Hohenzollernbrücke Köln

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die Hohenzollernbrücke in Köln von der linken Rheinseite aus (2012).

    Die Hohenzollernbrücke in Köln von der linken Rheinseite aus (2012).

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  • Historische Aufnahme der Kölner Hohenzollernbrücke in Blickrichtung Deutz (vor dem Zweiten Weltkrieg, wohl 1930er Jahre).

    Historische Aufnahme der Kölner Hohenzollernbrücke in Blickrichtung Deutz (vor dem Zweiten Weltkrieg, wohl 1930er Jahre).

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  • Aufsatz "Ein Vorhängeschloss für die ewige Liebe" (PDF-Datei, 450 kB, 2008).

    Aufsatz "Ein Vorhängeschloss für die ewige Liebe" (PDF-Datei, 450 kB, 2008).

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  • Hohenzollernbrücke, Blick von der Aussichtsplattform des Triangle-Hochhauses (2011)

    Hohenzollernbrücke, Blick von der Aussichtsplattform des Triangle-Hochhauses (2011)

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  • Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln (2012)

    Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln (2012)

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  • Hohenzollernbrücke, Blick in Richtung Altstadt Köln (2011)

    Hohenzollernbrücke, Blick in Richtung Altstadt Köln (2011)

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  • Hohenzollernbrücke, Blick in Richtung Altstadt Köln (2011)

    Hohenzollernbrücke, Blick in Richtung Altstadt Köln (2011)

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  • Der Kölner Dom, die Hohenzollernbrücke und das Hochhaus Kölntriangle, Blick aus dem LVR-Hochhaus (2011).

    Der Kölner Dom, die Hohenzollernbrücke und das Hochhaus Kölntriangle, Blick aus dem LVR-Hochhaus (2011).

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  • So genannte "Liebesschlösser" an der Kölner Hohenzollernbrücke (2011).

    So genannte "Liebesschlösser" an der Kölner Hohenzollernbrücke (2011).

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  • Blick aus dem LVR-Hochhaus auf den Dom, den Fernmeldeturm "Colonius", die Hohenzollernbrücke und das Hyatt-Hotel (2011)

    Blick aus dem LVR-Hochhaus auf den Dom, den Fernmeldeturm "Colonius", die Hohenzollernbrücke und das Hyatt-Hotel (2011)

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  • An der Hohenzollernbrücke angebrachte Liebesschlösser, Blick von Deutz nach Köln (2011)

    An der Hohenzollernbrücke angebrachte Liebesschlösser, Blick von Deutz nach Köln (2011)

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  • Hohenzollernbrücke mit angebrachten Liebesschlössern, Blick von Deutz nach Köln, im Hintergrund das Hochhaus Kölntriangle (2011).

    Hohenzollernbrücke mit angebrachten Liebesschlössern, Blick von Deutz nach Köln, im Hintergrund das Hochhaus Kölntriangle (2011).

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  • Ehemalige südliche Gleise auf der Deutzer Seite der Hohenzollernbrücke (2012)

    Ehemalige südliche Gleise auf der Deutzer Seite der Hohenzollernbrücke (2012)

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  • Blick von der Kölner Hohenzollernbrücke in Richtung Deutzer Messegelände mit dem alten Messseturm (2012).

    Blick von der Kölner Hohenzollernbrücke in Richtung Deutzer Messegelände mit dem alten Messseturm (2012).

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  • Die Hohenzollernbrücke in Köln von der linken Rheinseite aus (2012).

    Die Hohenzollernbrücke in Köln von der linken Rheinseite aus (2012).

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  • Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln (2012)

    Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln (2012)

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  • Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln (2012)

    Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln (2012)

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  • Blick vom Dach des Kölner Doms aus über die Hohenzollernbrücke in Richtung Köln-Deutz (2014).

    Blick vom Dach des Kölner Doms aus über die Hohenzollernbrücke in Richtung Köln-Deutz (2014).

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  • Ein im Pflaster erhaltenes Gleis der früheren Straßenbahn, die vor dem Zweiten Weltkrieg über die Kölner Hohenzollernbrücke fuhr, vor dem "Ma'alot" (Stufenturm), "Kölns bekanntestem unbekannten Kunstwerk" von Dani Karavan am südwestlichen Brückenzugang am Heinrich-Böll-Platz (2015).

