Burgen und Burgruinen im Mittelrheintal

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Fachsicht(en): Landeskunde
Zur Zeit des Mittelalters glich die Region des Mittelrheins einem „Flickenteppich“ von kleinen oder größeren Herrschaftsbereichen. Die besonders hohe Dichte an noch heute sichtbaren Burgen und Burgruinen verdeutlicht diesen Umstand, dass neben dem König und seinen Verwaltern verschiedene geistliche und weltliche Territorialherren und -fürsten in wechselnden Beziehungen sprichwörtlich nebeneinander die Region prägten. Eine herausragende Rolle spielten dabei die Erzbischöfe von Mainz, Trier und Köln als dominierende Kräfte gegen die sich die adeligen Familien, hier insbesondere die Pfalzgrafen bei Rhein, die Grafen von Katzenelnbogen, die Landgrafen von Hessen oder die Grafen von Nassau zu behaupten suchten. Viele Burgen im Mittelrheintal wurden zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) oder des Pfälzischen Erbfolgekrieges (1688-1697) belagert und zerstört. Stand hielt beispielsweise die Festung Rheinfels oberhalb von Sankt Goar sämtlichen Belagerungen, die Marksburg bei Braubach blieb als einzige Höhenburg gänzlich verschont.

Hinweis
Die Objektgruppe „Burgen und Burgruinen“ gibt es auch für die Pfalz und für das Siebengebirge, das ebenfalls Teil des Mittelrheintals ist. Zu ausgewählten Burgen und Burgruinen im Mittelrheintal gibt es eine 360-Grad-Tour, so beispielsweise zur Burg Stahlberg oder zur Burg Fürstenberg.

(Florian Weber, Universität Koblenz, 2026)

Internet
www.regionalgeschichte.net: Zur geschichtlichen Entwicklung am Mittelrhein
(abgerufen 11.09.2026)

Burgen und Burgruinen im Mittelrheintal

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Florian Weber (2026), „Burgen und Burgruinen im Mittelrheintal”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-360594 (Abgerufen: 11. September 2026)
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