Stolperstein zur Erinnerung an Riegel Walter in Mutterstadt

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Mutterstadt
Kreis(e): Rhein-Pfalz-Kreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 26′ 26,17″ N: 8° 21′ 1,83″ O 49,4406°N: 8,35051°O
Koordinate UTM 32.452.915,14 m: 5.476.640,15 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.452.971,64 m: 5.478.391,80 m
  • Stolperstein zur Erinnerung an Walter Riegel

    Stolperstein zur Erinnerung an Walter Riegel

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    Gemeindearchiv Mutterstadt, Michael Hemberger
    Fotograf/Urheber:
    Michael Hemberger
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  • Walter Riegel (Mitte) in jungen Jahren

    Walter Riegel (Mitte) in jungen Jahren

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    Gemeindearchiv Mutterstadt
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  • Walter Riegel mit Ehefrau Dina Riegel

    Walter Riegel mit Ehefrau Dina Riegel

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    Gemeindearchiv Mutterstadt
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Walter Riegel (*20.11.1907, Mutterstadt - †03.04.1985, Homburg) war wie sein Vater Karl von Beruf Heizer. Karl Riegel (*1877) war übrigens mit Anna geb. Weber (*1876) verheiratet. Sie war die Schwester von
Jakob Weber, Bürgermeister von Mutterstadt und Opfer der Nazis im Jahr 1933.
Walter heiratete Dina geb. Heene (*1907), deren Vater Adam SPD-Mitglied und an Untergrund-Aktionen gegen die Nazis beteiligt war. Ihre Mutter war Elisabeth Heene, geb. Reber (*1885), eine der ersten Frauen im Gemeinderat.
Als aktives Mitglied des „Reichsbanners“ und weil er im Januar 1933 die Hakenkreuzfahne vom Wasserturm entfernte, kam Walter Riegel am 13.03.1933 zuerst in „Schutzhaft“ nach Neustadt (Zimmer 41) und schließlich am 12.04.1933 in das Gefängnis Frankenthal. Hier wurde er am 25.04.1933 entlassen.
„Ich wurde am 13. März 1933 von 10 SA-Männern, als ich um 6 Uhr ins Geschäft fahren wollte, mit vorgehaltenen Pistolen verhaftet und mit noch neun Genossen nach Neustadt in Schutzhaft gebracht, wo ich bis 12. April 1933 von SS und SA drangsaliert wurde. […] nach meiner Entlassung kam ich ein Jahr nicht auf meinen Beruf zu arbeiten. Auch wurde ich von Hitlers Machthabern verfolgt und beobachtet, bis ich am 20. Juni 1940 zur Wehrmacht einrücken musste, und meine Stelle wurde durch einen SA-Mann besetzt. Meine Frau hatte nach meiner Einberufung, 2 Jahre lang, nur monatlich RM 30.- Unterstützung erhalten, wogegen alle anderen Frauen von Arbeitskameraden 75 % ihres Gehalts erhalten hatten.“
Walter Riegel starb am 3. April 1985 in Homburg.

(Zusammengestellt von Christina Wolf, Gemeindearchiv Mutterstadt, 2023)

Internet
www.mutterstadt.de Schicksal Walter Riegel (abgerufen 09.06.2026)
www.stolpersteine-guide.de (abgerufen 09.06.2026)
www.mutterstadt.de Zweite Verlegung von Stolpersteinen: Gedenken an Mutterstadter NS-Opfer (abgerufen 09.06.2026)

Stolperstein zur Erinnerung an Riegel Walter in Mutterstadt

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Dannstadter Straße 4
Ort
67112 Mutterstadt
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2023

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Christina Wolf: „Stolperstein zur Erinnerung an Riegel Walter in Mutterstadt”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-360239 (Abgerufen: 17. Juni 2026)
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