    Ein im Pflaster erhaltenes Gleis der früheren Straßenbahn, die vor dem Zweiten Weltkrieg über die Kölner Hohenzollernbrücke fuhr, vor dem "Ma'alot" (Stufenturm), "Kölns bekanntestem unbekannten Kunstwerk" von Dani Karavan am südwestlichen Brückenzugang am Heinrich-Böll-Platz (2015).

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  • Ein im Pflaster erhaltenes Gleis der früheren Straßenbahn, die vor dem Zweiten Weltkrieg über die Kölner Hohenzollernbrücke fuhr, vor dem "Ma'alot" (Stufenturm), "Kölns bekanntestem unbekannten Kunstwerk" von Dani Karavan am südwestlichen Brückenzugang am Heinrich-Böll-Platz (2015).

    Ein im Pflaster erhaltenes Gleis der früheren Straßenbahn, die vor dem Zweiten Weltkrieg über die Kölner Hohenzollernbrücke fuhr, vor dem "Ma'alot" (Stufenturm), "Kölns bekanntestem unbekannten Kunstwerk" von Dani Karavan am südwestlichen Brückenzugang am Heinrich-Böll-Platz (2015).

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  • Rückansicht des Standbilds von Kaiser Friedrich III. vom dem Bildhauer Louis Tuaillon (1862-1919) im Nordwesten der Hohenzollernbrücke, dahinter der Kölner Dom (2015).

    Rückansicht des Standbilds von Kaiser Friedrich III. vom dem Bildhauer Louis Tuaillon (1862-1919) im Nordwesten der Hohenzollernbrücke, dahinter der Kölner Dom (2015).

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  • Ansicht des Standbilds von Kaiser Friedrich III. vom dem Bildhauer Louis Tuaillon (1862-1919) im Nordwesten der Hohenzollernbrücke (2015).

    Ansicht des Standbilds von Kaiser Friedrich III. vom dem Bildhauer Louis Tuaillon (1862-1919) im Nordwesten der Hohenzollernbrücke (2015).

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  • Im Kopfsteinpflaster erhaltene Gleise der früheren Straßenbahn, die vor dem Zweiten Weltkrieg über die Kölner Hohenzollernbrücke fuhr, am südöstlichen Brückenzugang in Deutz (2015).

    Im Kopfsteinpflaster erhaltene Gleise der früheren Straßenbahn, die vor dem Zweiten Weltkrieg über die Kölner Hohenzollernbrücke fuhr, am südöstlichen Brückenzugang in Deutz (2015).

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  • An der südöstlichen Auffahrt zur Hohenzollernbrücke in das Pflaster eingelassene metallene Gedenkinschrift, die an die Deportation von Roma und Sinti über die Gleise von "Deutz-Tief" am Bahnhof Köln Messe/Deutz im Mai 1940 erinnert (2015).

    An der südöstlichen Auffahrt zur Hohenzollernbrücke in das Pflaster eingelassene metallene Gedenkinschrift, die an die Deportation von Roma und Sinti über die Gleise von "Deutz-Tief" am Bahnhof Köln Messe/Deutz im Mai 1940 erinnert (2015).

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  • Blick vom Köln-Deutzer Rheinboulevard auf den Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke (2016). Am mittleren Bogen der Brücke haben Aktivisten ein Transparent mit der Aufschrift "Refugees welcome" ("Flüchtlinge willkommen") aufgehangen.

    Blick vom Köln-Deutzer Rheinboulevard auf den Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke (2016). Am mittleren Bogen der Brücke haben Aktivisten ein Transparent mit der Aufschrift "Refugees welcome" ("Flüchtlinge willkommen") aufgehangen.

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  • Der Kölner Dom hinter der Hohenzollernbrücke, Blick vom Stadtteil Köln-Deutz aus über den Rhein (2007).

    Der Kölner Dom hinter der Hohenzollernbrücke, Blick vom Stadtteil Köln-Deutz aus über den Rhein (2007).

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  • Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln (2012)

    Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln (2012)

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  • Teil der Hohenzollernbrücke in Köln mit S-Bahn (2012)

    Teil der Hohenzollernbrücke in Köln mit S-Bahn (2012)

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  • Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln (2012)

    Liebesschlösser an der Hohenzollernbrücke in Köln (2012)

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  • Hohenzollernbrücke, Blick in Richtung Deutz (2011)

    Hohenzollernbrücke, Blick in Richtung Deutz (2011)

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Die 1907 bis 1911 errichtete Hohenzollernbrücke verbindet die Stadt Köln mit ihrem rechtsrheinischen Stadtteil Deutz. Ursprünglich als Eisenbahn- und Straßenbrücke erbaut, ist sie seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg eine Eisenbahnbrücke, an deren Außenseiten Geh- und Radwege angesetzt sind. Geschmückt wird sie von zehntausenden „Liebesschlössern“.

