Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Bonn (KLB 19.12)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick von einem Haus in der Baumschulallee auf die Bonner Innenstadt mit verschiedenen Wahrzeichen der Stadt. Von links nach rechts lassen sich erkennen: die Türme der im Volksmund als "Kuhle Dom" bekannten Stiftskirche, das Bonner Münster mit den beiden hinter dem Langschiff sichtbaren Türmen der Namen-Jesu-Kirche in der Bonngasse, der Dachreiter der Remigiuskirche, das kurfürstliche Schloss mit seinen charakteristischen vier Ecktürmen sowie die Kreuzkirche am Kaiserplatz (2014).

    Blick von einem Haus in der Baumschulallee auf die Bonner Innenstadt mit verschiedenen Wahrzeichen der Stadt. Von links nach rechts lassen sich erkennen: die Türme der im Volksmund als "Kuhle Dom" bekannten Stiftskirche, das Bonner Münster mit den beiden hinter dem Langschiff sichtbaren Türmen der Namen-Jesu-Kirche in der Bonngasse, der Dachreiter der Remigiuskirche, das kurfürstliche Schloss mit seinen charakteristischen vier Ecktürmen sowie die Kreuzkirche am Kaiserplatz (2014).

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    Markus Dockter
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  • Villa Hammerschmidt (ehemals Villa Troost / Villa Koenig) in Bonn (2012)

    Villa Hammerschmidt (ehemals Villa Troost / Villa Koenig) in Bonn (2012)

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    Kerstin Schürholt
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  • Poppelsdorfer Allee in Bonn (2012)

    Poppelsdorfer Allee in Bonn (2012)

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  • Blick vom Bonner Stadthaus über den südlichen Teil der Bundesstadt (2015).

    Blick vom Bonner Stadthaus über den südlichen Teil der Bundesstadt (2015).

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  • Spielkarte "Bonn" mit einem Blick auf das Regierungsviertel (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

    Spielkarte "Bonn" mit einem Blick auf das Regierungsviertel (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

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    Otto Maier Verlag Ravensburg
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  • Luftbildaufnahme: Das frühere Regierungsviertel in Bonn zwischen Rhein und Adenauerallee / Willy-Brandt-Allee. Vorne ist das Palais Schaumburg mit dem dahinter liegenden früheren Bundeskanzleramt und den Bundestagsgebäuden zu sehen, dahinter das frühere Abgeordnetenwohnhaus "Langer Eugen" und der Post Tower vor dem Hintergrund des Siebengebirges (2010).

    Luftbildaufnahme: Das frühere Regierungsviertel in Bonn zwischen Rhein und Adenauerallee / Willy-Brandt-Allee. Vorne ist das Palais Schaumburg mit dem dahinter liegenden früheren Bundeskanzleramt und den Bundestagsgebäuden zu sehen, dahinter das frühere Abgeordnetenwohnhaus "Langer Eugen" und der Post Tower vor dem Hintergrund des Siebengebirges (2010).

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    Wolkenkratzer
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  • Die Bonner Adenauerallee auf Höhe der Joachimstraße mit Blick in Richtung Norden (2016).

    Die Bonner Adenauerallee auf Höhe der Joachimstraße mit Blick in Richtung Norden (2016).

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  • Blick vom Bonner Stadthaus aus über den Bertha-von-Suttner-Platz in Richtung Bonn-Beuel (2015). Im Hintergrund ist die Kennedybrücke über den Rhein zu erkennen.

    Blick vom Bonner Stadthaus aus über den Bertha-von-Suttner-Platz in Richtung Bonn-Beuel (2015). Im Hintergrund ist die Kennedybrücke über den Rhein zu erkennen.

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    Gimbel, David
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  • Das Koblenzer Tor in Bonn von der Feldseite im Süden aus gesehen (2015).

    Das Koblenzer Tor in Bonn von der Feldseite im Süden aus gesehen (2015).

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    Elmar Knieps
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  • Der Südflügel von Schloss Clemensruhe, das so genannte Poppelsdorfer Schloss, mit einem Teil des Botanischen Gartens der Universität (2014).

    Der Südflügel von Schloss Clemensruhe, das so genannte Poppelsdorfer Schloss, mit einem Teil des Botanischen Gartens der Universität (2014).

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    Knaack, Andje / Landschaftsverband Rheinland
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  • Kennedybrücke (Rheinbrücke Bonn-Beuel) (2012)

    Kennedybrücke (Rheinbrücke Bonn-Beuel) (2012)

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    Schulz, Katharina
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    Schulz, Katharina
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  • Altes Postamt (ehemaliges Fürstenbergisches Palais) am Bonner Münsterplatz (2012).

    Altes Postamt (ehemaliges Fürstenbergisches Palais) am Bonner Münsterplatz (2012).

