ Brunnentrog soll zur Totenkopfhütte gebracht und dort verwendet worden sein. Er steht nun rechts im Eingangsbereich zur Hütte. Der Brunnen soll für Menschen und Vieh Wasser gespendet haben, die im Wald ihrer Arbeit nachgingen. Der Weg am Johannes=Brunnen führt vom Totenkopf zum Forsthaus Heldenstein und wurde von Holzfuhrwerken genutzt.

Der Brunnen steht in einer kleinen Anlage mit einem Wegkreuz und zwei Bänken.

Die Inschrift lautet: Johannes=Brunnen errichtet 1911 von Johann Stachel II 1911 Maikaṁer. Neben der Inschrift ist ein Palmzweig eingemeißelt. Der Palmzweig (auch: Palmwedel) gilt als Symbol des ewigen Lebens. In der Regel findet er sich auf Todesanzeigen oder Grabsteinen.

Das Wasser der Quelle, die den Brunnen speist, wird zur Totenkopfhütte geleitet. Es dient der Trinkwasserversorgung der Hütte.

Familie
Johann Stachel (21.09.1840-06.03.1915) war Küfer und Gutsbesitzer. Er war verheiratet mit Elisabetha Stachel (30.09.1849-01.07.1933). Die Familie besaß drei Häuser in Maikammer, Hartmannstraße 32, Bahnhofstraße 40 und Friedhofstraße 15. Dieses Anwesen hat Johann Stachel im Jahre 1891 umgebaut. Aus der Ehe gingen 5 Kinder hervor. Ein Sohn war Winzer, zwei weitere Söhne gaben in den Standesamtsurkunden ihren Beruf als Gutsbesitzer an. Die Familie Stachel stellte in Maikammer mehrfach Bürgermeister und Gerichtsschöffen (Leonhardt 1928). Die Angabe auf dem Brunnen „Johann II dient der Unterscheidung zu Johann Stachel, Johann Adam Stachel I (01.08.1812-28.12.1880), den Vater des Stifters des Brunnens.

Die Bahnhofstraße 40 beherbergt noch heute ein Weingut der Familie Stachel, direkte Nachfahren des Brunnenstifters.


(Matthias C.S. Dreyer, 2019)

Internet
weingut-stachel.de Weingut in der Bahnhofstraße 40 in Maikammer, Nachfahren des Stifters des Johann=Brunnens (abgerufen 07.03.2020)

Literatur

Jeblik, Wolfgang; Mildner, Wolfgang (o.J.)
Brunnenwandern in der Verbandsgemeinde Lambrecht und Umgebung. S. 133. Lambrecht (Pfalz).
Leonhardt, Johannes (1928)
Geschichte von Maikammer=Alsterweiler. Maikammer.
Schäfer, Günter (2010)
Ortsfamilienbuch St. Martin 1530, 1671 - 1925. Damit niemand vergessen wird! (Band 600 der Reihe A der Deutschen Ortssippenbücher der Zentralstelle für Personen- und Familiengeschichte.) S. 569. Neustadt-Diedesfeld.
Schäfer, Günter; Stöckl, Martina (2015)
Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler. Band 1 und Band 2. Neustadt an der Weinstraße.
Stöckl, Martina; Schäfer, Günter (2019)
Ortsfamilienbuch Kirrweiler (Manuskript zum OFB 2019). o. O.

Johannes=Brunnen beim Totenkopf bei Maikammer

Schlagwörter
Ort
67487 Maikammer
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1911

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„Johannes=Brunnen beim Totenkopf bei Maikammer”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-303388 (Abgerufen: 14. Juli 2020)
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