Burgruine Drachenfels

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Königswinter
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Königswinter, Luftaufnahme der Burgruine Drachenfels vor Rheinkulisse mit Dunst im Spätherbst (2015)

    Königswinter, Luftaufnahme der Burgruine Drachenfels vor Rheinkulisse mit Dunst im Spätherbst (2015)

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  • Burgruine Drachenfels (2015)

    Burgruine Drachenfels (2015)

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  • Siebengebirge und Drachenfels (2010)

    Siebengebirge und Drachenfels (2010)

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  • Drachenfels im Siebengebirge (2010)

    Drachenfels im Siebengebirge (2010)

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  • Die Burgruine Drachenfels auf dem gleichnamigen Berg im Siebengebirge, Ansicht von Rhöndorf aus (2016).

    Die Burgruine Drachenfels auf dem gleichnamigen Berg im Siebengebirge, Ansicht von Rhöndorf aus (2016).

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  • Spielkarte "Königswinter" mit einer Ansicht des Orts und des dahinter liegenden Drachenfels (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

    Spielkarte "Königswinter" mit einer Ansicht des Orts und des dahinter liegenden Drachenfels (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

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  • Spielkarte "Drachenfels" mit einer Ansicht der Burgruine (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

    Spielkarte "Drachenfels" mit einer Ansicht der Burgruine (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

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  • Blick auf die Rheininseln Nonnenwerth und Grafenwerth bei Remagen-Rolandseck. Im Hintergrund der Berg Drachenfels im Siebengebirge mit der gleichnamigen Burgruine (2014).

    Blick auf die Rheininseln Nonnenwerth und Grafenwerth bei Remagen-Rolandseck. Im Hintergrund der Berg Drachenfels im Siebengebirge mit der gleichnamigen Burgruine (2014).

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  • Blick in das Rheintal bei Bad Honnef vom Wildpark Rolandseck aus gesehen (2014). Im Hintergrund das Siebengebirge mit dem Drachenfels.

    Blick in das Rheintal bei Bad Honnef vom Wildpark Rolandseck aus gesehen (2014). Im Hintergrund das Siebengebirge mit dem Drachenfels.

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    Hansen, Jan
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    Hansen; Jan
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  • Kupferstich von Matthäus Merian dem Älteren (1593-1650) von 1618/19. Dargestellt ist ein Teil des Siebengebirges.

    Kupferstich von Matthäus Merian dem Älteren (1593-1650) von 1618/19. Dargestellt ist ein Teil des Siebengebirges.

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  • Historisches Foto von 1936: Ausblick vom Rheinufer in Richtung Siebengebirge mit dem Drachenfels.

    Historisches Foto von 1936: Ausblick vom Rheinufer in Richtung Siebengebirge mit dem Drachenfels.

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Burg Drachenfels ist eine Burgruine auf dem gleichnamigen, etwa 320 Meter hohen Berg des Siebengebirges. Die Burg wurde um 1138 von Erzbischof Arnold I. (vor 1100-1151, Erzbischof von Köln 1138-1151) begonnen und etwa zehn Jahre später vom Bonner Cassiusstift unter dem Propst Gerhard von Are (um 1100-1169) als Offfenhaus übernommen und fertiggestellt.
In der Folge lösten sich die nach Drachenfels benannten Burggrafen „aus der Stiftsherrschaft und wurden Lehnsleute der Kölner Erzbischöfe. Sie bezogen ihren Reichtum aus den Drachenfelser Steinbrüchen, deren Steine u.a. beim Bau des Kölner Doms Verwendung fanden.“ (Historische Stätten NRW)

„Besitz und Rechte der Kölner Erzbischöfe im Siebengebirge um die im 12. Jahrhundert erbauten Burgen Drachenfels und Wolkenburg sind – unter Ausklammerung der der Burggrafschaft Drachenfels – in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts als Amt zusammengefasst worden, das mehrfach als Pfand diente, bevor es 1424 auf Dauer an die Inhaber der Burg Drachenfels verpfändet wurde.“ (Janssen 2008, S. 35)

Die im Dreißigjährigen Krieg 1634 beschädigte und 1638 an den Außenwerken geschleifte Burg wurde anschließend nicht wieder aufgebaut. Die umgebenden Trachyt-Steinbrüche wuchsen im Laufe der Zeit bis an die Burgkuppe heran und verursachten zahlreiche Schäden, u.a. durch Unterhöhlungen. Im 19. Jahrhundert drohte dann die vollständige Zerstörung durch den Ankauf durch Steinbrecher (1827). Aufgrund öffentlicher Hinweise erging 1829 eine königliche Kabinettsorder zum Ankauf der Burgkuppe und im Jahr 1836 wurde schließlich der preußische Staat Besitzer der Burg. So kam es mit dem Kauf des Berges durch den preußischen Staat zu einer der frühesten Maßnahmen staatlichen Denkmal- und Landschaftsschutzes – und dies zu einer Zeit, als es eine entsprechende Terminologie überhaupt noch nicht gab.
Seither zählt die malerische Ruine zu den touristischen Destinationen ersten Ranges am Rhein und beeindruckt bis heute mit ihrem Flair vergangener Zeiten, aber auch mit einer imposanten Lage und überwältigenden Fernsicht.

