Universitätsstadt Trier

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Aach (Rheinland-Pfalz), Franzenheim, Gusterath, Hockweiler, Igel, Kasel, Kenn, Konz, Kordel, Korlingen, Longuich, Mertesdorf, Morscheid, Newel, Schweich, Trier, Trierweiler, Waldrach, Wasserliesch, Zemmer
Kreis(e): Trier, Trier-Saarburg
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Auf dem Kopf stehend vermauerte Spolie eines römischen Grabsteins als Türsturz am Trierer Wohnturm Frankenturm (2017).

    Auf dem Kopf stehend vermauerte Spolie eines römischen Grabsteins als Türsturz am Trierer Wohnturm Frankenturm (2017).

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  • Die Doppelkirche des Chorherrenstifts St. Simeon in der Trierer Porta Nigra auf einem Stich von Caspar Merian (1627-1686) aus dem Jahr 1670.

    Die Doppelkirche des Chorherrenstifts St. Simeon in der Trierer Porta Nigra auf einem Stich von Caspar Merian (1627-1686) aus dem Jahr 1670.

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  • Historisches Foto des 1818 in Trier geborenen Philosophen und Theoretikers des Sozialismus und Kommunismus Karl Marx (vor 1875).

    Historisches Foto des 1818 in Trier geborenen Philosophen und Theoretikers des Sozialismus und Kommunismus Karl Marx (vor 1875).

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  • Das prächtig gestaltete obere Giebelfeld des Dreikönigenhauses in der Trierer Simeonstraße (2014).

    Das prächtig gestaltete obere Giebelfeld des Dreikönigenhauses in der Trierer Simeonstraße (2014).

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Bedeutung
Die vollständig vom Landkreis Trier-Saarburg umschlossene kreisfreie Stadt Trier liegt inmitten einer Weite des mittleren Moseltals. Trier ist mit knapp 115.000 Einwohnern (2015) die drittgrößte Stadt von Rheinland-Pfalz nach Mainz und Ludwigshafen.
Die Universitäts- und Hochschulstadt Trier ist Sitz der Verwaltungen des Landkreises Trier-Saarburg und der Verbandsgemeinde Trier-Land; ferner befinden sich in der Stadt verschiedene Dienststellen und Ämter des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.

Die römischen Baudenkmäler der Stadt zählen seit 1986 zum UNESCO-Welterbe. Neben diesen Sehenswürdigkeiten gibt es noch zahlreiche weitere bedeutende Kulturdenkmäler aus anderen Epochen.

Geschichte
Eine erste größere Siedlung im Moseltal geht auf den in der Region siedelnden keltischen Stamm der Treverer zurück. Gleiches gilt für den heutigen Stadtnamen Trier (französisch Trèves, luxemburgisch Tréier).
Eine ununterbrochene städtische Tradition der „ältesten Stadt Deutschlands“ wird auf die um das Jahr 17/16 v. Chr. erfolgte Gründung der römischen Stadt Augusta Treverorum (Stadt des Augustus im Land der Treverer) zurückgeführt.
Nach einer ersten Glanzzeit unter den Römern wurde Trier 275 n. Chr. durch einen Alamanneneinfall weitgehend zerstört. Dennoch stieg die nun Treveris genannte Stadt in der Spätantike zu einer Kaiserresidenz des weströmischen Reiches auf (293-392 n. Chr.).

Seit der Römerzeit steht Trier als Bischofssitz dem ältesten römisch-katholischen Bistum nördlich der Alpen vor. Das zeitweise auch „heilige Stadt“ genannte Trier ist zugleich bedeutender Wallfahrtsort (u.a. mit der angeblichen Tunika Christi, dem „Heiligen Rock“). Heute ist die Stadt auch Sitz des evangelischen Kirchenkreises Trier.

Neben zahlreichen einflußreichen Erzbischöfen und Kurfürsten des Mittelalters, die in Trier gewirkt haben – darunter z.B. Poppo von Babenberg (986-1047) oder Balduin von Luxemburg (um 1285-1354) – gilt der in Trier geborene deutsche Philosoph, Gesellschaftstheoretiker und Protagonist der Arbeiterbewegung Karl Marx (1818-1883) als bedeutendster – wenn auch nicht immer entsprechend geschätzter – Sohn der Stadt.

Zwischen 1945 und 1999 waren französische Streitkräfte in Trier stationiert; zusammen mit den Familien waren dies zeitweise über 30.000 weitere Einwohner.
Seit 1946 gehört Trier zum Land Rheinland-Pfalz. Heute gliedert sich das Stadtgebiet in 19 Ortsbezirke mit jeweils zugehörigen Stadteilen und amtlichen Gemeindeteilen.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2014/2017)

Internet:
www.trier.de (abgerufen 25.05.2014)
www.trier.de: Geschichte der Stadt (abgerufen 16.08.2017)
zentrum-der-antike.de: Trier - Zentrum der Antike (abgerufen 25.08.2017)
www.unesco.de: Welterbe Deutschland (abgerufen 16.08.2017)
de.wikipedia.org: Trier (abgerufen 16.08.2017)

Literatur

Anton, Hans Hubert / Haverkamp, Alfred (1996)
Trier im Mittelalter. (2000 Jahre Trier, Band 2.) Trier.
Burgen, Schlösser, Altertümer Rheinland-Pfalz / Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz / Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2003)
Römerbauten in Trier, Porta Nigra, Amphitheater, Barbarathermen, Thermen am Viehmarkt, Kaiserthermen. (Führungsheft 20.) Koblenz / Mainz.
Clemens, Lukas (1998)
Trier um 1120. Prolegomena zum Versuch einer Stadtrekonstruktion (mit Plakatbeilage „Trier um 1120“). In: Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier, hrsg. vom Rheinischen Landesmuseum Trier, Band 30, S. 91-108. Trier.
Clemens, Lukas / Clemens, Gabriele (2007)
Geschichte der Stadt Trier. München.
Dahm, Lambert (1991)
Trier, Stadt und Leben in römischer Zeit. Trier.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2016)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Denkmalverzeichnis Kreisfreie Stadt Trier (3. August 2016). Koblenz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, Trier, abgerufen am 08.05.2017
Heinen, Heinz (1985)
Trier und das Trevererland in römischer Zeit. (2000 Jahre Trier, Band 1.) Trier.
Kuhnen, Hans-Peter (2001)
Das römische Trier. Lizenzausgabe für die Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Stuttgart.

Universitätsstadt Trier

Schlagwörter
Ort
54290 Trier
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn vor -16
Koordinate WGS84
49° 45′ 51,1″ N, 6° 39′ 41,15″ O / 49.76419°, 6.66143°
Koordinate UTM
32U 331590.89 5515037.56
Koordinate Gauss/Krüger
2547697.43 5514390.92

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„Universitätsstadt Trier”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-95473-20140627-2 (Abgerufen: 15. Dezember 2017)
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