Aufnahme Richtung Westen der Straßenkreuzung "Petersberger Bittweg"/"Am Lessing" in Königswinter (2018).
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Ansicht des Petersberger Bittwegs am Petersberg zwischen sechster und siebter Station mit Blickrichtung gen Westen (2018).
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Baummarkierungen: Die roten Pfeile markieren den Petersberger Bittweg (2018).
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Wegmarkierung des Petersberger Bittwegs (2018).
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Station 7 des Petersberger Bittwegs im Siebengebirge mit einem Kreuz der ehemaligen Pächter des Wülsdorfer Hofes mit Rahmholzbeständen im Hintergrund. Fotografie (1959)
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Ausblick vom Petersberg über den Rhein (2018)
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Ausblick vom Petersberg zum Drachenfels (2018)
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Aufnahme Richtung Westen der Straßenkreuzung "Petersberger Bittweg"/"Am Lessing" in Königswinter. Zu sehen ist ein Straßenschild mit der Aufschrift "Petersberger Bittweg". Im rechten Bildrand hinter dem Baumstamm ist das erste Wegekreuz zu erkennen. Im Hintergrund führt eine Unterführung unter die Auffahrt auf die B42 (2018).
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Ansicht des Petersberger Bittwegs am Petersberg zwischen fünfter und sechster Station mit Blickrichtung gen Westen (2018).
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Baummarkierungen: Die roten Pfeile markieren den Petersberger Bittweg (2018).
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Wegmarkierung des Petersberger Bittwegs (2018).
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Station 7 des Petersberger Bittwegs im Siebengebirge mit einem Kreuz der ehemaligen Pächter des Wülsdorfer Hofes mit Rahmholzbeständen im Hintergrund. Fotografie (1959).
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Ausblick gen Westen über Königswinter und den Rhein hin nach Rüngsdorf (2018).
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Blick von der Petersberger Aussichtsplattform gen Südwesten auf die Silhouette des Siebengebirges. In der Silhouette des Siebengebirges ist der Drachenfels mit Drachenburg und Drachenschloss zu erkennen, während am Fuße die Stadt Königswinter sowie der Rhein und auf der anderen Uferseite Bonn-Mehlem abgelichtet sind (2018).
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Zwischen Tennisclub und ehemaliger Staatsherberge schlängelt sich der Petersberger Bittweg hinauf auf über 300 Meter Höhe. Der weite Ausblick, den man hoch oben über das Rheintal erlangt, will verdient sein. Nicht umsonst zählt der Petersberger Bittweg zu den steilsten Aufstiegen.
Von Königswinter zum Grandhotel Der Petersberger Bittweg führt von Königswinter hinauf und stellt einen von vier Prozessionswegen dar, „die von der Ittenbacher Kapelle über den Nonnenstromberg, von Oberdollendorf über den Heisterberg, von Heisterbach über den Nordhang und vom Mühlental in Königswinter über den Südhang zur Petersberger Kapelle führen“ (Schyma 1992, S. 171). Mit ursprünglich vierzehn und heute noch zwölf erhaltenen Stationen ist nur noch der Petersberger Bittweg erhalten und verweist auf die lokale Wallfahrtstradition (Mai u. Scheuren 1992, Schyma 1992). Datieren lassen sich die Prozessionsaltäre und Stationskreuze in das 17. beziehungsweise 18. Jahrhundert (Schyma 1992). Der Petersberger Bittweg überwindet auf seinen rund zwei Kilometern um die 230 Höhenmeter. Während die erste Station etwas fernab vom eigentlichen Aufstieg in der Nähe zur Landstraße 331 beginnt, endet er mit seiner letzten Station an der Zufahrtsstraße des Grandhotel auf dem fast höchsten Punkt des Berges. 1928 wurde der Bittweg umfassend renoviert und teilweise neutrassiert. Während die unteren Stationen Nr. 01-05 im privaten bzw. kommunalen Besitz sind und vor 1979 bzw. 1980/81 restauriert wurden, geschah 1983/84 selbiges an den Stationen Nr. 06-12, die aufgrund des Erwerbes des Petersberges durch den Bund im Jahr 1979 Bundeseigentum sind (de.wikipedia.org). Heute wird der Petersberger Bittweg mehrfach als Wanderweg genutzt.