„Du da, mein wackrer Drachenfels,
Mit der brüchigen Mauerkrone,
Du bist des Königs riesiges Bild
Auf stolzem Felsenthrone.

Du ruhst in stiller Majestät
Am Strom die mächtigen Glieder,
Dein nebelblaues Wälderkleid
Rauscht wie ein Mantel nieder.“


aus: Die Sieben Berge (1842) von Gottfried Kinkel (1815-1882)

In bildhafter Sprache beschreibt Kinkel den Drachenfels aus seiner persönlichen, politischen Perspektive, zugleich aber auch im Geschmack der Zeit. In seiner Dichtung verknüpft der politisch aktive Kunstwissenschaftler die markantesten Gipfel des Siebengebirges mit gesellschaftlichen Gruppen. Und da ist es keine Frage: Der Drachenfels ist die königliche Majestät! Kinkels Gedicht spiegelt in diesem Vergleich die besondere Reputation, die der Berg mit seiner Ruine im Laufe des 19. Jahrhunderts erlangt – hinsichtlich seiner neuen, überregionalen Bekanntheit sicherlich alle Phasen früherer Jahrhunderte übertreffend, die er als normaler Burgenstandort verbracht hatte.

„Die Romantik dieser Zeit war es, die die Ruine rettete, und 1855 wurde aus den Mitteln eines Dispositionsfonds der Bau eines gewaltigen Stützpfeilers finanziert, der den Felsen vor dem Abrutschen und damit den Bergfried vor einer weiteren Zerstörung bewahrte. Die vorhandenen Ruinen wurden 1891/1892 durch die Regierung instand gesetzt. (…) 1967 kam es zu größeren Felsabbrüchen. Von 1971 bis 1973 wurde die Bergkuppe durch Stahlanker und Betonarmierungen gesichert.“ (wikipedia.org)
Im Jahr 1857 wurde auf dem Drachenfels eine gotische Fialsäule nach einem Entwurf des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner (1802-1861) als Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Befreiungskriege errichtet. Das Denkmal entstand als Nachfolgebau eines bereits 1855 errichteten Denkmals.

Seit 1883 ist der Berg über die seinerzeit erste Zahnradbahn Deutschlands, die „Drachenfelsbahn“ von Königswinter aus zu erreichen. Zu Fuß bietet sich der traditionelle Aufstieg mit großartigen Aussichten über den so genannten „Eselsweg“ an.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2013; Elmar Scheuren, Rheinischer Verein, 2016)

Drachenfels, Stadt Königswinter
Anlage (Beschreibung, Datierung): Höhenburg Drachenfels, hochmittelalterlich, 12. Jahrhundert (historisch).
Bausubstanz: Bergfried (12. Jahrhundert, Innenmaße 7,5 × 6,5 Meter), Mauerbering, Wohnhaus.
Historische Überlieferung: Um 1140 vom Kölner Erzbischof Arnold I. gegründet; 1147/49 nach Fertigstellung des Turms und weiterer Gebäude dem Bonner Cassiusstift übertragen, da dieses die Burg zum Schutz benötige und ihm auch einen Teil des Burgbergs gehöre. Die Burg solle auch künftig in Notfällen dem Erzbischof zur Verfügung stehen, der unweit überdies die Wolkenburg besitze (Regesten der Erzbischöfe von Köln, REK 2, Nr. 466); bestätigt durch Erzbischof Rainald von Dassel um 1166 (REK 2, Nr. 835). Zu diesem Zeitpunkt war die Burg von Probst Gerhard von Are fertiggestellt worden. Sitz der 1176 genannten Ministerialen von Drachenfels (REK 2, Nr. 1047). Von 1225-1301 sind erzbischöfliche Burggrafen in erblicher Folge belegt (Friedrich / Päffgen 2007).

Internet
de.wikipedia.org: Burg Drachenfels (Siebengebirge) (abgerufen 09.09.2013)

Literatur

Friedrich, Reinhard; Päffgen, Bernd (2007)
Mittelalterliche Burganlagen in Kölner Bucht und Nordeifel bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, IV.11.) S. 55, Bonn.
Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde (Hrsg.) (o.J.)
Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter (REK). (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 21.) Köln u.a..
Groten, Manfred; Johanek, Peter; Reininghaus, Wilfried; Wensky, Margret / Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2006)
Handbuch der Historischen Stätten Nordrhein-Westfalen. HbHistSt NRW, Kröners Taschenausgabe, Band 273, 3. völlig neu bearbeitete Auflage. S. 619-620, Stuttgart.
Janssen, Wilhelm (2008)
Die Entwicklung des Territoriums Kurköln. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, V.14-15.) Köln.
Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschtz e.V. (Hrsg.) (2016)
Kalender Rheinland 2017. Denkmal Landschaft Natur. Wermelskirchen.

Burgruine Drachenfels

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Drachenfelsstraße
Ort
53639 Königswinter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1138 bis 1150
Koordinate WGS84
50° 39′ 55,08″ N, 7° 12′ 36,65″ O / 50.6653°, 7.21018°
Koordinate UTM
32U 373511.8 5614134.36
Koordinate Gauss/Krüger
2585604.06 5615112.35

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„Burgruine Drachenfels”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-73681-20130909-3 (Abgerufen: 25. Mai 2018)
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