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Friedrich Börstler
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Gemeindearchiv Mutterstadt
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unbekannt
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Stolperstein zur Erinnerung an Friedrich Börstler (2023).
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Gemeinde Mutterstadt, Michael Hemberger
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Michael Hemberger
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Friedrich Börstler.
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Gemeindearchiv Mutterstadt
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Friedrich Börstler (*09.05.1882, Mutterstadt - †12.02.1959, Ludwigshafen) war seit 1903 mit Emilie geb. Marx (*04.08.1880 Hückeswagen) verheiratet. Vier Kinder bekamen sie. Bis 1933 lebte die Familie in einer Dienstwohnung in der Fußgönheimer Straße 17, da Börstler seit 1912 als „Schuldiener“ und Bademeister bei der Gemeinde beschäftigt war. Außerdem war er SPD-Mitglied und Vorsitzender der „Freien Turnerschaft“, ein Arbeiter-Verein, der 1933 verboten wurde. Er fiel - wie auch z. B. Jakob Weber, Fritz Schalk und viele andere - der „Säuberungsaktion bei der Mutterstadter Verwaltung und Gemeindepolitik“, die im März 1933 begann, zum Opfer. Zuerst wurde Börstler das Gehalt gekürzt, danach, am 23. Juni, wurde er wegen „schwerer Anschuldigungen seines Dienstes enthoben“ und ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Am 24. Juli 1933 beschloss der Gemeinderat seine Entlassung aus dem Grund, dass Börstler eine Schulfeier kurz bevor das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied gesungen wurde, verließ. Daraufhin wurde er „in Schutzhaft“ genommen und erst am 31.08.1933 aus dem Gefängnis Ludwigshafen entlassen. Weitere Gründe für seine Haft waren seine SPD-Mitgliedschaft und der Vorwurf des „Eigennutzes“ bei seiner Arbeit (angebliche Unterschlagungen und Ähnliches). Auch seine Frau wurde von den Nazis beobachtet. Börstler erhob gegen seine Entlassung Einspruch und erreichte eine Entschädigungszahlung. Er wurde gezwungen, ab dem 1. April 1935 „wegen Dienstunfähigkeit“ in Pension zu gehen. Die Pfälzische Pensionsanstalt erkannte diese Dienstunfähigkeit nicht an, d. h. die Gemeinde sollte selbst die Pensionsbezüge zahlen, woraufhin er als Waagemeister eingestellt wurde. Bei der Wiedergründung des SPD-Ortsvereins am 10.03.1946 mit Bürgermeister Heinrich Hartmann war Friedrich Börstler im Vorstand. Am 11. März 1948 beschloss der Gemeinderat einstimmig, dass Friedrich Börstler mit Wirkung vom 1. August 1946 rückwirkend wieder in die Besoldungsgruppe vor seiner Zurückstellung durch die Nazis eingruppiert werden sollte. Ab Februar 1949 war er nach Heinrich Hartmann ehrenamtlicher Bürgermeister, allerdings nur für die Dauer eines Jahres. Am 12.02.1959 starb er in Ludwigshafen.
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Empfohlene Zitierweise
Christina Wolf: „Stolperstein zur Erinnerung an Börstler Friedrich in Mutterstadt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360349 (Abgerufen: 17. August 2026)
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