Friedhof Melaten

Melatenfriedhof, Zentralfriedhof Köln

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Ein Weg auf dem Friedhof Melaten in Köln (2016).

    Ein Weg auf dem Friedhof Melaten in Köln (2016).

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  • Westliches Eingangsportal zum Kölner Melaten-Friedhof an der Aachener Straße (2016)

    Westliches Eingangsportal zum Kölner Melaten-Friedhof an der Aachener Straße (2016)

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  • Bildstock am Friedhof Melaten in Köln (2004).

    Bildstock am Friedhof Melaten in Köln (2004).

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    Heusch-Altenstein
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Der Kölner Friedhof Melaten wurde 1810 westlich vor der Stadt auf dem Gelände eines früheren Leprosenhauses und einer Hinrichtungsstätte eröffnet. Die Voraussetzung für seine Anlegung bildete ein Erlass Napoleons aus dem Jahre 1805, nach dem aus gesundheitlich-hygienischen Gründen die mittelalterlichen Pfarrfriedhöfe im dicht bebauten Altstadtbereich aufgegeben werden mussten. Der Name der als Ersatz entstandenen Friedhofsanlage geht auf das Leprosenhaus zurück und leitet sich von dem französischen Wort malade (krank) ab.

Das Leprosenhaus hatte eine für derartige Einrichtungen typische Lage außerhalb der Stadt zur Vermeidung der Ansteckungsgefahr, aber doch an einer Verkehrsstraße, damit die Leprosen von den Vorbeireisenden Almosen zu ihrem Unterhalt erlangen konnten. Nachdem eine Untersuchung zu Beginn des 18. Jahrhunderts ergab, dass die Lepra im Kölner Raum nahezu erloschen war, wurde es geschlossen. Von der Einrichtung hat sich an der Nordseite der Aachener Straße die Hospitalkapelle erhalten, ein schlichter, einschiffiger Saal des 14. Jahrhunderts. Um diesen Sakralbau wurde ein rechteckiges Gelände abgesteckt und mit einer regelmäßigen orthogonalen Wegeführung überzogen. Zwei Hauptwege kreuzen sich im rechten Winkel zueinander, die übrigen Friedhofswege verlaufen Parallel zu diesen beiden Achsen in Ost-West- und in Nord-Süd-Richtung.

Der Stadtgärtner Maximilian Friedrich Weyhe (1775–1846) entwarf 1826 einen Bepflanzungsplan. Eine Erweiterung, die das orthogonale System fortführte, wurde 1884 bis 1885 durch den Stadtgärtner und Gartendirektor Anton Strauß (1823-1888) vorgenommen.

(Christoph Kühn, im Auftrag des LVR-Fachbereichs Umwelt, 2012)

Internet
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Lepra und Leprosorien in den Rheinlanden (abgerufen 29.02.2016)

Literatur

Arens, Detlev (2016)
Das ist Köln - Dom, Altstadt, Untergrund. S. 136-148, Rheinbach.
Bund Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) (Hrsg.) (2007)
Historische Friedhöfe in Deutschland. S. 130-131, Bonn.
Landschaftsverband Rheinland; Deutsche St. Jakobus-Gesellschaft (Hrsg.) (2014)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger im Rheinland, Band 1: In 8 Etappen von Wuppertal über Köln nach Aachen/Belgien (5. Auflage). Köln.

Friedhof Melaten

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Aachener Straße
Ort
50931 Köln - Lindenthal
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1810 bis 1885
Koordinate WGS84
50° 56′ 23,26″ N, 6° 55′ 1,01″ O / 50.93979°, 6.91695°
Koordinate UTM
32U 353650.57 5645195.81
Koordinate Gauss/Krüger
2564493.8 5645349.33

Empfohlene Zitierweise

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„Friedhof Melaten”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-56114-20121026-3 (Abgerufen: 14. November 2018)
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