Burghof am Drachenfels in Königswinter

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Königswinter
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 40′ 4,8″ N: 7° 12′ 37,06″ O 50,668°N: 7,21029°O
Koordinate UTM 32.373.527,04 m: 5.614.434,42 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.585.607,14 m: 5.615.412,87 m
  • Der Burghof am Drachenfels (2017).

    Der Burghof am Drachenfels (2017).

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  • Der Burghof am Drachenfels (um 1900).

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  • Der Burghof am Drachenfels (um 19100).

    Der Burghof am Drachenfels (um 19100).

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Für viele Besuchende des Siebengebirges ist der Burghof ein fester Begriff. Sei es, weil sie hier schon vor Urzeiten mit ihren Großeltern bei Kaffee und Kuchen gesessen haben und vielleicht sogar eine Runde auf dem kleinen Karussell drehen durften. Oder weil sie nun seit über zwanzig Jahren an dem allmählich verfallenden Gebäude vorbeispazieren und sich fragen, was denn passiert ist, damit sich das ehemals so stattliche Haus auf Steinwurfweite zu Schloss Drachenburg zu so einem Schandfleck entwickeln konnte. Erst seit Kurzem haben sich die Perspektiven verbessert, die Substanz ist gerettet, doch eine Nutzung ist weiter ungewiss.

Ursprünge
Frühe Reisenberichte
Vom Hof zur Gastwirtschaft Anfang des 19. Jahrhunderts
Ausbau und Besitzwechsel im 19. Jahrhundert
Tourismus im 20. Jahrhundert.
Nationalsozialismus
Nachkriegszeit
Leerstand, Rettungsversuche und Sanierungskonflikte der Gegenwart
Datierung, Hinweise, Quellen

Ursprünge
Wie auch der Löwenburger Hof und der Rosenauer Hof wurde der Burghof am Drachenfels im 12. Jahrhundert als landwirtschaftlicher Hof zur Versorgung der Burgbesatzungen gegründet. Anfänglich angelegt zur Versorgung der Wolkenburg, dient er nach deren Bedeutungsverlust der Burg Drachenfels. Ein schriftlicher Nachweis lässt sich erstmals 1666 im Taufregister der Königswinterer Pfarre St. Remigius ausmachen. Pächter des Hofes war damals ein „Heinrich auf Drachenfelser Hof“.

Frühe Reisenberichte
Erste Schilderungen eines Hofes an der Wolkenburg finden sich in der frühen Reiseliteratur. So schildert Constantin von Schönebeck den Anstieg zur Wolkenburg 1784 wie folgt: „Der Weg dazu ist ein meistens mit Grausteinen gepflasteter Fuhrweg, der sich allmählich den Berg hinauf windet. Dieser Weg gehet durch fruchtbare Felder und anmuthige Hayne, und trifft man im Fortgehen auf drey Bauerhöfe, die sich von der daselbst befindlichen Länderey nähren, noch ehe man zu Fusse der Wolkenburg und (….) des Drachenfels kommt.“
Auch bei Nose (1790) findet sich ein kurzer Hinweis: „…an der Südseite (des Hirschbergs) kommt man in ein angenehmes Thal, in welchem ein Quell des reinsten Wassers eingefasst ist, gen Burghof einem Hofe von wenig Häusern, die etwas links am Fuße der Wolkenburg liegen bleiben (…)“.

