Heumarkt in Köln

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Blick auf den Heumarkt in Köln in nord-westliche Richtung (2017)

    Blick auf den Heumarkt in Köln in nord-westliche Richtung (2017)

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  • Blick auf den Heumarkt in Köln in Richtung Süden auf das Reiterstandbild (2017)

    Blick auf den Heumarkt in Köln in Richtung Süden auf das Reiterstandbild (2017)

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  • Das Reiterstandbild für den preußischen König Friedrich Wilhelm III. auf dem Heumarkt in Köln (2017)

    Das Reiterstandbild für den preußischen König Friedrich Wilhelm III. auf dem Heumarkt in Köln (2017)

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  • Ausschnitt aus der Karte "Kirchliche Organisation und Verteilung der Confessionen, Übersicht über die Kölner Kirchen (...) c. 1610" (1894).

    Ausschnitt aus der Karte "Kirchliche Organisation und Verteilung der Confessionen, Übersicht über die Kölner Kirchen (...) c. 1610" (1894).

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Archäologische Untersuchungen aus den Jahren 1992-1994, bei denen unter dem Heumarkt nicht weniger als 17 Bodenschichten festgestellt werden konnten, belegen eine ununterbrochene Marktaktivität seit der Spätantike.
Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert wurden das versumpfte Becken des römischen Hafens und Teile der vorgelagerten Rheininsel zugeschüttet. Dadurch entstanden große Flächen, die dem Umschlag von Gütern dienten. Das Marktviertel erfuhr eine Umstrukturierung zum Stapelplatz, auf dem die Händler der Stadt seit 1259 ihr Vorkaufsrecht über die Waren, die auf dem Rhein transportiert wurden, ausüben konnten. Gehandelt wurden Lebensmittel, Salz, Wein, Vieh, Pferde, Leder, Pelze, Roheisen sowie Rohstoffe für das Bau- und das Textilgewerbe.

Um 1075 entstanden durch eine stadträumliche Abtrennung die beiden Platzanlagen Heumarkt und Alter Markt. Der Heumarkt war Handelsplatz für Getreide, Futtermittel und Gemüse. Im Herbst fanden auf ihm große Viehmärkte statt. 1492 wurde hier das Waaghaus errichtet.
Der Heumarkt wurde im Laufe der Zeit zum bedeutendsten Platz Kölns und erhielt zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert eine Randbebauung mit vornehmen Kaufmannshäusern, darunter das prächtige Handelshaus „Zum St. Peter” von 1568 (Heumarkt 77).
Der englische Reisende Thomas Coryate (1577-1617, auch Coryat) schrieb 1608: “Der Heumarkt ist der schönste Platz, den ich auf meiner Reise gesehen habe, außer dem Markusplatz in Venedig.

1727-1730 entstand in der Platzmitte an der Stelle einer früheren Postkutschenstation die Waren- und Produktenbörse im spätbarocken Stil. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Heumarkt nur im nördlichen Bereich maßstabgerecht wieder aufgebaut.

(Jan Spiegelberg, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e. V. / LVR-Fachbereich Regionale Kulturarbeit, Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2007)
Jakobswege. Wege der Jakobspilger in Rheinland und Westfalen, Band 5: In 7 Etappen von Marburg über Siegen nach Köln. S. 213-215, Köln.

Heumarkt in Köln

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Heumarkt
Ort
50667 Köln - Altstadt-Nord
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 284 bis 700
Koordinate WGS84
50° 56′ 12,16″ N, 6° 57′ 38,22″ O / 50.93671°, 6.96062°
Koordinate UTM
32U 356708.98 5644767.32
Koordinate Gauss/Krüger
2567567.69 5645045.49

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„Heumarkt in Köln”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-261793 (Abgerufen: 23. Februar 2018)
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