Lineare Gehölzstrukturen in der holozänen Rheinaue (Niederterrasse) des linken Rheinufers zwischen Emmerich, Rees, Kalkar und Kleve auf der Grundlage der Neuaufnahme von 1890-1896

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bedburg-Hau, Kalkar, Kleve (Nordrhein-Westfalen), Xanten
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen), Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die linear angeordnete Vegetation prägt neben den Hauptlandnutzungen Acker- und Grünland das Landschaftsbild der holozän geprägten Auenflächen des Unteren Rheins um 1895.

Hierzu wurden diese linearen Strukturen auf der Grundlage der Preußischen Neuaufnahme von 1895 kartiert. Sie sind bereits älter und innerhalb dieses Objekteintrages auf einer zuverlässigen Kartengrundlage (Neuaufnahme) erfasst worden. Damit ist eine strukturelle Aussage zur Kontinuität einer für den Unteren Niederrhein charakteristischen anthropogen geprägten Vegetationsform möglich. Diese Kontinuität ist wiederum als Persistenz zu verstehen, d.h. eine raumwirksame Maßnahme der Vergangenheit wirkt sich bis heute aus und hat eine kulturlandschaftliche große Bedeutung. Weiterhin sind diese linearen Vegetationsstrukturen von großer ökologischer Bedeutung für den Naturschutz. Sie haben eine prägende Wirkung auf das charakteristische Landschaftsbild des Niederrheins.

Es ist allerdings sehr schwierig, die Baum- und Straucharten zu bestimmen, denn diese sind nicht in der Legende der Karte differenziert worden. Hierzu muss auf zeitgenössische Literatur und besonders auf zeitgenössische Landschaftsbeschreibungen zurückgegriffen werden. Prägende Baumarten für diesen Raum sind vor allem Weiden, Erlen und Pappeln.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2014)

Literatur

Braun, Bettina / Konold, Werner (1998)
Kopfweiden. Kulturgeschichte und Bedeutung der Kopfweiden in Südwestdeutschland. (Beihefte zu den Veröffentlichungen für Naturschutz und Landschaftspflege in Baden-Württemberg 89.) Karlsruhe.
Reiners, Herbert (1961)
Agrarstruktur und Korbweidenwirtschaft in der Rur-Wurm-Niederung. (Forschungen zur Deutschen Landeskunde 129.) Bad Godesberg.

Lineare Gehölzstrukturen in der holozänen Rheinaue (Niederterrasse) des linken Rheinufers zwischen Emmerich, Rees, Kalkar und Kleve auf der Grundlage der Neuaufnahme von 1890-1896

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten
Historischer Zeitraum
Beginn 1895
Koordinate WGS84
51° 45′ 24,97″ N, 6° 17′ 12,86″ O / 51.75694°, 6.28691°
Koordinate UTM
32U 312753.87 5737487.66
Koordinate Gauss/Krüger
2519853.73 5735897.96

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„Lineare Gehölzstrukturen in der holozänen Rheinaue (Niederterrasse) des linken Rheinufers zwischen Emmerich, Rees, Kalkar und Kleve auf der Grundlage der Neuaufnahme von 1890-1896”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-85777-20140211-2 (Abgerufen: 15. August 2018)
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