Vom Hof zur Gastwirtschaft Anfang des 19. Jahrhunderts
1813 erwirbt der Königswinterer Notar Clemens August Schäfer den Burghof mitsamt den zugehörigen Ländereien von den Herren zu Gudenau aus dem Drachenfelser Ländchen, Nachfolger der Herren von Drachenfels. Die Gudenauer veräußern ihren Besitz in Zusammenhang mit rechtlichen Unsicherheiten im Zuge der Säkularisierung und verlassen die Region.
Schon damals wird auf dem Burghof neben dem landwirtschaftlichen Betrieb eine Wein- und Kaffeewirtschaft betrieben. Der Tochter des Pächters Theodor Riegel, Anna Maria, wird geschäftstüchtig die Hauptrolle des „schönen Töchterleins“ in Ludwig Uhlands Lied von 1808 angedichtet. Der Burghof ist damals vor allem bei den Bonner Studenten sehr beliebt. Ein Wandgemälde im Gastraum stellte passenderweise drei Burschen vor dem alten Burghof dar. Darunter fanden sich alle Strophen des auch als „Dreiburschen-Lied“ bekannten Werks. Die erste Strophe lautet: „Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein, bei einer Frau Wirtin, da kehrten sie ein“. Im Siebengebirgsmuseum Königswinter findet sich heute ein als „Drei Burschen Baum“ beschriftetes Original-Holzschild vom Burghof mit einer farbigen Darstellung der drei studentischen Burschen. Anna Maria Riegel verstirbt mit nur 25 Jahren am 25. Mai 1825.
Der Notar Schäfer, der die Immobilie nur verwaltet, veräußert den Burghof nach 1823 zu einem unbekannten Zeitpunkt an den Freiherrn von Weichs.
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Ausbau und Besitzwechsel im 19. Jahrhundert
1854 erwirbt Ferdinand Hoffman den Hof für 8.400 Mark. Der Amerika-Rückkehrer Hoffmann hatte sein Geld als Landverkäufer in St. Louis/Missouri gemacht. Er investiert erheblich in den landwirtschaftlichen Betrieb. Neben Roggen, Weizen, Gerste, Erbsen und Wicken (Viehfutter) wird sogar ein Weinberg angelegt. 1862 vergrößert er seinen Besitz um das Gut Elsigerfeld, das heutige Milchhäuschen. Entlang des Zuwegs zum späteren Dechendenkmal lässt er Esskastanienallee pflanzen. Beliebt war damals auch das Setzen von Mammutbäumen. Hoffmanns Baum ist heute zu einem riesigen Exemplar herangewachsen, der den Burghof deutlich überragt. Zu dem offenbar als Milchhof geführten Betrieb gehörten 1881 drei Pferde und zwölf Kühe (StaKW 1545).
Hoffmann, der auch einen Ausschank am Burghof betreibt und daher Interesse an einer leichten Erreichbarkeit hat, setzt sich nachdrücklich für den Bau eines fahrbaren Wegs ein. Bislang gibt es nur den steilen ausgefahrenen Karrenweg der Wolkenburger Steinhauer zum Rhein. Um das Projekt zu unterstützen spendet er 200 Taler an die „Verschönerungs-Commission“, die auch „Wege-Comité“ genannt wurde - im Prinzip ein Vorläufer des 1869 gegründeten Verschönerungsvereins des Siebengebirges (VVS). Nach sieben Jahren Verhandlungen mit den betroffenen Grundstückseignern kann 1867 der Oberweingartenweg genannte Fahrweg über den Saurenberg (heute Standort des Lemmerz Bads) eröffnet werden.

1881 verkauft Hoffmann den Burghof an den Baron von Sarter. Der aus einfachen Verhältnissen stammende Bonner Stephan von Sarter hatte als Börsenfachmann an der Pariser Börse ein größeres Vermögen erworben. So war er unter anderem an der Finanzierung des Suezkanals und des Panamakanals beteiligt. Mittels einer Spende über 40.000 Mark erlangt er 1881 den Adelsstand. Für den Bau eines dem neuen Titel angemessenen Gebäudes benötigt er das „Dünnholz“, eine zum Burghof gehörende Anhöhe oberhalb des Rheins, um dort von 1882 bis 1884 Schloss Drachenburg zu errichten.
Der Burghof besteht zu dem Zeitpunkt aus einem Wohnhaus mit Pavillon sowie Kelterhaus, Scheune, Stallung, Kornspeicher und Hofraum. Die Ländereien umfassen insgesamt 36 ha, darunter Gärten, Ackerland, Holzungen, Wiesen und einen Weinberg. 1885 hat das Anwesen acht Bewohner. Bis Ende des 20. Jahrhunderts ist die Geschichte des Burghofs nun eng mit dem Schloss Drachenburg verknüpft.
Ferdinand Hoffmann bleibt dem Burghof auch nach dem Verkauf an Sarter zunächst als Pächter erhalten. Nach seinem Tode 1891 bewohnt seine Tochter noch bis 1893 den Hof und zieht dann mit ihrem Mann nach Rheinbreitbach.

