Jüdischer Friedhof Ehrenfeld

Judenfriedhof in der früheren Widdersdorfer Straße

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Ehrenfeld zur 1958 erfolgten Umbettung von 225 Gräbern vom ehemaligen jüdischer Friedhof vor dem Weiertor in Zülpich nach Ehrenfeld (2014)

    Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Ehrenfeld zur 1958 erfolgten Umbettung von 225 Gräbern vom ehemaligen jüdischer Friedhof vor dem Weiertor in Zülpich nach Ehrenfeld (2014)

    Copyright-Hinweis:
    Synagogengemeinde Köln / Lemberg, Daniel
    Fotograf/Urheber:
    Daniel Lemberg
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  • Gräberreihe auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Ehrenfeld (2014)

    Gräberreihe auf dem jüdischen Friedhof in Köln-Ehrenfeld (2014)

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Die jüdische Gemeinde Ehrenfeld seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Um 1860 bildete sich eine eigenständige Gemeinde in dem expandierenden Kölner Vorort Ehrenfeld. Von 1898 bis 1913 war sie selbständig, dann wurde sie Teil der Kölner Synagogengemeinde.
Gemeindegröße um 1815: –, um 1880: 100 (1871), 1932: 1167 (1933) zu Köln, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Seit den 1880er Jahren bestand ein Betraum, 1927 konnte ein Synagogenneubau eingeweiht werden. 1938 wurde das Gebäude komplett zerstört (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007).

Nachmittelalterliche jüdische Friedhöfe in Köln und Deutz
1936 verschwanden auf Druck der Stadt Köln die letzten Überreste des mittelalterlichen Friedhofs, der bis Ende des 17. Jahrhunderts von den Deutzer Juden benutzt worden war.
Ende des 17. Jahrhunderts konnte ein jüdischer Friedhof Deutz eingerichtet werden. Im Jahr 1899 wurde der jüdische Friedhof in Ehrenfeld eingerichtet, wo seinerzeit eine eigenständige Gemeinde lebte. 1918 wurde dann der neue, bis heute genutzte jüdische Friedhof in Bocklemünd eröffnet. Ein weiterer Friedhof wird unterhalten von der Austrittsgemeinde Adass Jeschurun in Lindenthal-Deckstein (1910 angelegt), ferner gibt noch Bestattungsplätze der in Köln-Riehl ansässigen 1996/1997 gegründeten Jüdischen Liberalen Gemeinde Gescher LaMassoret.

Jüdischer Friedhof Ehrenfeld
1899 wurde ein Friedhof in der damaligen Widdersdorfer Strasse in Ehrenfeld eingerichtet. Dieser wurde seit 1899 belegt und existiert noch an der nord-westlichen Seite des Melaten-Friedhofs.
Seit 1958 befinden sich dort auch Grabstätten und 45 Grabsteine des aufgrund des Braunkohlenabbaus aufgehobenen Zülpicher Friedhofs am Weiertor.

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Internet
www.uni-heidelberg.de: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, Köln-Ehrenfeld (abgerufen 15.06.2011)

Literatur

Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 260-261 u. 289-290, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 37, Bonn.

Jüdischer Friedhof Ehrenfeld

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Melatengürtel
Ort
50823 Köln - Ehrenfeld
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1899
Koordinate WGS84
50° 56′ 33,57″ N, 6° 54′ 49,55″ O / 50.94266°, 6.91377°
Koordinate UTM
32U 353436.02 5645520.8
Koordinate Gauss/Krüger
2564266.17 5645665.39

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„Jüdischer Friedhof Ehrenfeld”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12257-20110615-13 (Abgerufen: 20. September 2017)
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