Vorgängerbauten
Die Vorkriegs-Hohenzollernbrücke
Die Reiterstandbilder
Die heutige Hohenzollernbrücke
Die „Liebesschlösser“ an der Hohenzollernbrücke

Vorgängerbauten
Die in Konstantinischer Zeit um 310 n. Chr. entstandene römische Jochbrücke, die so genannte „Konstantinbrücke“, war die erste Verbindung zwischen linksrheinischer Stadt und dem rechtsrheinischen Brückenkopfkastell Divitia (Castrum Divitia, später Divitia civitas), dem heutigen Deutz. Sie nahm die Richtung des Decumanus auf und führte auf das Westtors das Kastells Divitia. Über 19 Pfahlroste aus mehreren hundert Eichenpfählen sind mit spitzen eisernen Schuhen in den Rheinkies gebohrt worden. Sandsteine und Kalksteine, vielfach Spolien großer Grabdenkmäler von den Friedhöfen der Stadt, wurden als Baumaterialien für die Pfeiler verklammert. Die verlorene Oberkonstruktion ist als hölzernes Sprengwerk zu denken. Sie wurde wegen fehlender Unterhaltung vermutlich Ende des 4. bis Anfang des 5. Jahrhunderts unbrauchbar.
Vom Mittelalter bis in die preußische Zeit hinein dienten eine pendelnde Gierseilfähre (Gierponte, auch „Fliegende Brücke“), kleinere Fähren und später eine Pontonbrücke dazu, den Rhein zwischen Köln und Deutz zu queren.
Nach der römischen Brücke war dann die zwischen 1855 und 1859 erbaute Dombrücke (so genannte „Feste Brücke“) die erste feste Rheinquerung zwischen Basel und den Niederlanden. Diese war als Eisenbahn- und Straßenbrücke konstruiert und entstand gleichzeitig mit der neuen Gleistrasse durch die Altstadt und dem „Centralbahnhof“, dem Vorgängerbau des heutigen Kölner Hauptbahnhofs. Ende des 19. Jahrhunderts war die Dombrücke aber bereits dem stetig anwachsenden Verkehr kaum noch gewachsen – nach dem Neubau des Hauptbahnhofs (1894) wurde dann auch sie durch die modernere und größere Hohenzollernbrücke ersetzt.
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Die Vorkriegs-Hohenzollernbrücke
Die zwischen 1907 und 1911 errichtete Kölner Hohenzollernbrücke ist ihrer Konstruktion nach eine Eisenfachwerk-Bogenbrücke (Zweigelenkfachwerkbogen mit Zugband) mit drei nebeneinander liegenden Brückenteilen (Stabbogenbrücke / Langerscher Balken). Die Pfeiler der Brücke sind aus Stahlbeton, die Bögen aus Stahl gebaut. Zunächst diente sie für die Aufnahme von vier Eisenbahngleisen und einer Straße mit Straßenbahnstrecke und war mittig auf die Mittelachse des Kölner Domes ausgerichtet.
Obgleich sie eine der bedeutendsten Eisenbahnbrücken im Deutschen Reich war, wurde die Hohenzollernbrücke im Zweiten Weltkrieg nicht wesentlich beschädigt. Erst während des Vorrückens amerikanischer Truppen in die Kölner Innenstadt wurden die Brückenpfeiler am 6. März 1945 durch Wehrmachtspioniere gesprengt, die uferseitigen Bögen wurden dabei allerdings nur gering beschädigt.
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Die Reiterstandbilder
Die Zufahrtsrampen beiderseits des Rheins wurden durch vier Reiterstandbilder preußischer Könige und deutscher Kaiser der Hohenzollern-Familie flankiert, die als Demonstration der preußischen Herrschaft in der damaligen Rheinprovinz dienten und der Berliner Bildhauerschule zuzurechnen sind: auf der Deutzer Seite im Norden König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (Bildhauer: Gustav Blaeser, 1813-1874) und im Süden Kaiser Wilhelm I. (Bildhauer: Friedrich Drake, 1805-1882) sowie auf der Kölner Seite Kaiser Friedrich III. im Norden und – dieser bereits zu Lebzeiten – Kaiser Wilhelm II. im Süden (Bildhauer beider Standbilder: Louis Tuaillon, 1862-1919).
Die Reiterstandbilder hatten nicht immer die heutige Position:
„Auf der ursprünglichen Brücke ritt Friedrich Wilhelm IV. am gegenüberliegenden Ufer auf den Dom zu, dessen Fertigstellung er gefordert hatte. Erst als mit dem Neubau der Brücke in den Jahren 1910/11 die Reiterstandbilder (…) hinzukamen, wurde der “Romantiker auf dem Königsthron„ nach Deutz – auf die “Schäl Sick„ – verbannt. Der regierende Herrscher Wilhelm II. hatte sich damit die publikumswirksamste Position auf der Brücke gesichert und musste sich auch Pressestimmen gefallen lassen, die vom Denkmal, “das sich der Kaiser selbst gesetzt hat„, sprachen.“ (Benner 2004, S. 7)