1895 findet Sarter mit Peter Joseph Kalt einen neuen Pächter. Kalt beantragt noch im selben Jahr eine Ausschankgenehmigung zur Verabreichung von Milch, Kaffee, Limonade und Selterswasser. Die Familie Kalt betreibt den Burghof über mehrere Generationen bis mindestens 1939. Regelmäßig wird auf dem Burghof zum „Hasenessen“ oder zum „Wurstessen“ geladen. Zweites Standbein neben der Gastwirschaft bleibt der landwirtschaftliche Betrieb. Außer Milch und Weizen als Hühnerfutter bietet man im Herbst Esskastanien, Kartoffeln, Äpfel und Lämmer zum Kauf an. Auch Weidenruten zum Anbinden von Reben sind bisweilen im Angebot. 1903 wird der Zuchtstier der Familie Kalt offiziell vom Bürgermeister zur Deckung von Zuchtvieh zugelassen.
Zwischen 1895 und 1900 lässt Sarter anstelle älterer Gebäude am Burghof einen neuen Pferde- und Kuhstall sowie eine Scheune errichten.
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Tourismus im 20. Jahrhundert
Nach dem frühen Tode Sarters im Jahr 1902 erwirbt sein Neffe Jakob Hubert Biesenbach 1903 Schloss Drachenburg mit dem Burghof. Das Schloss wird nun für den Tourismus geöffnet, im Schlosspark entstehen die „Nordischen Häuser“, eine Blockhaus-Feriensiedlung für den Sommer. Zugleich lässt er 1904 das Hauptgebäude des alten Burghofs abreißen, um dort zur Unterbringung der Schlossbesucher einen modernen Hotelneubau im Schweizer Stil zu errichten. Architekt ist Hermann Schmitt, der auch für die Planung zahlreiche Villen in der Bonner Südstadt verantwortlich ist. Die Wirtschaftsgebäude bleiben erhalten. Da der VVS die Nutzung seiner Wege im Siebengebirge nicht gestattet muss das gesamte Baumaterial mit Hilfe der Drachenfelsbahn an die Baustelle gebracht werden (Echo 7.1.1904).

Schon 1910 verkauft Biesenbach Burghof und Schloss an den Rittmeister a.D. Egbert von Simon. Dessen ambitionierten touristischen Pläne wie u.a. eine Luftschiffhalle können nicht umgesetzt werden. Nach Simons Tode 1914 an der Westfront kann seine Frau das überschuldete Anwesen nicht halten und der Kölner Kaufmann Herrmann Flohr ersteigert den Burghof 1921 von der Schuldnerbank, 1923 folgt das Schloss. Flohr ist zwischenzeitlich auch Eigentümer des Hotels Rosenau. 1930 verkauft er Schloss und Burghof an einen katholischen Orden.

Nationalsozialismus
Dem Nationalsozialistischen Regime ist die Heimschule St. Michael, die katholischen Glauben mit Idealen der bündischen Jugendbewegung verknüpft, ein Dorn im Auge und muss 1938 auf politischen Druck schließen.
Schon 1939 wird im Burghof ein „KDF-Heim“ für 30 bis 35 „KDF-Urlauber“ eingerichtet). Der Betrieb des Hauses liegt nach wie vor in der Hand der Pächterfamilie Kalt (Echo 4.2.1939). Im September 1940 erwirbt die Deutsche Arbeitsfront (DAF) Schloss Drachenburg zusammen mit dem Burghof für eine Summe von 600.00 Mark (Echo 2.11.1940). In der Lokalzeitung findet sich eine Aufstellung der Ländereien, die insgesamt gut 28 Hektar umfassen. Neben Wiesen (4,25 Hektar) und Ackerflächen (3,51 Hektar) können dem Burghof auch 15,77 Hektar Waldungen zugeordnet werden (Echo 12.11.1940). Im Schloss wird nun eine „Adolf-Hitler Schule“ eingerichtet, eine der NSDAP unterstellte nationalsozialistische Eliteschule und Kaderschmiede. Ob der Burghof weiterhin als „KDF-Heim“ genutzt wird oder Teil der „Adolf-Hitler Schule“ wird ist unklar.

Nachkriegszeit
Nach dem Krieg fällt der Besitz an die alliierte Militärregierung, die in den Gebäuden Flüchtlinge unterbringt. Ab 1947 mietet die Reichsbahndirektion Wuppertal die Gebäude und richtet nach Renovierungsmaßnahmen eine Eisenbahnerschule ein. Nach der Schließung 1960 steht das Schloss leer. Das Land NRW, welches seit 1953 Eigentümer ist, erwägt zwischenzeitlich den Abriss des Schlosses, stößt damit aber auf erbitterten Widerstand. 1971 erwirbt der Exzentriker Paul Spinat das Schloss zusammen mit dem Burghof.

