Stolpersteine zur Erinnerung an Isidor und Klara Maas
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Gemeinde Mutterstadt, Michael Hemberger
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Michael Hemberger
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Bäckerei Maas; Sitzend, von rechts nach links: Frau Müller (Nachbarn, Eltern von Edith Kuntz geb. Müller), Herr Müller, Isidor Maas, Verwandter der Familie Maas aus Ludwigshafen-Edigheim, Verwandter der Familie Maas aus Ludwigshafen-Edigheim, Emma Maas (Schwester von Klara Maas), Klara Maas. Am Fenster rechts: Erna Maas (Ehefrau von Ludwig Maas) Am Fenster links: Mathilde Maas (Ehefrau von Hermann Maas) (1933)
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Gemeindearchiv Mutterstadt
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Stolpersteine zur Erinnerung an Isidor und Klara Maas (2023).
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Gemeinde Mutterstadt, Michael Hemberger
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Bäckerei Maas
Sitzend, von rechts nach links: Frau Müller (Nachbarn, Eltern von Edith Kuntz geb. Müller), Herr Müller, Isidor Maas, Verwandter der Familie Maas aus Ludwigshafen-Edigheim, Verwandter der Familie Maas aus Ludwigshafen-Edigheim, Emma Maas (Schwester von Klara Maas), Klara Maas.
Am Fenster rechts: Erna Maas (Ehefrau von Ludwig Maas)
Am Fenster links: Mathilde Maas (Ehefrau von Hermann Maas) (1933).
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Gemeindearchiv Mutterstadt
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Isidor Maas (*28.03.1876, Heinsheim (Baden) - †April 1944, Auschwitz) zog im Februar 1902 von Kaiserslautern nach Mutterstadt. Hier heiratete er Klara geb. Marx (*18.05.1877 - †April 1944, Auschwitz). Die beiden bekamen drei Kinder: Hermann (*05.12.1902, Mutterstadt), Ludwig (*01.02.1904, Mutterstadt) und Friedrich (*14.07.1907, Mutterstadt - †27.02.1909, Mutterstadt). Friedrich starb schon 1909. Hermann zog 1925 nach Hannover und heiratete Mathilde Türk, Ludwig heiratete Erna Neumann und zog nach Hassloch. Isidor Maas war selbständiger Bäckermeister und führte seit 1902 eine Bäckerei mit Ladengeschäft in der Fußgönheimer Str. 7. 1929 kaufte er das Haus in der Fußgönheimer Str. 9 und erweiterte das Geschäft mit einer neuen Backstube und einem Café. Die Söhne arbeiteten als Bäcker und Konditoren mit im Geschäft. Seit 1930 waren die drei zu je einem Drittel an dem Geschäft beteiligt. Auf dem Wochenmarkt in Ludwigshafen verkauften sie regelmäßig Backwaren. 1937 wurde Haus Nr. 7 und Nr. 9 im Jahr 1938 verkauft. Daraufhin zog die Familie in das Anwesen Speyerer Str. 13. Hermann Maas floh 1937 mit Familie in die USA. Sein Bruder Ludwig flüchtete ein Jahr später mit seiner Familie und schrieb im Juli 1948 aus New York einen Brief an das Bürgermeisteramt Mutterstadt: „Als Erbe des Anwesens Speyerer Str. 13 eingetragen auf den Namen Emma Marx“ (die Schwester seiner Mutter, in Auschwitz ermordet) habe er den Wunsch, dass das Haus geräumt werde, damit ein Freund einziehen könne. Da aber zu der Zeit Wohnungsnot herrschte, antwortete Bürgermeister Hartmann, dass das Haus von zwei Familien bewohnt sei, die anderweitig nicht untergebracht werden könnten. Beide Familien Maas werden in der amerikanischen Volkszählung von 1940 aufgeführt. Isidor und Klara Maas dagegen wurden im Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Isidor war in Block B, Baracke 13, Klara in Block I, Baracke 24. Am 4. April 1941 beantragten sie ihre Entlassung, um in die USA auszuwandern. Zehn Tage später wurden sie nach Rivesaltes gebracht. Klara kam von dort am 15.11.1942 nach Nexon und am 14. März 1943 in das Internierungslager Masseube. Isidor kam von Rivesaltes nach Les Milles und von dort am 14.03.1943 nach Masseube. Von hier aus wurden sie in das Transitlager Drancy gebracht. Am 7. März 1944 begann für beide der „Transport 69“ nach Auschwitz, der am 10. März das Vernichtungslager erreichte. Der aus Viehwaggons bestehende Zug fuhr über Mannheim.
(Zusammengestellt von Christina Wolf, Gemeindearchiv Mutterstadt, 2023)
Internet www.mutterstadt.de Schicksale Isidor und Klara Maas PDF-Datei 2,6 MB (abgerufen 18.06.2026) www.stolpersteine-guide.de (abgerufen 18.06.2026) www.mutterstadt.de Dritte Verlegung von Stolpersteinen: Gedenken an Mutterstadter NS-Opfer (abgerufen 18.06.2026)
Stolpersteine zur Erinnerung an Maas Isidor und Klara in Mutterstadt
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Empfohlene Zitierweise
Christina Wolf: „Stolpersteine zur Erinnerung an Maas Isidor und Klara in Mutterstadt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360280 (Abgerufen: 17. August 2026)
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