Stolpersteine zur Erinnerung an Löb Ferdinand I und Tochter Liese in Mutterstadt

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Mutterstadt
Kreis(e): Rhein-Pfalz-Kreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 26′ 31,01″ N: 8° 21′ 18,29″ O 49,44195°N: 8,35508°O
Koordinate UTM 32.453.247,82 m: 5.476.786,84 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.453.304,45 m: 5.478.538,55 m
  • Stolperteine zur Erinnerung an Ferdinand Löb und Tochter Liese Löb

    Stolperteine zur Erinnerung an Ferdinand Löb und Tochter Liese Löb

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    Gemeindearchiv Mutterstadt, Michael Hemberger
    Fotograf/Urheber:
    Michael Hemberger
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  • Maria und Ferdinand Löb mit Tochter Liese Löb

    Maria und Ferdinand Löb mit Tochter Liese Löb

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    Gemeindearchiv Mutterstadt
    Fotograf/Urheber:
    unbekannt
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Ferdinand Löb I (*01.05.1866, Mutterstadt - †13.12.1943, Masseube), Handelsmann, wohnte mit seiner Frau Marie geb. Oberdorfer (*25.05.1878, Pflaumloch - †1929, Mutterstadt) in der Speyerer Str. 1. Er war als Eigentümer des Hauses eingetragen. Sohn Alfred (*15.01.1905, Mutterstadt - †1918, Mutterstadt) wurde nur 13 Jahre alt, die Mutter starb bereits 1929. Tochter Liese (Recha) (*10.09.1911, Mannheim - †31.12.1987) gelang die Flucht nach Nordamerika am 20. Januar 1940. Sie heiratete dort Martin Himmel und starb am 31.12.1987. Im November 1926 wurde Ferdinand Löb als Sozialdemokrat Mitglied des Gemeinderats. Schon früh geriet er mit dem 2. Bürgermeister Becker, der seinen Judenhass nicht verbarg, aneinander. Als einziger Jude im Rat setzte er sich im Oktober 1927 dafür ein, dass der jüdische Oberlehrer Michael Rosenstiel bei seiner Entlassung von Seiten der Gemeinde für seine lange Dienstzeit eine Ehrung erhielt. Im März 1933 wurde er - wie viele andere auch - gezwungen, sein Mandat niederzulegen. In der Nachfolge von Rosenstiel übernahm er im Februar 1938 die Vorbeterstelle der jüdischen Gemeinde. Am 20. Dezember desselben Jahres schrieb er an das Bürgermeisteramt Mutterstadt, dass er ab jetzt „auf Grund des Erlasses“ den zweiten Vornamen „Israel“ führen werde.
Zusammen mit all den anderen Mutterstadter Juden, darunter auch seine Geschwister, wurde er am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert. Erhalten sind einige Briefe, die er von dort aus an seine Tochter Liese in die USA schrieb. In den Briefen geht es überwiegend um den Alltag im Lager, die Gesundheit, die schlechte Versorgung, die Sorgen - Ferdinand Löb war über 70 Jahre alt. Am 23.03.1943 kam er in das Internierungslager Masseube, wo er am 13. Dezember starb.

(Zusammengestellt von Christina Wolf, Gemeindearchiv Mutterstadt, 2023)

Internet
www.mutterstadt.de Schicksale Ferdinand I und Tochter Liese Löb (abgerufen 09.06.2026)
www.stolpersteine-guide.de (abgerufen 09.06.2026)
www.mutterstadt.de Zweite Verlegung von Stolpersteinen: Gedenken an Mutterstadter NS-Opfer (abgerufen 09.06.2026)

Stolpersteine zur Erinnerung an Löb Ferdinand I und Tochter Liese in Mutterstadt

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Speyerer Straße 1
Ort
67112 Mutterstadt
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2023

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Christina Wolf: „Stolpersteine zur Erinnerung an Löb Ferdinand I und Tochter Liese in Mutterstadt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360228 (Abgerufen: 17. Juni 2026)
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