Der Burghof selbst wird nach dem Krieg wieder als Restauration eröffnet. Die Pächter Josef Kalt und Anton Schmitt bewerben 1950 im Königswinterer Anzeigenblatt den „Burghof am Drachenfels“ als Hotel und historische Gaststätte. Auf einer dazugehörigen Abbildung des Hofs werden die „Dreiburschen“ dargestellt, die offenbar immer noch werbewirksam sind. So wird auch die 1953 nach Renovierungsarbeiten wiedereröffnete Gaststätte als „Dreiburschenklause“ bezeichnet. (HVZ, 11.3.1953). Kurzzeitig wird auf der unterhalb des Hofes liegende Wiese ein Campingplatz betrieben. (HVZ, 5.8.1954). Von 1959/1960 bis ca. 1972 führt Anton Schmitt den Burghof dann alleine. Vermutlich endet damit auch der landwirtschaftliche Betrieb.
Als Ausflugslokal erfreut sich der Burghof weiterhin großer Beliebtheit. Neben den Außenterrassen gibt es nun einen Kinderspielplatz mit Schaukel und dem legendären Kettenkarussell. Für die Größeren sorgt ein Minigolfplatz für Abwechslung (WDR Digit 1973).
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Leerstand, Rettungsversuche und Sanierungskonflikte der Gegenwart
Nach dem Tode Paul Spinats 1989 erwirbt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung das Schloss. Der Burghof wird jedoch an den Architekten Viktor Schneider und Christa Repohl veräußert. Die Gaststättenkonzession erlischt im selben Jahr, ca. 180 Jahre Restaurationsgeschichte gehen zu Ende. Seitdem steht das Gebäude leer.

Nach 15 Jahren Verfall ersteht 2004 die zur 4711-Dynastie gehörende Familie Streve-Mülhens vom Wintermühlenhof den Burghof. Die Familie Streve-Mülhens fühlt sich mit dem Objekt verbunden und als Betreiber der Zahnradbahn Drachenfels möchte sie das Umfeld in direkter Nachbarschaft zu Schloss und Bahn verbessern. Doch nach anfänglicher Euphorie scheinen die Pläne zu stocken.

Hoffnung keimt auf, als sich 2013 interessieren sich der Bauingenieur Frank Grabow und der Gastronom Hans Hatterscheid (Löwenburger Hof) für das Objekt. Sie lassen erste Maßnahmen zur Sicherung der Baustruktur durchführen und entfernen den Wildwuchs um das Gebäude. Die Projektträger zerstreiten sich jedoch, und 2016 veräußert die Familie Streve-Mülhens den Burghof an den Bonner Immobilienunternehmer Marc Asbeck. Asbeck möchte den Bau als privates Wohnhaus im Schweizer Chalet-Stil herrichten. Doch nach nur zwei Jahren gibt der erfahrene Unternehmer Asbeck seine Planungen auf. Die langwierigen Genehmigungsverfahren und die restriktiven Bedingungen zur Nutzung der im Besitz des VVS liegenden Zufahrtsstraße mögen mit eine Rolle gespielt haben.

Nachdem die Nordrhein-Westfalen-Stiftung ein Kaufangebot ablehnt wird der Burghof 2018 für 2,5 Millionen Euro inseriert. Angesichts des weit fortgeschrittenen Verfalls u.a. aufgrund defekter Dachentwässerungen und wilden Partys in dem „Lost Place“ ein hoher Preis. Im Herbst 2019 ersteht dann der Immobilienunternehmer und Weingutbesitzer Bernd G. Siebdrat aus Rhöndorf den Burghof. Siebdrat, der in Rhöndorf bereits das „Haus im Turm“ (Villa Merkens) erfolgreich saniert hat, möchte das Anwesen unter dem Namen „Siebengebirgs-Alm“ als Gasthaus und Veranstaltungsort wieder der Öffentlichkeit zugänglich machen. Um den weiteren Verfall zu stoppen beginnen 2021 erste Sicherungsmaßnahmen und nach Erhalt einer Baugenehmigung im Juni 2023 starten die Sanierungsarbeiten mit dem Ziel, das Haus schon 2024 eröffnen zu können.
Doch aufgrund anhängiger Klagen des BUND Rhein-Sieg gegen die Baugenehmigung, Sanierung und öffentliche Nutzung des Gebäudes wurde bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung des Sachverhaltes zum wiederholten Mal ein Baustopp verordnet. Der Ausgang ist offen. Ein Prozedere, das angesichts des jahrzehntelangen Verfalls des ehemals beliebten Ausflugslokals bei vielen Besuchenden des Siebengebirges auf Unverständnis stößt.

