Stolpersteine zur Erinnerung Ludwig Löb, Thekla Löb und Sohn Julius Löb
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Ludwig Löb
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Textilgeschäft an der Ecke Schulstraße/Rheingönheimer Straße
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Stolpersteine zur Erinnerung an Löb Ludwig, Löb Thekla mit Sohn Löb Julius (2023).
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im Foto rechts Ludwig Löb.
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Textilgeschäft Familie Löb an der Ecke Schulstraße/Rheingönheimer Straße in Mutterstadt.
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Ludwig Leopold Löb (*26.04.1874, Mutterstadt - †21.11.1936, Mannheim) und Thekla geb. Weiler (*17.02.1882, Saarwellingen -†1944, Auschwitz) heirateten am 01. Mai 1907 in Mutterstadt. Sie hatten einen Sohn Julius (*13.02.1908, Mutterstadt - †21.11.1936, Auschwitz). Ludwig Löb war als Soldat im 1. Weltkrieg und wurde mit dem Ehrenkreuz ausgezeichnet. Im Einwohnerbuch von 1928/29 ist der Kaufmann als „Inhaber der Firma Julius Löb, Manufaktur- und Modewaren“ eingetragen. 1926 bis 1933 war er erster Vorsitzender des MGV 1873 Frohsinn Mutterstadt e. V. Im Rahmen der „Gleichschaltung“, die „die Verdrängung der Juden aus vielen Bereichen des beruflichen und sozialen Lebens mit sich brachte“, trat er Ende März 1933 von seinem Amt zurück. Im August 1933 wurden alle „Nichtarier“ aus dem Gesangsverein ausgeschlossen. Wegen früheren Kontakten zur „Eisernen Front“ war sein Sohn Julius Löb den Nationalsozialisten schon bekannt. Im März 1934 wurde er vom Landgericht Frankenthal zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, weil er im Gespräch mit einigen Mutterstadtern - im Beisein zweier Polizisten - „Greuelnachrichten“ über die preußischen Konzentrationslager verbreitet haben soll. Am 21.11.1936 starb sein Vater Ludwig Löb in Mannheim. Zusammen mit seiner Mutter Thekla führte er das Textilgeschäft an der Ecke Schulstraße/Rheingönheimer Straße weiter. Wie alle jüdischen Männer zwischen 16 und 60 Jahren wurde auch er am Morgen nach der Reichspogromnacht verhaftet. Am 12.11.1938 wurde er als Häftling-Nr. 25332 in das KZ Dachau eingewiesen, am 13. Januar 1939 aus der „Schutzhaft“ entlassen. Thekla und Julius Löb wurden im Oktober 1940 nach Gurs gebracht. Julius war dort in Ilôt B, Baracke 15. Im Mai 1941 durfte er für einen Monat zu dem Verwandten Ernest Weiler nach Mâcon. Vom Lager Septfonds kam er in das Lager Drancy und von hier am 31.08.1942 nach Auschwitz. Thekla Löb war in Gurs in Ilôt I, Baracke 9. Auch sie erhielt am 31.03.1941 die Erlaubnis, Ernest Weiler in Mâcon zu besuchen. Über das Lager Drancy kam sie am 30.06.1944 nach Auschwitz.
(Zusammengestellt von Christina Wolf, Gemeindearchiv Mutterstadt, 2023)
Internet www.mutterstadt.de Schicksale Ludwig, Thekla und Sohn Julius Löb (abgerufen 10.06.2026) www.stolpersteine-guide.de (abgerufen 10.06.2026) www.mutterstadt.de Zweite Verlegung von Stolpersteinen: Gedenken an Mutterstadter NS-Opfer (abgerufen 10.06.2026)
Stolpersteine zur Erinnerung an Löb Ludwig, Thekla und Julius
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Empfohlene Zitierweise
Christina Wolf: „Stolpersteine zur Erinnerung an Löb Ludwig, Thekla und Julius”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360246 (Abgerufen: 17. Juni 2026)
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