Spuren von Georg von Neumayer

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
  • Porträt Georg von Neumayer (1905)

    Porträt Georg von Neumayer (1905)

    Fotograf/Urheber:
    Wikipedia/Rudolf Johannes Dührkoop
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Porträt Georg von Neumayer

    Porträt Georg von Neumayer

    Fotograf/Urheber:
    unbekannt
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Geburtsurkunde von Georg Joseph Balthasar Neumayer

    Geburtsurkunde von Georg Joseph Balthasar Neumayer

    Copyright-Hinweis:
    Stadt-Archiv Kirchheimbolanden
    Fotograf/Urheber:
    Stadt-Archiv Kirchheimbolanden
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Georg von Neumayer wurde am 21. Juni 1826 in Kirchheimbolanden geboren, besuchte das Gymnasium am Kaiserdom in Speyer und legte 1849 in München das Ingenieursexamen ab. Nächster Schritt war der Erwerb des Steuermannspatent an der Hamburger Navigationsschule. 1852/53 reiste er nach Australien, besuchte die dort neu entdeckten Goldfelder und lernte die im Gegensatz zum rückständigen Deutschland vorbildliche angelsächsische Verwaltung kennen.

Nachdem er 1855/56 eine erdmagnetische Vermessung der Rheinpfalz unternommen hatte, brach er 1856 zu seiner zweiten Australienreise auf und gründete in Melbourne das geophysikalische Flagstaff Obervatory, das er bis 1864 leitete. Bei seinen Auslandsreisen kam er immer wieder in Kontakt zu Emigranten, die Deutschland nach der gescheiterten Revolution von 1848/49 verlassen mussten.

Nach seiner Rückkehr aus Australien ließ sich Neumayer vorerst in Frankenthal nieder, publizierte die Ergebnisse seiner Forschungen und war von 1868 bis 1873 Vorstand der ‚Pollichia', des naturkundlichen Vereins der Pfalz. 1876 wurde er Direktor der Deutschen Seewarte in Hamburg, die sich unter anderem darum bemühte, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Segelschifffahrt nutzbar zu machen. Als Leiter dieser Einrichtung konnte Neumayer auch sein zweites großes Ziel vorantreiben, die Erforschung der Antarktis. 1879 wurde er Vorsitzender der ‚Internationalen Polar-Kommission', und an der Vorbereitung der deutschen Südpolarexpedition der Jahre 1901 bis 1903 wirkte er entscheidend mit. 1903 trat Neumayer in den Ruhestand, den er in Neustadt an der Haardt verbrachte. Hier ist er am 24. Mai 1909 im Alter von fast 83 Jahren gestorben.

Wie die Tageszeitung Die Rheinpfalz berichtete, hatte Kirchheimbolanden die Patenschaft für ein Messversuchsboot der Bundesmarine im Jahr 1965 übernommen. Das Boot gehörte zur Marineortungsversuchsstelle. Kommandant des Bootes und der zweiundzwanzigköpfigen Besatzung war Stabsbootsmann Hugo Meitzler, ein Kirchheimbolandener. Seinem Wirken sei es zu verdanken gewesen, dass das Boot den Namen „Ritter von Neumayer“ trug. Das Schiff war ursprünglich ein kanadisdches Minensuchboot, das auf einer Husumer Werft umgebaut wurde. Es war seit 1966 in Wilhelmshaven und Kiel stationiert.

(Dr. Armin Schlechter, Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, Speyer, 2023, ergänzt von Christine Brehm, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, Neustadt an der Weinstraße, 2025))

Quellen
Die Rheinpfalz vom 28. Juli 1965, „Zu Ehren von Geheimrat Neumayer übernimmt Kirchheimbolanden die Patenschaft für Meßversuchsboot der Bundesmarine“

Internet
rlp.museum-digital.de: Museum Digital Rheinland-Pfalz: Porträt des Geheimrats Prof. Dr. Georg von Neumayer (1826-1909) (abgerufen 15.06.2023)
rlp.museum-digital.de: Museum Digital Rheinland-Pfalz: Halbfigurenbildnis: Georg von Neumayer (1826-1909) , Geophysiker und Hydrograph (abgerufen 16.06.2023)
gvn-stiftung.de: Georg von Neumayer Stiftung (abgerufen 15.06.2023)

Spuren von Georg von Neumayer

Schlagwörter
Fachsichten
Landeskunde

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
Dr. Armin Schlechter, „Spuren von Georg von Neumayer”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/SWB-345435 (Abgerufen: 5. Januar 2026)
Seitenanfang