Burgruine Löwenburg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bad Honnef
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Luftaufnahme der Löwenburg (2010).

    Luftaufnahme der Löwenburg (2010).

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  • Burgruine Löwenburg aus Osten (2015)

    Burgruine Löwenburg aus Osten (2015)

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  • Burgruine Löwenburg von Osten (2015)

    Burgruine Löwenburg von Osten (2015)

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  • Ausschnitt aus der "Karte der politischen und administrativen Eintheilung der der heutigen preussischen Rheinprovinz für das Jahr 1789" (Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz, 1894).

    Ausschnitt aus der "Karte der politischen und administrativen Eintheilung der der heutigen preussischen Rheinprovinz für das Jahr 1789" (Geschichtlicher Atlas der Rheinprovinz, 1894).

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  • Plan: Ausbauphasen der Löwenburg (2007).

    Plan: Ausbauphasen der Löwenburg (2007).

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  • "Lövenburg mit Hof um 1700" betitelte Zeichnung der Löwenburg im Siebengebirge (aus der genealogischen Sammlung Ernst von Oidtman (1854-1937)

    "Lövenburg mit Hof um 1700" betitelte Zeichnung der Löwenburg im Siebengebirge (aus der genealogischen Sammlung Ernst von Oidtman (1854-1937)

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Die Löwenburg ist die Ruine einer mittelalterlichen Höhenburg auf dem gleichnamigen, 455 Meter hohen Berg im Siebengebirge. Die Löwenburg wurde Ende des 12. Jahrhunderts vom Grafen Heinrich II. von Sayn (1176–1203) als Grenzfeste gegen die kurkölnischen Burgen Drachenfels und Wolkenburg errichtet.
Seit spätestens 1180 waren Gericht und Vogtei über Honnef im Besitz der Grafen von Sayn (Historische Stätten NRW 2006, S. 54f.). Die erste urkundliche Erwähnung der Burg erfolgt im Jahr 1247 als castrum Lewinberg. In einer am 29. August 1247 in Blankenberg ausgestellten Urkunde stimmen die Gebrüder von Sponheim – namentlich Johann Graf von Sponheim, Heinrich Herr von Heinsberg (bei Aachen), Simon und Eberhard – dem Testament ihres Oheims Graf Heinrich von Sayn und dessen Witwe Mechthild zu und belassen Mechthild die Burg Löwenburg als Witwensitz (MRhUB 3, Nr. 912).
Hauptburg, Vorburg und nördlicher Außenbering entstanden im 13. Jahrhundert. 1484 fiel die Burg an das Herzogtum Jülich-Berg und bildete das Amt Löwenburg, das „erst nach dem Erwerb der Herrschaft Löwenburg (durch Berg, Verf.) im Jahre 1484 entstanden sein kann. Aufgrund des Verfalls der Burg Löwenburg residierte der zuständige Amtmann seit der Mitte des 16. Jahrhunderts in der Ortschaft Honnef. Das linksrheinisch gelegene Dorf Rodenkirchen war trotz seiner Entfernung Teil des Amtes“. (Holdt 2008, S. 21f.)

„Erhalten sind die Zisterne im Burghof und zwei Seitenmauern des ehemaligen Bergfrieds der Hochburg mit den Grundmaßen zehn mal zehn Meter. Der Bergfried selbst wurde teilweise 1832 – und 1881 ganz – wegen Baufälligkeit abgetragen, nachdem zuvor eine Initiative zur Erhaltung und Sanierung der Ruine gescheitert war.“ (de.wikipedia.org)

Nach 1861 unter königlich-preußischer Verwaltung, erfolgten 1862 und 1897-1901 Sicherungs- und Wiederherstellungsarbeiten an der Burg. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde 1939 ein Beobachtungsstand für die Flugabwehr auf dem Burgberg errichtetet, der aber dem schweren Beschuss bei den Kämpfen während der Rheinüberquerung der Amerikaner 1945 ebenso wenig standhielt, wie ein bereits 1906 auf dem höchsten Punkt der Burg erbauter Aussichtsturm.
Bei erneuten Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten von 1979 bis 1985 wurden noch vorhandene Grundmauern der Burg freigelegt und gesichert.

Löwenburg, Löwenburger Hof, Stadt Bad Honnef
Anlage (Beschreibung, Datierung): Höhenburg Löwenburg, hochmittelalterlich / Ende 12. Jahrhundert (archäologische Ausgrabung; historisch).
Bausubstanz: Bergfried, Zisterne, Zwinger, zwei Halbtürme und Vorburg.
Historische Überlieferung: Erste Erwähnung 1247 als Grenzfeste der Grafen von Sayn gegen Berg und die kölnischen Burgen des Siebengebirges (Drachenfels und Wolkenburg); durch Heirat an die Herren von Sponheim-Heinsberg, von denen sich die Linien der Herren von Löwenburg abzweigte. 1273 bestätigte der Kölner Erzbischof Engelbert II. seinen Verwandten Johann von Löwenberg, der mit Johann von Wolkenburg, Johann von Dollendorf und Lambert von Honnef zerstritten war, im Besitz der Burg (Regesten der Erzbischöfe von Köln, REK 3, Nr. 2516). Im Frieden von Pingsheim erkannte Erzbischof Siegfried von Westerburg die Ansprüche des Grafen von Sayn hinsichtlich der Löwenburg an (REK 3, Nr. 2818; NRUB 2, Nr. 730).
Archäologische Untersuchung: Grabungen durch M. Groß 1980, wohl Ende 12. Jahrhundert errichtet (Friedrich / Päffgen 2007).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2013)

Internet
de.wikipedia.org: Löwenburg Bad Honnef (abgerufen 11.09.2013)

Literatur

Beyer, Heinrich; Eltester, Leopold; Goerz, Adam u.a. (1874)
Mittelrheinisches Urkundenbuch, Urkundenbuch zur Geschichte der mittelrheinischen Territorien. Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preußischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, Ausgabe Coblenz, 3 Bände 1860-1874 (MRhUB). Bd. 3, S. 681-684, Koblenz.
Friedrich, Reinhard; Päffgen, Bernd (2007)
Mittelalterliche Burganlagen in Kölner Bucht und Nordeifel bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IV.11.) S. 75, Bonn.
Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde (Hrsg.) (o.J.)
Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter (REK). (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 21.) Köln u.a..
Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. Stuttgart.
Holdt, Ulrike (2008)
Die Entwicklung des Territoriums Berg. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, V.16.) Bonn.
Lacomblet, Theodor Josef / Schleidgen, Wolf-Rüdiger (Bearb.) (1981)
Urkundenbuch für die Geschichte des Niederrheins (Niederrheinisches Urkundenbuch / NRUB). (Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, C 10.) Siegburg.

Burgruine Löwenburg

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Löwenburger Straße
Ort
53604 Bad Honnef
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1175 bis 1200
Koordinate WGS84
50° 39′ 50,33″ N, 7° 15′ 0,7″ O / 50.66398°, 7.25019°
Koordinate UTM
32U 376335.89 5613920.2
Koordinate Gauss/Krüger
2588435.35 5615012.71

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„Burgruine Löwenburg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-73700-20130911-3 (Abgerufen: 22. Februar 2018)
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