Südfriedhof in Zollstock

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Allee am Eingang des Südfriedhofs (2014)

    Allee am Eingang des Südfriedhofs (2014)

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  • Kapelle am Eingang des Südfriedhofs (2014)

    Kapelle am Eingang des Südfriedhofs (2014)

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  • Grabsteine auf dem Südfriedhof (2014)

    Grabsteine auf dem Südfriedhof (2014)

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  • Südfriedhof (2014)

    Südfriedhof (2014)

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  • Blick von der Straße auf den Haupteingang des Kölner Südfriedhofs (2014).

    Blick von der Straße auf den Haupteingang des Kölner Südfriedhofs (2014).

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Der Südfriedhof wurde in den Jahren 1899 bis 1901 angelegt. Er ersetzte andere Kommunalfriedhöfe und sollte den zunehmend belegten Kölner Melaten-Friedhof entlasten. Mit 615.400 Quadratmetern Fläche ist der zum 1. April 1901 eröffnete Friedhof heute der größte auf Kölner Stadtgebiet.

Der Südfriedhof
Der Südfriedhof ist der größte Friedhof Kölns. Er wurde in den Jahren 1899 bis 1901 als Ersatz für die beiden Kommunalfriedhöfe in Köln-Deckstein und Köln-Bayenthal (Arnoldhöhe), die anschließend geschlossen wurden. Daneben galt der zum 1. April 1901 eröffnete Südfriedhof als Entlastungsfriedhof für den Kölner Melaten-Friedhof, für den nicht die Möglichkeit bestand, ihn flächenmäßig zu vergrößern.
Der Südfriedhof wurde ursprünglich als 20 Hektar großes Areal vom Kölner Gartenbaudirektor Adolf Kowallek (1852-1902) entworfen, der 1902 auch hier begraben wurde. In den folgenden Jahren wurde er mehrere Male erweitert und umfasst heute eine Fläche von 61,5 Hektar. Er ist parkähnlich und landschaftlich gestaltet mit geschwungener Wegeführung und abwechslungsreicher Gehölzauswahl.

Vom Haupteingang am Höninger Platz führt ein gerader Weg auf ein kleines Rondell zu, welches einen der beiden Mittelpunkte der geschwungenen Wegeführung bildet. Vom Eingang aus im hinteren Friedhofsteil werden die Wege gerader und laufen am Ende im Raster aus. Diese gerade Wegeführung kam durch die Erweiterungen zum ursprünglichen geschwungenen Friedhofsteil hinzu. Der Eingangsbereich wurde von dem Architekten Friedrich Carl Heimann (1850-1921, ab 1890 Leiter des Kölner Hochbauamtes und 1913-1921 erster Stadtkonservator Kölns) im neuromantischen Stil entworfen und ist heute noch weitestgehend original erhalten. Einen großen Bestandteil des Friedhofs nehmen die Kriegsgräber ein. Deutscher, englischer und italienischer Soldaten wird hier gedacht. Die Gebeine der in Köln gefallenen belgischen und der französischen Armee wurden exhumiert und in ihre Heimatländer überführt.

Aufgrund der für einen Friedhof äußert schlechten Bodensubstratzusammensetzung dauert der Verwesungsprozess der Leichen auf dem Südfriedhof ungewöhnlich lange. Manchmal führen diese Bodenverhältnisse sogar zu Konservierung. Bei Ausgrabungen wurde der Leichnam eines Offiziers gefunden, der 1918 dort beerdigt wurde. Sein Zustand hatte sich in den 60 Jahren unter der Erde kaum verändert. Daher variieren die Ruhefristen auf dem Friedhofsgelände von Bereich zu Bereich. In einigen Zonen mit sehr kiesigem Bodensubstrat beträgt die Ruhezeit 20 Jahre, in Lehm- und Tonboden sogar 30 Jahre.

(Hannah Brüggemann, NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln, 2014 / ergänzt um freundliche Hinweise von Herrn Alexander Hess, 2017)

Internet
www.stadt-koeln.de: Südfriedhof (abgerufen 01.09.2014)
de.wikipedia.org: Südfriedhof (Köln) (abgerufen 28.02.2017)

Literatur

Adams, Werner / Bauer, Joachim / Beines, Johannes Ralf (2001)
Südfriedhof. In: Vom Botanischen Garten zum Großstadtgrün – 200 Jahre Kölner Grün, S. 101-102. Köln.
Kraas, Frauke / Schweizer, Günther / Stegmann, Bernd-Achim / Zehner, Klaus (2004)
Kölns letzte Adressen: Wo die Toten erzählen. Ein chronologischer Streifzug durch ausgewählte Kölner Kirch- und Friedhöfe. In: Köln und der Kölner Raum. Ein geographischer Exkursionsführer, Teil 2: Themen-Exkursionen; Kölner Geographische Arbeiten, Heft 83, S. 171-189. o. O.

Südfriedhof in Zollstock

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Höninger Platz 25
Ort
50969 Köln - Zollstock
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1899 bis 1901
Koordinate WGS84
50° 53′ 52,57″ N, 6° 56′ 14,77″ O / 50.89794°, 6.93743°
Koordinate UTM
32U 354959.71 5640501.31
Koordinate Gauss/Krüger
2565992.95 5640711.07

Empfohlene Zitierweise

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„Südfriedhof in Zollstock”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-108496-20141124-16 (Abgerufen: 16. August 2018)
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