Spuren aus der Zeit des Kalten Krieges (1945 bis um 1989/90)

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
  • Regierungsbunker im Ahrtal: Blick in die frühere Kommandozentrale, heute ein Teil der Ausstellung der Dokumentationsstätte (2008).

    Regierungsbunker im Ahrtal: Blick in die frühere Kommandozentrale, heute ein Teil der Ausstellung der Dokumentationsstätte (2008).

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  • Blick auf die Radarkuppel "Radom" (englisch "Radar Dome") des Fraunhofer-Instituts bei Wachtberg-Berkum (2020).

    Blick auf die Radarkuppel "Radom" (englisch "Radar Dome") des Fraunhofer-Instituts bei Wachtberg-Berkum (2020).

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  • Karte zu den militärischen Bündnissen in Europa während des Kalten Krieges: In Blau die NATO-Staaten, in Rot die Länder des Warschauer Paktes.

    Karte zu den militärischen Bündnissen in Europa während des Kalten Krieges: In Blau die NATO-Staaten, in Rot die Länder des Warschauer Paktes.

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Der Kalte Krieg (1945 bis um 1989)
Die Zeit des so genannten „Kalten Krieges“ schloss sich fast unmittelbar an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs und die Besatzungszeit in Deutschland an. Stetig schwelende Konflikte zwischen den Großmächten USA und UdSSR – bzw. den sich mit immer mehr und immer stärkeren Atomwaffen rüstenden militärischen Bündnissen NATO und Warschauer Pakt – bargen stets auch die latente Gefahr eines mit Atomwaffen geführten Krieges.
Als bedrohliche Krisen des Ost-West-Konflikts sind hier vor allem die Berlin-Blockade 1948/49, der Koreakrieg 1950-53, der Mauerbau in Berlin 1961 und die Kubakrise von 1962 zu nennen.

Der „heiße“ Kalte Krieg beruhigte sich seit Anfang der 1970er Jahre allmählich durch eine gegenseitige Annäherungen der beiden Blöcke („politisches Tauwetter“). Seit dem Ende der 1970er und vor allem in den 1980er Jahren wurden schließlich umfangreiche Abrüstungsabkommen über Kernwaffen geschlossen, darunter die Reihe von Gesprächen und Verträgen zur nuklearen Rüstungsbegrenzung SALT Strategic Arms Limitation Talks, die u.a. im 1972 geschlossenen ABM-Vertrag Anti-Ballistic Missile Treaty mündeten, START Strategic Arms Reduction Treaty (START I von 1991/1994, 2009 ausgelaufen / START II von 1993) sowie der INF-Vertrag Intermediate Range Nuclear Forces von 1987/1988.
Der Kalte Krieg endete letztlich mit den politischen Umwälzungen seit 1989 – und damit auch das mit ihm verbundene Schreckensszenario eines Atomkriegs.

Vorsorge für einen möglichen Atomkrieg
Vor dem Hintergrund des nuklearen Wettrüstens der Militärbündnisse wurden Notfallpläne für den Fall eines atomaren Kriegs vorbereitet und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Bevölkerung getroffen.
Die Bonner Bundesregierung wie auch die Regierungen der Bundesländer errichteten unter höchster Geheimhaltung atombombensichere Bunker, die im Kriegsfall als Ausweichsitze dienen sollten. Der im Ahrtal angelegte Bunker der Bundesregierung war die wohl größte Anlage dieser Art: Eine unterirdische Stadt mit einem Labyrinth von 17 Kilometer langen Gängen für mehrere Tausend Bewohner.

In der heutigen Kulturlandschaft finden sich neben auf Angriff gerichteten „offensiven“ Relikten wie Militärdepots, Raketenstellungen usw. auch zahlreiche „defensive“ Objekte dieser Zeit wie z.B. Bunkeranlagen.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2015/2020)

Internet
frank-moeller.eu: „Erinnerungskultur und Gegenwartsdeutung“. Fünf Beispiele für bauliche Spuren des Kalten Krieges im Rheinland (abgerufen 14.08.2020)

Literatur

Pötzl, Norbert F.; Traub, Rainer (2010)
Der Kalte Krieg. Wie die Welt den Wahnsinn des Wettrüstens überlebte. München.

Spuren aus der Zeit des Kalten Krieges (1945 bis um 1989/90)

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„Spuren aus der Zeit des Kalten Krieges (1945 bis um 1989/90)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-239925 (Abgerufen: 22. Oktober 2020)
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