Kulturlandschaft Unterer Niederrhein

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Gemeinde(n): Alpen, Bedburg-Hau, Dinslaken, Duisburg, Emmerich am Rhein, Hamminkeln, Hünxe, Isselburg, Kalkar, Kleve (Nordrhein-Westfalen), Kranenburg (Nordrhein-Westfalen), Moers, Rees, Rheinberg, Sonsbeck, Uedem, Voerde (Niederrhein), Wesel, Xanten
Kreis(e): Borken (Nordrhein-Westfalen), Duisburg, Kleve (Nordrhein-Westfalen), Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Lage der Kulturlandschaft Unterer Niederrhein in Nordrhein-Westfalen

    Lage der Kulturlandschaft Unterer Niederrhein in Nordrhein-Westfalen

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  • Baumbestandene Wurt in der Rheinaue bei Kleve-Griethausen, Kreis Kleve

    Baumbestandene Wurt in der Rheinaue bei Kleve-Griethausen, Kreis Kleve

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  • Heidelandschaft und Wald in der Dingdener Heide bei Hamminkeln im Kreis Wesel (2011).

    Heidelandschaft und Wald in der Dingdener Heide bei Hamminkeln im Kreis Wesel (2011).

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  • Beschreibender Text zur Kulturlandschaft "Unterer Niederrhein" in Nordrhein-Westfalen

    Beschreibender Text zur Kulturlandschaft "Unterer Niederrhein" in Nordrhein-Westfalen

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    Landschaftsverband Rheinland / Landschaftsverband Westfalen-Lippe
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  • Rheinbrücke bei Emmerich, Kreis Kleve (2007)

    Rheinbrücke bei Emmerich, Kreis Kleve (2007)

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  • Spielkarte "Rhein-Mündung" mit einer Ansicht des Rheins bei Rotterdam (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

    Spielkarte "Rhein-Mündung" mit einer Ansicht des Rheins bei Rotterdam (aus dem Quartettspiel "Der Rhein", Ravensburger Spiele Nr. 305, Otto Maier Verlag 1952).

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    Otto Maier Verlag Ravensburg
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  • Blick von der Rheinfähre Walsum zurück auf Rheinberg-Orsoy, im Hintergrund ist der der Turm der evangelischen Kirche zu sehen (2014).

    Blick von der Rheinfähre Walsum zurück auf Rheinberg-Orsoy, im Hintergrund ist der der Turm der evangelischen Kirche zu sehen (2014).

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  • Liste der Bedeutsamen Kulturlandschaftsbereiche auf der Ebene der Landesplanung in Nordrhein-Westfalen (PDF-Datei 381 KB, 29 Seiten, 2007)

    Liste der Bedeutsamen Kulturlandschaftsbereiche auf der Ebene der Landesplanung in Nordrhein-Westfalen (PDF-Datei 381 KB, 29 Seiten, 2007)

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  • Schwarzbunte Holstein-Rinder auf einer Weide in Rees-Haldern (2008).

    Schwarzbunte Holstein-Rinder auf einer Weide in Rees-Haldern (2008).

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  • Reproduktion einer historischen Landkarte von 1680 im Bereich des unteren Niederrheins.

    Reproduktion einer historischen Landkarte von 1680 im Bereich des unteren Niederrheins.

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    Heimatverein Dingden e.V.
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  • Früheres Atomkraftwerk "Schneller Brüter" Kalkar, Blick auf die Hotelanlagen im heutigen Freizeitzentrum "Wunderland Kalkar" (2016).

    Früheres Atomkraftwerk "Schneller Brüter" Kalkar, Blick auf die Hotelanlagen im heutigen Freizeitzentrum "Wunderland Kalkar" (2016).

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  • Donkenlandschaft bei Winnekendonk, Stadt Kevelaer, Kreis Kleve

    Donkenlandschaft bei Winnekendonk, Stadt Kevelaer, Kreis Kleve

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    Thuns, Michael
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  • Rheinbrücke bei Rees, Kreis Kleve (2007)

    Rheinbrücke bei Rees, Kreis Kleve (2007)

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  • Die Kriemhild-Windmühle in Xanten (2001)

    Die Kriemhild-Windmühle in Xanten (2001)

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  • Historischer Deich bei Rees-Esserden, Kreis Kleve

    Historischer Deich bei Rees-Esserden, Kreis Kleve

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    Wegener, Wolfgang
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  • Burg Botzlaer, Kalkar-Appeldorn, Kreis Kleve

