Dies ist das Konzept des Kunstprojektes STOLPERSTEINE von Gunter Demnig. Es handelt sich um das weltweit größte dezentrale Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der Nationalsozialisten. Die 96 mal 96 mal 100 mm großen Betonsteine tragen auf der Oberfläche eine Messingtafel mit einer Inschrift. Sie werden direkt in den Boden vor der letzten freiwillig gewählten Wohnstätte eines NS-Opfers eingelassen, so dass man als Fußgänger gedanklich über sie „stolpert“ und sich „verneigen“ muss, um die Inschrift zu lesen. Diese gibt an, wer dort wohnte, die Lebensdaten und den Grund der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat seit 1996 über 116 000 solcher Gedenksteine verlegt, nicht nur in Deutschland.
Es waren vor allem Mutterstadter Bürgerinnen, Bürger und Vereine, die schon vor mehreren Jahren den Anstoß gaben, auf diese Weise auch in Mutterstadt an die Opfer der NS-Diktatur zu erinnern. 2020 wurden dann von Seiten der Gemeinde entsprechende Beschlüsse gefasst, so dass dem Projekt nichts mehr im Wege stand. Die Steine werden durch Spenden finanziert. Überwältigend viele Bürgerinnen und Bürger meldeten sich, um eine Patenschaft für ein oder gleich mehrere Steine zu übernehmen. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen, so viele Erinnerungssteine - insgesamt 94 und eine „Stolperschwelle“ - zu realisieren.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Mitglieder des Mutterstadter „Stolpersteine-Teams“:
- Gunther Holzwarth (Büroleiter, Mitglied des Historischen Vereins der Pfalz e.V.),
- Dr. Christina Wolf (Leiterin Gemeindearchiv, Archäologin, Mitglied des Historischen Vereins der Pfalz e.V.),
- Volker Schläfer (Büroleiter a.D., Orts-Chronist, Mitglied des Historischen Vereins der Pfalz e.V.),
- Michael Hemberger (Öffentlichkeitsarbeit).
(Zusammengestellt von Christina Wolf, Gemeinearchiv Mutterstadt, 2022)