(Weitere Informationen zu den Reiterstandbildern siehe separater Objekteintrag.)
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Die heutige Hohenzollernbrücke
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke zunächst notdürftig nutzbar gemacht. In den Jahren 1946 bis 1948 erfolgte dann der Wiederaufbau, wobei anfangs nur zwei Gleise für die Eisenbahn und Gehwege eingerichtet wurden und der südliche Teil, die Straßenbrücke, entfiel – es verblieben einzig sechs der ursprünglichen neun Brückenüberbauten. Ein Teil der Hohenzollernbrücke wurde 1945 nach Duisburg transportiert und dort für die Neuerrichtung der letzten Ruhrbrücke – die die Ortsteile Kaßlerfeld und Ruhrort verbindende Karl-Lehr-Brücke – verwendet.
Die Portalbauten und Brückentürme der Vorkriegsbrücke wurden nicht instandgesetzt und um 1958 ganz abgetragen.
Erst nach 1956 wurde die Hohenzollernbrücke für zwei zusätzliche Fernbahngleise verbreitert. Am 15. März 1959 wurde mit der Inbetriebnahme des nunmehr dritten und vierten Gleises die Eisenbahnkapazität der Vorkriegszeit wieder erreicht.

Ab dem 8. März 1985 erfolgte eine 1989 abgeschlossene erneute Verbreiterung. Drei ergänzende Brückenüberbauten nehmen seitdem als nördlicher Brückenzug zwei zusätzliche S-Bahn-Gleise sowie einen 3,5 Meter breiten Fuß- und Radweg auf. Gleichzeitig wurden die Brückenköpfe stilgerecht verbreitert. Die Baukosten betrugen etwa 14 Millionen DM.
Zeitlich überschneidend mit der Erweiterung wurden zwischen 1988 und 1991 die älteren Brückenteile für insgesamt 50 Millionen DM saniert, wobei etwa 27.000 Teile ausgetauscht wurden und die gesamte Brücke einen neuen Anstrich erhielt.
Die Gesamtlänge der drei Brückenzüge beträgt jeweils 409,19 Meter, die Stützweiten der bogenförmigen Überbauten betragen 118,88 Meter (Kölner Seite im Westen), 167,75 Meter in der Mitte und 122,56 Meter auf der östlichen Deutzer Seite. Die Gesamtbreite der nebeneinander liegenden drei Brückenzüge beträgt etwa 29,5 Meter.

Seit den Ergänzungen von 1985/89 hat die Hohenzollernbrücke wieder in etwa die Größe ihrer ursprünglichen Konstruktion von 1907/11, wenngleich auch heute der südliche Brückenzug (und nicht mehr der mittlere) die Fortsetzung der Dom-Mittelachse bildet. Bei genauer Betrachtung sieht man ferner an dem ergänzten Brückenzug, dass dieser geschweißt und nicht (wie der mittige und der südliche Zug) genietet wurde. Am Brückenkopf auf der Deutzer Seite (in Richtung des Hochhauses KölnTriangle) finden sich noch auf etwa 50 Metern Länge Reste der Straßenbahn-Gleise in der Flucht des ehemaligen südlichen Brückenzuges.