    Burg Botzlaer, Kalkar-Appeldorn, Kreis Kleve

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Der Rheinstrom beherrscht diese Kulturlandschaft sowohl im Landschaftsbild als auch in der Landnutzung. Die mit der Mäandrierung verbundenen Rheinstromverlagerungen führten zu Zerstörung und Neuschaffung von Siedlungsland. Sie dokumentieren sich in den zahlreichen, zum Teil verlandeten Altrheinarmen.
Erst mit der preußischen Rheinstromregulierung wurde der Flusslauf endgültig fixiert. Die morphologisch wenig gegliederte Landschaft erhält ihre Struktur durch die Verteilung der Landnutzungen und die Siedlungsmuster. Der überwiegende Grünlandanteil wird durch Hecken und Baumreihen bzw. -gruppen, teilweise als Kampenbegrenzungen, unterteilt. Auf den höher gelegenen Bereichen der Uferwälle liegen flussnahe Siedlungs- und Ackerflächen. Die das Siedlungsbild dominierenden Einzelhöfe, aber auch größere Siedlungseinheiten wurden zudem auf künstlich aufgeschütteten Wurten errichtet. Der landschaftsprägende Deichbau spielt eine große Rolle. Allein für das Mittelalter lassen sich vier Ausbauphasen ablesen.
In dem bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit dauerhaft besiedelten Raum – mit der Colonia Ulpia Traiana als herausragender römischer Hinterlassenschaft – entstanden im Mittelalter viele Siedlungen, Brüche wurden kolonisiert und zahlreiche Ortschaften bekamen Stadtrechte verliehen. Die unterschiedlichen Kolonisationsphasen bilden sich in den Siedlungsstrukturen ab, beispielsweise bei den sog. Holländersiedlungen. In Kleve entstand im 17. Jahrhundert eine der bedeutendsten brandenburgischen Residenzanlagen, die weit in die Landschaft ausgreift und zahlreiche Sichtbezüge aufweist. Im Zuge des Festungsausbaus von Wesel wurde unter Napoleon die mittelalterliche Stadt Büderich niedergelegt. Sie ist die einzige derartige Wüstung im Rheinland.
Territoriale Zusammenhänge vermitteln die zahlreichen mittelalterlichen Wasserburgen und die seit dem Spätmittelalter entstandenen Landwehren. Im Linksrheinischen finden sich Eisenbahnrelikte des 19. Jahrhunderts. Der Wallfahrtsort Marienbaum und die Stiftskirche Elten mit ihrer starken Landschaftswirkung sind von hoher kulturlandschaftlicher Bedeutung.
Unterschiedliche Kleinelemente wie Bauerngärten, Bildstöcke, Wegekreuze, Hohlwege, Kopfweiden, Niederwaldreste, Wallstrukturen und Heiligenhäuschen sind in großer Zahl vorhanden.

Eine ausführliche Beschreibung der Kulturlandschaft findet sich in der Mediengalerie (PDF-Dokument).

(LWL/LVR, 2007)


Kopfweiden am Niederrhein
Besonders das niederrheinische Tiefland mit seinen oft ausgedehnten Wiesenlandschaften am Rhein und seinen Nebenflüssen war früher geprägt durch seine charakteristischen Reihen von Kopfbäumen. Dazu zählten nicht nur Kopfweiden, sondern auch Kopfeschen. Die heute noch erhaltenen Kopfweiden sind Zeugen einer alten Landbewirtschaftung und werden daher in unserer Zeit leider immer seltener. Kopfweiden benötigen in regelmäßigen Abständen einen Schnitt ihrer Äste, sonst brechen sie auseinander. Durch diese „Pflege“ siedeln sich zwischen den Aststümpfen der Weiden oft unerwartete Aufsitzerpflanzen an. Teilweise faulen auch die Stämme aus, so dass sich in den Astlöchern Höhlenbrüter ansiedeln können. Ein reiches Angebot an Nisthöhlen, Wiesen und ein günstiges Klima sorgen dann dafür, dass am Niederrhein die größte Besiedlungsdichte des Steinkauzes in Deutschland ermöglicht wurde.

(Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, 2002)

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 07.03.2013)

Literatur

Burggraaff, Peter / Gregarek, Heike / Kleefeld, Klaus-Dieter / Wiemer, Karl-Peter (2010)
Der Niederrhein. Natur- und Kulturerbe (Dokumentation der Tagung vom 10.-12. November 2009 in Xanten). Köln.
Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). 39, Münster, Köln.
Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. (Hrsg.) (2002)
Rheinland: Denkmal, Landschaft, Natur - 2003 (Jahreskalender 2003, 33. Jahrgang). Köln.

Kulturlandschaft Unterer Niederrhein

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
51° 49′ 19,54″ N, 6° 12′ 7,14″ O / 51.82209°, 6.20198°
Koordinate UTM
32U 307172.17 5744953.91
Koordinate Gauss/Krüger
2513969.81 5743127.81

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„Kulturlandschaft Unterer Niederrhein”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080619-0010 (Abgerufen: 17. August 2017)
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