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    Wenk, Franziska, GIUB 2012
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  • LVR-LandesMuseum Bonn, Vorderansicht in der Colmantstraße (2011)

    LVR-LandesMuseum Bonn, Vorderansicht in der Colmantstraße (2011)

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  • Cassiusstift (Münster in Bonn), Ansicht der Stiftskirche von Osten (2011)

    Cassiusstift (Münster in Bonn), Ansicht der Stiftskirche von Osten (2011)

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Bonn ist hier beschrieben als landesbedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen.

Die Anfänge Bonns gehen auf eine ubische Ansiedlung zurück, die unter dem späteren mittelalterlichen Stadtkern auf einer Halbinsel im Rhein lag. Entlang des Rheins befestigten die Römer die Grenze des Römischen Reiches mit Kastellen, so auch in Bonn. Das erste römische Lager befand sich an der Stelle der ubischen Ansiedlung, bis dann um 30 n. Chr. das Legionslager castra bonnensis nördlich von dieser Ansiedlung gegründet wurde. Jüngste Ausgrabungen im ehemaligen Regierungsviertel haben Reste des vicus, der dem Lager zugehörigen Zivilsiedlung, zu Tage gebracht.

In der Spätantike verlagerte sich die Siedlung gänzlich in den Festungsbereich des Legionslagers. Dies blieb bis ca. 1000 n. Chr. so. Dann verlagerte sich der Siedlungsschwerpunkt mit dem Namen Bonna nach Süden.

Kristallisationspunkt der mittelalterlichen Stadt bildete die auf einem römisch-frühchristlichen Gräberfeld errichtete Märtyrerkirche, dem späteren Münster. Die bürgerliche Marktsiedlung vor der Stiftsstadt wurde 1244 mit dieser zusammengelegt und befestigt. Im 18. Jahrhundert wurde Bonn zur Residenzstadt der Kölner Kurfürsten ausgebaut. Residenzschloss (seit 1818 Universität), Poppelsdorfer Schloss Clemensruhe, Poppelsdorfer Allee als Verbindungsachse und Hofgarten prägten von nun an die kurfürstliche Stadt, die seit 1818 Universitätsstadt ist. Universitätsbauten, vor allem in Poppelsdorf, und die gründerzeitlichen Stadterweiterungen im Süden (Südstadt) und Norden (Nordstadt) seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verliehen Bonn den Charakter einer wohlhabenden Universitäts- und Beamtenstadt.

1949 wurde Bonn Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland, was eine allgemein rege Bautätigkeit hervorrief. Die frühen Regierungsbauten im Regierungsviertel waren der Not der Zeit und dem Provisoriumscharakter der Hauptstadt geschuldet. Erst in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre begann der selbstbewusste Ausbau des Regierungsviertels mit markanter moderner Architektursprache.
Seit dem Umzug der Bundesregierung ab 1999 hat Bonn durch den damit verbundenen Strukturwandel auch sein Bild geändert und neue Akzente gesetzt, durch Abriss einerseits und am augenfälligsten mit der Errichtung des Jahnschen Posttowers im ehemaligen Regierungsviertel.
Landschaftlich verlässt ab Bonn der Rhein das von Burgen geprägte engere Mittelrheintal, so dass Bonn das Ende der „romantischen“ Rheinlandschaft darstellt und zur rheinischen Tiefebene überleitet. Das Siebengebirge bildet rechtsrheinisch mit seiner markanten Silhouette die südliche Kulisse. Das Drachenfelser Ländchen im Süden, Kottenforst und Ville begleiten weit ins Land zurückgenommen linksrheinisch die Flusslandschaft. Das Rheinufer wird von Mehlem im Süden bis zum Stadtzentrum linksrheinisch durch Villenbebauung geprägt, während rechtsrheinischen Flussauen überwiegen.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Erhaltende Stadtentwicklung;
  • Erarbeitung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzepts unter Einbeziehung des archäologischen und baukulturellen Erbes;
  • Erhalt der historisch-archäologischen Substanz;
  • Erhaltung der Freiflächen und der charakteristischen Sichtbezüge;
  • Erhaltung der Silhouette des Landschaftsausschnitts;
  • Stärkung der historischen Wahrnehmung.

Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaft-licher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 10.10.2013)
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Stadt Bonn (abgerufen 21.12.2012)

Literatur

Ennen, Edith / Höroldt, Dietrich (1985)
Vom Römerkastell zur Bundeshauptstadt. Kleine Geschichte der Stadt Bonn (4. Auflage). (Kleine Geschichte der Stadt Bonn.) Bonn.
Flink, Klaus (1978)
Bonn (2. verbesserte und ergänzte Auflage). (Rheinischer Städteatlas, Lieferung I, Nr. 6.) Köln.
Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 83, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Bonn (KLB 19.12)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
50° 43′ 35,98″ N, 7° 06′ 55,34″ O / 50.72666°, 7.11537°
Koordinate UTM
32U 366985.65 5621123.06
Koordinate Gauss/Krüger
2578798.27 5621832.72

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„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Bonn (KLB 19.12)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0115 (Abgerufen: 27. April 2017)
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