Zoobrücke Köln

Rheinbrücke Bundesstraße B 55a

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick auf die Kölner Zoobrücke über den Rhein vom Dach des Doms aus (2014).

    Blick auf die Kölner Zoobrücke über den Rhein vom Dach des Doms aus (2014).

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  • Die Kölner Zoobrücke über den Rhein, Aufnahme aus der Rheinseilbahn heraus in Richtung Westen (2009)

    Die Kölner Zoobrücke über den Rhein, Aufnahme aus der Rheinseilbahn heraus in Richtung Westen (2009)

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  • Luftaufnahme des modernen Teils der Kölner Messe mit Köln-Deutz und der Kölner Innenstadt mit Dom im Hintergrund (2009). Vorne im Bild die zur Zoobrücke führende Bundesstraße B 55a und links die Lanxess-Arena, das so genannte "Henkelmännchen".

    Luftaufnahme des modernen Teils der Kölner Messe mit Köln-Deutz und der Kölner Innenstadt mit Dom im Hintergrund (2009). Vorne im Bild die zur Zoobrücke führende Bundesstraße B 55a und links die Lanxess-Arena, das so genannte "Henkelmännchen".

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  • Die Kölner Rheinseilbahn Riehl-Deutz von der Zoobrücke in Fahrtrichtung Deutz aus gesehen (2015).

    Die Kölner Rheinseilbahn Riehl-Deutz von der Zoobrücke in Fahrtrichtung Deutz aus gesehen (2015).

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  • Der Rhein bei Köln mit der Bastei, dem Colonia-Haus ("AXA-Hochhaus"), Zoobrücke und Mülheimer Brücke (2000).

    Der Rhein bei Köln mit der Bastei, dem Colonia-Haus ("AXA-Hochhaus"), Zoobrücke und Mülheimer Brücke (2000).

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Die von 1962-1966 erbaute 597 Meter lange Kölner Zoobrücke führt über den Rhein und verbindet über die Bundesstraße B 55a den linksrheinischen Bereich „Innere Kanalstraße“ mit dem rechtsrheinischen Autobahnnetz.

Baugeschichte und Konstruktion
Nachdem es bereits seit dem Jahr 1953 Überlegungen für einen weiteren Kölner Rheinbrückenbau gab, wurde 1962 ein Gestaltungswettbewerb für eine neue Brücke ausgelobt. Diesen gewann der Kölner Brückenbau-Architekt Gerd Lohmer (1909-1981), der bereits bei der Deutzer Brücke (1948 eröffnet) und der Severinsbrücke (1959 eröffnet) maßgeblich mitgewirkt hatte. Den Bau führte ein Firmenkonsortium unter Leitung der Dortmunder Rheinstahl Union Brückenbau AG aus, der Beginn der Bauarbeiten für die „Nord-Brücke“ war am 9. Juli 1962. Erst am 22. Februar 1963 erhielt das Bauwerk dann durch einen Leserwettbewerb einer Kölner Tageszeitung seinen heutigen Namen „Zoobrücke“ (der Kölner Zoo liegt unmittelbar an der linksrheinischen Brückenrampe).
Das Schlussstück konnte 1965 gesetzt werden und am 22. November 1966 fand die offizielle Einweihung der Brücke statt, deren Bau etwa 34 Millionen DM kostete. Obgleich der Entwurf Gerd Lohmers eigentlich einen roten Anstrich vorsah, wurde auch die Zoobrücke wie weitere vier von insgesamt acht Kölner Rheinbrücken in „Kölner Brückengrün“ gestrichen – eine als besonders lichtbeständig und wetterfest geltende Farbe (eigentlich Chromoxidgrün).
Die Stahlbrücke ist 597 Meter lang und 33 Meter breit. Die Gesamtlänge der größten Brücke dieses Bautyps am Rhein beträgt inklusive der beiden Auffahrten 2,6 Kilometer, die größte einzelne Spannweite 259 Meter. In jeder Fahrtrichtung sind drei Spuren für den Autoverkehr, ein Radweg und ein Fußweg befahrbar. Mit etwa 125.000 Fahrzeugen pro Tag ist die Zoobrücke noch vor der Rodenkirchener Brücke die verkehrsreichste Kölner Brücke.

„Die Zoobrücke ist weltweit die am weitesten gespannte Kastenträgerbrücke mit nur einem einzigen Hauptlager. Der Brückenpfeiler steht asymmetrisch nahe dem rechtsrheinischen Ufer. Von dort überspannt der Brückenkörper 259 Meter bis zu den beiden schlanken Stützen auf der unteren linksrheinischen Uferpromenade.
Die Brücke wird von zwei 4,5 Meter breiten Hohlkästen (“zweizellig„) getragen, auf denen die selbsttragende Fahrbahn aufliegt. Über dem Brückenpfeiler hat das Profil der Hohlkörper mit 10 Meter die größte Höhe (Minimum 3 Meter). 29 Schotte teilen 28 Kästen ab. Die Wände der Hohlkörper sind wie im Flugzeugbau durch schmale Blechstege gegen Beulen versteift. Bedingt durch diesen Leichtbau schwingt die Brücke stark.“
(de.wikipedia.org)

Brücke oder Seilbahn? – Brücke und Seilbahn!
Der rechtsrheinische Pylon (Tragepfeiler) der am 26. April 1957 zur Eröffnung der Bundesgartenschau in Betrieb genommenen Kölner Rheinseilbahn stand dem Bau der Zoobrücke zunächst im Weg. Der Seilbahn-Betrieb wurde daher 1963 eingestellt und diese kurzerhand abgebaut. Öffentliche Proteste, aber auch der Wunsch, die inzwischen das Stadtbild prägende Seilbahn zu erhalten, führten dann jedoch zu neuen Planungen: Der besagte Pylon wurde nach Süden verschoben und die Seilbahn über einem neuen Pylon weiter in das Gelände des Deutzer Rheinparks hinein geführt. Die am 22. August 1966 eröffnete „neue“ Rheinseilbahn führt seither diagonal über die Zoobrücke.

Die Kölner Zoobrücke ist wertgebendes Merkmal des Kulturlandschaftsbereichs „Zoobrücke“ (Regionalplan Köln 341).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2014)

Internet
www.stadt-koeln.de: Die Geschichte der Kölner Rheinbrücken (abgerufen 24.03.2014)
de.wikipedia.org: Zoobrücke (abgerufen 25.03.2014)

Literatur

Diedrich, Wolfgang (Red.) / Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (1996)
Brücken über den Rhein (2. überarbeitete Auflage). (Diesmal 1993, Sondernummer 1.) Pulheim-Brauweiler.
Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (1991)
Rheinbrücken. In: Im Blickpunkt 2/18, Köln.

Zoobrücke Köln

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1962 bis 1966
Koordinate WGS84
50° 57′ 15,09″ N, 6° 58′ 33,21″ O / 50.95419°, 6.97589°
Koordinate UTM
32U 357835.48 5646681.47
Koordinate Gauss/Krüger
2568615.64 5647004.25

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„Zoobrücke Köln”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-89013-20140324-6 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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