Die Hohenzollernbrücke mit dem benachbarten Hauptbahnhof ist einer der wichtigsten Knotenpunkte im deutschen sowie im europäischen Eisenbahnnetz und gehört zu den am stärksten befahrenen Eisenbahnbrücken Europas. Trotz ihres Alters ist die Hohenzollernbrücke mit der modernsten Eisenbahntechnik ausgerüstet, so können täglich um die 1.500 Züge über die Brücke rollen. Etwa 135.000 Pendler fahren täglich über die Brücke (Arens 2016, S. 166), die zudem eine bedeutende Sehenswürdigkeit im Bereich der Kölner Altstadt, des Kölner Doms und von Köln-Deutz ist.
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Die „Liebesschlösser“ an der Hohenzollernbrücke
Seit etwa 2008 wurden über 40.000 so genannter „Liebesschlösser“ an den Geländern der Fußgängerwege der Hohenzollernbrücke angebracht (Stand: 2011).
„Die Schlösser werden von Paaren angebracht, die ein Zeichen für die – zumindest geplante – Dauerhaftigkeit ihrer Liebe anbringen. Das Vorhängeschloss wird mit den Namen oder den Initialen des Paares versehen, häufig auch mit einem Datum, und am Zaun befestigt. Dann wird der Schlüssel zum Schloss von der Brücke in den Rhein geworfen.“ (Hänel/Uhlig 2008, vgl. die PDF-Datei in der Mediengalerie)
Das Zusatzgewicht von mittlerweile etwa zwei Tonnen (2011) beeinflusst die Statik der ca. 24.000 Tonnen schweren Hohenzollernbrücke dabei nicht. Die Deutsche Bahn AG duldet daher diesen offenbar aus Italien stammenden, weltweit gepflegten Brauch:
„Allein ein Regionalexpress mit fünf Doppelstockwagen ohne Fahrgäste wiegt fast 350 Tonnen. Da fallen die Schlösser nicht ins Gewicht.“ (www.koeln.de)

Die Hohenzollernbrücke in Köln war KuLaDig-Objekt des Monats im April 2015.

(Franz-Josef Knöchel / Claus Weber, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011)

Kulturlandschaftsbereich
Die Hohenzollernbrücke Köln ist wertgebendes Merkmal des Kulturlandschaftsbereichs „Hohenzollernbrücke“ (Regionalplan Köln 354).
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Internet
de.structurae.de: Hohenzollernbrücke Köln (abgerufen 21.10.2011)
www.baukunst-nrw.de: Hohenzollernbrücke (abgerufen 25.04.2012)
www.danke-berlin-2015.de: 200 Jahre Preußen am Rhein (abgerufen 09.09.2014)
www.koeln.de: Liebesschlösser keine Gefahr für Hohenzollernbrücke (abgerufen 24.10.2011)
www.stadt-koeln.de: Die Geschichte der Kölner Rheinbrücken (abgerufen 24.03.2014)
de.wikipedia.org: Hohenzollernbrücke (abgerufen 21.10.2011)
www.youtube.com: „Die Hohenzollernbrücke - Ein preußisches Relikt in Köln“, Reportage von Dominik Schiller, DSV-KölnTV (abgerufen 12.08.2014)

Literatur

Arens, Detlev (2016)
Das ist Köln - Dom. Altstadt. Untergrund.. Rheinbach.
Benner, Iris (2004)
Denkmäler der Preußenzeit: Ein Stadtrundgang in Köln. (Rheinische Kunststätten, Heft 480.) Köln.
Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 595-597, Stuttgart.
Hammer, Lothar (1997)
Köln - die Hohenzollernbrücke und die deutsche Brückenarchitektur der Kaiserzeit. (Stadtspuren - Denkmäler in Köln 25.) Köln.
Hänel, Dagmar / Uhlig, Mirko / LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte (Hrsg.) (2008)
Ein Vorhängeschloss für die ewige Liebe. In Köln etabliert sich ein neuer Brauch. Bonn. Online verfügbar: http://www.kuladig.de/Objektansicht.aspx?extid=O-19181-20111017-3, abgerufen am 29.10.2011
Horn, Heinz Günter (1987)
Die Römer in Nordrhein-Westfalen. S. 469, Stuttgart.

Hohenzollernbrücke Köln

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1907 bis 1989
Koordinate WGS84
50° 56′ 28,5″ N, 6° 57′ 57,7″ O / 50.94125°, 6.96603°
Koordinate UTM
32U 357102.98 5645261.73
Koordinate Gauss/Krüger
2567941.33 5645555.61

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„Hohenzollernbrücke Köln”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-19181-20111017-3 (Abgerufen: 29. Mai 2017)
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