Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Töpfereisiedlung Frechen (KLB 26.02)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Frechen
Kreis(e): Rhein-Erft-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wandkeramik im Durchgang des Geschäftshauses Hauptstraße 11 in Frechen. Die Keramik stellt einen Töpfer mit Drehscheibe dar (2013).

    Wandkeramik im Durchgang des Geschäftshauses Hauptstraße 11 in Frechen. Die Keramik stellt einen Töpfer mit Drehscheibe dar (2013).

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  • Das 1928 der Gemeinde Frechen zur Führung genehmigte Wappen (seit 1951 Stadtwappen).

    Das 1928 der Gemeinde Frechen zur Führung genehmigte Wappen (seit 1951 Stadtwappen).

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  • Historische Keramik: Rheinisches Steinzeug des 16. und 17. Jahrhunderts aus Frechen, darunter zwei Bartmannskrüge (hinten)

    Historische Keramik: Rheinisches Steinzeug des 16. und 17. Jahrhunderts aus Frechen, darunter zwei Bartmannskrüge (hinten)

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  • Turm der Pfarrkirche St. Audomar in Frechen und ein Geschäftshaus in der Hauptstraße (2013)

    Turm der Pfarrkirche St. Audomar in Frechen und ein Geschäftshaus in der Hauptstraße (2013)

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Die Töpfereisiedlung Frechen ist hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen.

Das Gebiet zwischen Köln/Frechen im Norden und Meckenheim im Süden zeichnet sich durch umfangreiche Tonlagerstätten aus, die für die Ansiedlung von Töpfereien bzw. von Keramik produzierenden Industrien seit der Römerzeit bis in die Gegenwart ausschlaggebend gewesen sind. Von besonderer Bedeutung sind die hier relativ oberflächennah auftretenden tertiären Tone (Steinzeugtone), die sich für die Herstellung von besonders widerstandfähigen Keramikwaren eignen. Im Mittelalter und in der Neuzeit wurden daraus Trinkgefäße hergestellt, während heutzutage überwiegend Tonrohre im großen Umfang produziert werden. Seit dem Mittelalter bis in die frühe Neuzeit waren die Töpfereien zwischen Frechen und Meckenheim von internationaler Bedeutung; die Region ist als das bedeutendste Töpfereizentrum nördlich der Alpen anzusehen.

Töpferwaren aus diesen Zentren wurden größtenteils über Köln weit über Europa hinaus verhandelt; Steinzeuggefäße aus Frechen gelangten durch den Seehandel auch nach Amerika, Afrika und Australien.

Von überregionaler Bedeutung sind vor allem die zahlreichen Töpfereien zwischen Bornheim-Waldorf, Bornheim-Walberberg, Brühl, Brühl-Eckdorf, Brühl-Badorf, Brühl-Pingsdorf und Frechen, deren Produkte bereits seit dem Frühmittalter in weite Teile Europas verhandelt wurden.

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts gewann die Köln/Frechener Produktion immer mehr an Bedeutung. Kennzeichnend für diese Produktion sind die sog. Bartmannkrüge, die weiten Absatz fanden. Das Frechener Keramikgewerbe blieb trotz wirtschaftlicher Einbrüche das ökonomische Standbein der Stadt. Im 19. Jahrhundert wechselten viele Töpfer in die neu aufkommende Tonröhrenindustrie, die zu dieser Zeit einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte, da die Städte größtenteils kanalisiert wurden und ein großer Bedarf an Tonröhren entstand.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Erhalt der archäologischen Substanz;
  • Erarbeitung eines Städtebaulichen Entwicklungskonzepts unter Einbeziehung des archäologischen Erbes.
Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 07.10.2015)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 90, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Töpfereisiedlung Frechen (KLB 26.02)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
50° 54′ 35,59″ N, 6° 48′ 9,86″ O / 50.90989°, 6.80274°
Koordinate UTM
32U 345528.31 5642103.54
Koordinate Gauss/Krüger
2556502.66 5641928.9

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„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Töpfereisiedlung Frechen (KLB 26.02)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0148 (Abgerufen: 13. Dezember 2017)
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