Spuren aus der Zeit des Kalten Krieges (1945 bis um 1989/90)

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
  • Blick in die frühere Kommandozentrale des Regierungsbunkers im Ahrtal („Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes“), heute ein Teil der Ausstellung der Dokumentationsstätte (2008).

    Blick in die frühere Kommandozentrale des Regierungsbunkers im Ahrtal („Ausweichsitz der Verfassungsorgane des Bundes“), heute ein Teil der Ausstellung der Dokumentationsstätte (2008).

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  • Einfahrt zum Rastplatz "Goldene Meile" südlich des Meckenheimer Kreuzes auf der Bundesautobahn A 61 (2015), seit 1973 ein Bereich des früheren Autobahn-Notlandeplatzes (Behelfsflugplatz).

    Einfahrt zum Rastplatz "Goldene Meile" südlich des Meckenheimer Kreuzes auf der Bundesautobahn A 61 (2015), seit 1973 ein Bereich des früheren Autobahn-Notlandeplatzes (Behelfsflugplatz).

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    Franz-Josef Knöchel
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  • Aufzugs- und Förderschacht ("missile elevator") für eine US-amerikanische Langstrecken-Flugabwehrrakete des Typs "Nike" (2004)

    Aufzugs- und Förderschacht ("missile elevator") für eine US-amerikanische Langstrecken-Flugabwehrrakete des Typs "Nike" (2004)

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  • Luftaufnahme der Radarkuppel "Radom" (englisch "Radar Dome") bei Wachtberg (2009)

    Luftaufnahme der Radarkuppel "Radom" (englisch "Radar Dome") bei Wachtberg (2009)

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Der Kalte Krieg (1945 bis um 1989)
Die Zeit des so genannten „Kalten Krieges“ schloss sich fast unmittelbar an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und die Besatzungszeit in Deutschland an. Stetig schwelende Konflikte zwischen den Großmächten USA und UdSSR – bzw. den sich mit immer mehr und immer stärkeren Atomwaffen rüstenden militärischen Bündnissen NATO und Warschauer Pakt – bargen stets auch die latente Gefahr eines mit Atomwaffen geführten Krieges.
Als bedrohliche Krisen des Ost-West-Konflikts sind hier vor allem die Berlin-Blockade 1948/49, der Koreakrieg 1950-53, der Mauerbau 1961 und die Kubakrise von 1962 zu nennen.

Der „heiße“ Kalte Krieg beruhigte sich seit Anfang der 1970er Jahre allmählich durch eine gegenseitige Annäherungen der beiden Blöcke („politisches Tauwetter“). Seit dem Ende der 1970er und vor allem in den 1980er Jahren wurden schließlich umfangreiche Abrüstungsabkommen über Kernwaffen geschlossen (darunter SALT Strategic Arms Limitation Talks, START – Strategic Arms Reduction Treaty und INF – Intermediate Range Nuclear Forces).
Der Kalte Krieg endete letztlich mit den politischen Umwälzungen seit 1989 – und damit auch das mit ihm verbundene Schreckensszenario eines Atomkriegs.

Vorsorge für einen möglichen Atomkrieg
Vor dem Hintergrund des nuklearen Wettrüstens der Militärbündnisse wurden Notfallpläne für den Fall eines atomaren Kriegs vorbereitet und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung getroffen.
Die Bonner Bundesregierung wie auch die Regierungen der Bundesländer errichteten unter höchster Geheimhaltung atombombensichere Bunker, die im Kriegsfall als Ausweichsitze dienen sollten. Der im Ahrtal angelegte Bunker der Bundesregierung war die wohl größte Anlage dieser Art: Eine unterirdische Stadt mit einem Labyrinth von 17 Kilometer langen Gängen für mehrere Tausend Bewohner.

In der heutigen Kulturlandschaft finden sich neben auf Angriff gerichteten „offensiven“ Relikten wie Militärdepots, Raketenstellungen usw. auch zahlreiche „defensive“ Objekte dieser Zeit wie z.B. Bunkeranlagen.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2015/2016)

Literatur

Pötzl, Norbert F. / Traub, Rainer (2010)
Der Kalte Krieg. Wie die Welt den Wahnsinn des Wettrüstens überlebte. München.

Spuren aus der Zeit des Kalten Krieges (1945 bis um 1989/90)

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„Spuren aus der Zeit des Kalten Krieges (1945 bis um 1989/90)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-239925 (Abgerufen: 25. Februar 2018)
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