Die Petersberger Wallfahrtswege Der Bestand, die Anzahl sowie die Verteilung der Stationen der einzelnen Bittwege lässt auf eine zufällige Entwicklung schließen und zeigt in der Gesamtübersicht keinen Anschein von konstruierter Programmatik. Diese Umstände lassen den Schluss zu, dass an dieser Stelle vor allen Dingen private Stifterinnen und Stifter durch die Motive, Gestaltung und Aufstellungen der Wegkreuze ihren Beitrag leisteten. Dies wird nicht zuletzt durch Inschriften auf den Stationskreuzen dokumentiert. Der überwiegende Anteil der noch erhaltenen Stationskreuze, die eindeutig der Petersberger Wallfahrt zuzuordnen sind, steht am Petersberger Bittweg, was an den möglicherweise naheliegenden Wohnstätten der Stifterinnen und Stifter liegen könnte. Ferner ist aus den letzten siebzig Jahren ein großer Fehlbestand festzustellen, welcher zahlreiche Holzkreuze vermissen lässt. Abschließend gilt es zu beachten, dass ältere Beschreibungen darauf hinweisen, dass manche Stationen der Petersberger Wallfahrtswege teilweise verschwunden sind und Mängel in der Inschriftenwiedergabe vorzufinden sind (Mai u. Scheuren 1992).
Stationskreuze und Ihre Material Viele der noch erhaltenen Stationskreuze sind dem 17./18. Jahrhundert zuzuordnen, obgleich der jetzige Zustand zahlreiche Ergänzungen und Restaurierungen zu erkennen gibt. Latit kann als das vorherrschende Steinmaterial beschrieben werden. Warum? Die Blütezeit des Abbaus des genannten Gesteins aus den Steinbrüchen in der Umgebung kann hier die Antwort geben. Gegenüber anderen Gesteinsarten wie beispielsweise Basalt, weist Latit eine vergleichsweise weiche Materialität wie auch selten Verunreinigungen auf, weshalb er von anspruchsvollen Steinmetzwerkstätten vorzugsweise genutzt wurde. Weiterhin kann Trachyt als Gesteinsmaterial der Stationskreuze benannt werden. Das vom Drachenfels stammende Material wurde in der Mitte des 17. Jahrhunderts kaum noch abgebaut und verarbeitet, wodurch dieses Gestein einerseits selten festzustellen ist und andererseits die entsprechenden Stationskreuze dem Abbau nach früh zu datieren sind. Kombinierte Gesteinsnutzungen, indem ein Sockel aus Trachyt einen jüngeren Aufbau aus einem anderen Gestein trägt, sind ebenfalls möglich. Die mit der Zeit erforderlichen Restaurierungsmaßnahmen sind die Ursache, weswegen fremde Steinarten wie beispielsweise Kunststein, Verwendung fanden (Mai u. Scheuren 1992).
Baudenkmäler / Hinweis Die Stationen Nr. 06-12 sind eingetragene Baudenkmäler der Stadt Könisgwinter im Rhein-Sieg-Kreis (vgl. : Denkmalliste Königswinter, PDF-Datei, 122 KB, abgerufen 06.08.2021). Am 12. März 1990 erfolgte die Eintragung in die Denkmalliste. Der „Petersberger Bittweg“ ist wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereiches Siebengebirge (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 446).
Internet de.wikipedia.org: Petersberger Bittweg (abgerufen 19.12.2018)
Literatur
Mai, Christiane; Scheuren, Elmar (1992)
"... haben dieses Creuz gesetzt". Die Bittwege und ihre Stationen. In: Stadt Königswinter (Hrsg.): Der Petersberg. Vom Ringwall zur Staatsherberge., S. 26-31. Königswinter.
Schyma, Angelika / Landschaftsverband Rheinland. Rheinisches Amt für Denkmalpflege (Hrsg.) (1992)
Stadt Königswinter. (Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Denkmäler im Rheinland, 23.5.) Köln.
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