Forstbotanischer Garten mit Friedenswald zwischen Rodenkirchen und Hahnwald

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Forstbotanischer Garten (2014)

    Forstbotanischer Garten (2014)

    Copyright-Hinweis:
    NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln
    Fotograf/Urheber:
    Hannah Brüggemann
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Forstbotanischer Garten (2014)

    Forstbotanischer Garten (2014)

    Copyright-Hinweis:
    NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln
    Fotograf/Urheber:
    Hannah Brüggemann
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Forstbotanischer Garten (2014)

    Forstbotanischer Garten (2014)

    Copyright-Hinweis:
    NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln
    Fotograf/Urheber:
    Hannah Brüggemann
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Forstbotanischer Garten (2014)

    Forstbotanischer Garten (2014)

    Copyright-Hinweis:
    NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln
    Fotograf/Urheber:
    Hannah Brüggemann
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Forstbotanischer Garten (2014)

    Forstbotanischer Garten (2014)

    Copyright-Hinweis:
    NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln
    Fotograf/Urheber:
    Hannah Brüggemann
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Seit jeher bestimmte Wald die Landschaft rund um Köln. Die Buche und andere Laubholzarten wie Ahorn, Esche, Roteiche und Birke gehörten schon immer und gehören heute noch zu den dominierenden Gehölzen. In Rodenkirchen findet sich im äußeren Grüngürtel ein Abschnitt mit diesen und vielen weiteren Baumarten.
Auf der Fläche des Forstbotanischen Gartens lassen sich ungarische Eiche, japanische Zelkove, Kirsche, Ahorn, Birke und Bambus, nordamerikanischer Mammutbaum, Schwarznuss und Linde oder chinesische Rhododendren betrachten.

Entstehung
Hans Berge, der damalige Stadtdirektor und Dezernent des Kölner Liegenschaftsamts, befürchtete, Grünflächen um die Stadt herum nach und nach an Wohnungsbau und Industrie zu verlieren. Ganz nach Adenauers Vorstellung vom durchgehenden äußeren Grüngürtel, begann er mit Plänen für den Bereich im Süden der Stadt. Der Großteil der Fläche bestand aus einem ehemaligen Schießstand, welcher mitsamt seinen Sicherheitszonen zu Brachland geworden war. Angrenzend lagen kleinere Waldgebiete mit heimischen Baumarten und Ackerland. Im Rahmen der Baumaßnahmen wurden zusätzlich Flächen angekauft und Pachtverträge mit Landwirten auslaufen gelassen.
1963 wurde mit den Pflanzarbeiten begonnen. Unter Aufsicht und Anleitung von Hans Berge und seinem Kollegen Herbert Aden wurden über 3000 Pflanzen in dem Gebiet ausgebracht. Die Gehölze stammten aus aller Welt und wurden ihrer Herkunft entsprechend geordnet und gepflanzt. Eine schriftliche Anleitung oder einen Plan gab es für die Arbeiter nicht, sie handelten nach den mündlichen Erläuterungen der Planer Berge und Aden. Bereits ein Jahr später wurde der Garten eröffnet. Das Zentrum der Anlage bestimmt ein Seerosenteich, zu den weiteren Bereichen zählen die Rhododendron-Schlucht mit einer beeindruckenden Vielfalt an Gattungen, der Heidegarten, die Pfingstrosenwiese, eine Abteilung mit japanischen Gehölzen wie Bambus, Fächerahorn, Kirsche und Azalee sowie eine Sammlung Nordamerikanischer Bäume wie Riesenmammutbaum, Gelbkiefer, Flusszeder und Coloradotanne.

Ziel der Anlage
Mit der Anlage des Forstbotanischen Gartens wollte Berge wieder mehr Natur in die Stadt holen. Die Besucher sollten eine Vorstellung von der Vielfalt der bei uns winterharten Gehölze aus Nordamerika, dem Balkan oder Kaukasus, Japan und China bekommen. Arten und Sorten verschiedener Gattungen wurden in Gruppen gepflanzt um einen Überblick über die Farben- und Formenvielfalt zu liefern. Neben dem Bildungsgedanken war es Berge aber auch wichtig eine wohnungsnahe Erholungsfläche entstehen zu lassen.
„Mancher Forstmann stand anfangs kritisch meinen Arbeiten gegenüber. Das galt insbesondere meiner Auffassung über die Notwendigkeit stadtnaher Mischwälder (…). Es ist so leicht, Gelände zu verplanen, das im Besitz der öffentlichen Hand ist. Dabei ist die Erkenntnis über die Bedeutung der stadtnahen Erholungswälder aus den vielen bekannten Gründen Allgemeingut geworden. Alle Städte hatten bisher das Verlangen, größer und an Industrie reicher zu werden. Wir sollten mehr die Städte loben, die schöner werden wollen und die zur rechten Zeit erkennen, dass es unser Auftrag ist, die schöpferischen Impulse auf allen Gebieten der Landschaftspflege zu wecken. Wir, die wir uns um Landschaft und Wald bemühen, sollten nicht nachlassen, die Funktionen einer gesunden Landschaft in einer führenden Industrienation der Erde mit mehr Mut, Entschlossenheit und Liebe zu erkennen und zu verteidigen (…).“ (Berge 1965).

Der Friedenswald
Angrenzend an den Forstbotanischen Garten befindet sich der Friedenswald. Eine Erweiterung, die Ende der 1970er Jahre auf einer ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Fläche angelegt wurde. Über die große Freifläche führt in großem Bogen ein Weg an den charakteristischen Gehölzen aller Länder, mit denen Deutschland diplomatische Beziehungen unterhielt, vorbei. Symbolische Gehölze vertreten die Länder, deren charakteristische Arten in Deutschland nicht winterhart sind.

(Hannah Brüggemann, NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln, 2014)

Internet
www.stadt-koeln.de: Forstbotanischer Garten (abgerufen 17.10.2014)
de.wikipedia.org: Forstbotanischer Garten (abgerufen 17.10.2014)

Literatur

Berge, Hans (1965)
Zu den Grünen Aufgaben eines Stadtdirektors. In: Allgemeine Forstzeitschrift 51/52, o. O.
Bouwman, Markus (2001)
Die Stadt und ihr Wald. In: Vom Botanischen Garten zum Großstadtgrün – 200 Jahre Kölner Grün, hrsg. von Werner Adams und Joachim Bauer, (Stadtspuren - Denkmäler in Köln 30.) S. 251-267. Köln.

Forstbotanischer Garten mit Friedenswald zwischen Rodenkirchen und Hahnwald

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Zum Forstbotanischen Garten
Ort
50996 Köln - Rodenkirchen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1963 bis 1964
Koordinate WGS84
50° 52′ 58,47″ N, 6° 58′ 48,61″ O / 50.88291°, 6.98017°
Koordinate UTM
32U 357918.76 5638747.37
Koordinate Gauss/Krüger
2569021.41 5639078.48

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Forstbotanischer Garten mit Friedenswald zwischen Rodenkirchen und Hahnwald”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-108532-20141126-4 (Abgerufen: 14. November 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang