Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Radevormwald (KLB 22.02)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Raumplanung
Gemeinde(n): Breckerfeld, Ennepetal, Halver, Hückeswagen, Radevormwald, Wipperfürth
Kreis(e): Ennepe-Ruhr-Kreis, Märkischer Kreis, Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Gartenpavillon im Chateaubriant-Park in Radevormwald (2008). Das einzige Gebäude, das den Stadtbrand von 1802 unbeschadet überstanden hatte.

    Der Gartenpavillon im Chateaubriant-Park in Radevormwald (2008). Das einzige Gebäude, das den Stadtbrand von 1802 unbeschadet überstanden hatte.

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  • Luftbild der Wupperschleife bei Radevormwald-Dahlhausen und -Dahlerau (2009).

    Luftbild der Wupperschleife bei Radevormwald-Dahlhausen und -Dahlerau (2009).

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Der Raum Radevormwald ist hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen.

Durch regionale Forschungen in der Mitte des 20. Jahrhunderts konnte bei Radevormwald und Hückeswagen ein mittelalterlicher Eisenverhüttungsbezirk mit zahlreichen Schlackenhalden und Rennfeueröfen kartiert werden. Zu diesen Plätzen liegen einzelne archäologische Untersuchungen vor, deren Datierung allgemein im 10. Jahrhundert ansetzt. Keramikfunde Pingsdorfer Art datieren einzelne Waldschmieden in das 13. Jahrhundert. Hier wurde Brauneisenstein verarbeitet. Über die Rennfeuer- und Windöfen, die sich vorwiegend in den Quellmuldenbereichen der Bäche und Siefen finden, drangen die Hüttenleute unter Ausnutzung der Wasserkraft zur Betreibung von Blasebälgen immer weiter in die Talbereiche vor. In den angrenzenden Waldgebieten liegen zahlreiche Meilerpodien. Die Eisenverarbeitung in diesem Raum hat wesentlich die Entwicklungen Radevormwald und Hückeswagen bestimmt. Handelsbeziehungen bestanden zum benachbarten und für Köln wichtigen märkischen Brekerfeld.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Erhalt der montanarchäologischen Substanz.

Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 03.10.2015)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 86, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Radevormwald (KLB 22.02)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
51° 11′ 29,69″ N, 7° 23′ 5,1″ O / 51.19158°, 7.38475°
Koordinate UTM
32U 387129.08 5672369.59
Koordinate Gauss/Krüger
2596846.44 5673871.86

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„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Radevormwald (KLB 22.02)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0131 (Abgerufen: 26. März 2017)
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