Seit dem 18. November 1997 ist der Burghof zudem unter der Nummer A 314 in die Denkmalliste eingetragen. Das zweigeschossige, unterkellerte Hauptgebäude wird durch einen unregelmäßigen Grund- und Aufriss charakterisiert. Die Fassade ist durch Terrassen, Vorsprünge, Risalite und Balkone aufgelockert. Die Eindachung besteht aus einem weit vorkragenden Krüppelwalmdach, die Giebel besitzen eine Holzverschalung. Im Winkel zum Haupthaus stehen die älteren zweigeschossigen Stallungen in Backsteinausführung. Vor dem Gebäude befindet sich eine große unterkellerte Aussichtsterrasse. Neben dem Haupthaus hat sich die Eisenkonstruktion eines überdachten Trinkpavillons aus dem frühen 20. Jahrhundert erhalten.
Nach dem desaströsen Zustand der letzten Jahrzehnte wirkt der Bau heute von außen fast bezugsfertig. Dies darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Zukunft des Burghofs noch immer nicht gesichert ist.
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Datierung
Gründung 12. Jahrhundert, Wirtschaftsgebäude 1900 bis heute, Haupthaus 1904 bis heute.

Zugang
Vor dem Gebäude verläuft ein öffentlicher Weg.

Hinweis
Das Objekt „Burghof am Drachenfels in Königswinter“ ist wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereiches Siebengebirge (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 446).

Baudenkmal
Der Burghof ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste der Stadt Königswinter, Denkmalnummer A 314).

(Jörn Kling, 2025)

Quellen
  • „Echo des Siebengebirges“
  • „General-Anzeiger-Bonn“

Internet
de.wikipedia.org: Burghof (Königswinter) (abgerufen 8.01.2026)
virtuelles-heimatmuseum.de: Das virtuelle Heimatmuseum Ittenbach. Der ehemalige Burghof (abgerufen 8.01.2026)
www.rheinische-geschichte.lvr.de: Klein, Ansgar S., Stephan von Sarter, in: Internetportal Rheinische Geschichte (abgerufen 8.01.2026)
www.schloss-drachenburg.de: Schloss Drachenburg: Geschichte (abgerufen 8.01.2026)
www.denkmalschutz.de: Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Burghof (abgerufen 8.01.2026)
www.bund-rsk.de: Pressemeldung BUND-Kreisgruppe Rhein-Sieg: Baustopp am Burghof erwirkt! (abgerufen 8.01.2026)
digit.wdr.de: WDR Digit 1973: Filmbeitrag „Königswinter“ (abgerufen 8.01.2026)


Literatur

Biesing, Winfried (1997)
Das Schloss Drachenburg und der Burghof im Wandel der Zeit. Königswinter.
Hardenberg, Theo (1986)
100 Jahre Nachtigallental: 1861-1961. In: Heimatverein Siebengebirge (Hrsg.): Streiflichter aus dem Siebengebirge [Festschrift 1926-1986], S. 163-172, Königswinter.
Klein, Ansgar Sebastian (2008)
Aufstieg und Herrschaft des Nationalsozialismus im Siebengebirge. Essen.
Nose, Carl Friedrich (1789)
Orographische Briefe über das Siebengebirge und die benachbarten zum Theil vulkanischen Gegenden beyder Ufer des Nieder-Rheins. Oestliche Rhein-Seite. Erster Theil. Frankfurt am Meyn.
Schyma, Angelika / Landschaftsverband Rheinland. Rheinisches Amt für Denkmalpflege (Hrsg.) (1992)
Stadt Königswinter. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmäler im Rheinland, 23.5.) S. 55, Köln.
Von Schönebeck, Johann Bernhard Constantin (1784)
Mahlerische Reise am Nieder-Rhein. 1. Heft. Nürnberg.

Burghof am Drachenfels in Königswinter

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Burghof / Drachenfelsstraße
Ort
53639 Königswinter / Deutschland
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1100 bis 1904, Ende nach 1989

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Jörn Kling (2025): „Burghof am Drachenfels in Königswinter”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-356783 (Abgerufen: 1. Juli 2026)
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