Severinsbrücke Köln

Rheinbrücke Bundesstraße B 55

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Panoramabild des Kölner Martinsviertels mit der Abtei Groß-Sankt Martin, links im Bild die Deutzer Brücke und dahinter die Severinsbrücke (2007).

    Panoramabild des Kölner Martinsviertels mit der Abtei Groß-Sankt Martin, links im Bild die Deutzer Brücke und dahinter die Severinsbrücke (2007).

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  • Die Severinsbrücke in Köln bei Nacht mit rechtem Rheinufer

    Die Severinsbrücke in Köln bei Nacht mit rechtem Rheinufer

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  • Die Sebverinsbrücke bei Nacht

    Die Sebverinsbrücke bei Nacht

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  • Die Severinsbrücke bei Nacht vom Ufer des Rheinauhafens aus fotografiert

    Die Severinsbrücke bei Nacht vom Ufer des Rheinauhafens aus fotografiert

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  • Die Kölner Severinsbrücke über den Rhein, dahinter die drei Kranhäuser im Kölner Rheinauhafen, Sicht von Köln-Deutz aus (2014)

    Die Kölner Severinsbrücke über den Rhein, dahinter die drei Kranhäuser im Kölner Rheinauhafen, Sicht von Köln-Deutz aus (2014)

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  • Die Kölner Severinsbrücke (Rheinbrücke Bundesstraße B 55) nach dem Abschluss von Sanierungsarbeiten in Blickrichtung Deutz (2013)

    Die Kölner Severinsbrücke (Rheinbrücke Bundesstraße B 55) nach dem Abschluss von Sanierungsarbeiten in Blickrichtung Deutz (2013)

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  • Die Severinsbrücke und das rechte Rheinufer in Köln

    Die Severinsbrücke und das rechte Rheinufer in Köln

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  • Die Severinsbrücke in Köln in der Südansicht (2011).

    Die Severinsbrücke in Köln in der Südansicht (2011).

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Die mit einer Gesamtlänge von 691 Metern über den Rhein führende Severinsbrücke verbindet seit 1959 das linksrheinische Severinsviertel mit dem rechtsrheinischen Rheinauhafen und dem Kölner Stadtteil Deutz.

Baugeschichte und Konstruktion
Mit Severinsbrücke wurde 1959 der erste vollständige Neubau einer Kölner Brücke nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnet. Bereits ein Kölner Generalverkehrsplan von 1956 sah zwei neu zu bauende Rheinbrücken vor, die den Anschluss des bereits vor dem Zweiten Weltkrieg begonnenen Nord-Süd-Durchbruchs (die heutige Nord-Süd-Fahrt) und damit des linksrheinisch-innerstädtischen Verkehrs an die rechtsrheinischen Ring- und Fernverkehrsstraßen leisten sollten.

Bei der Bauvorbereitung für die Gründung des zentralen Brückenpfeilers geschah am 26. September 1956 ein Unfall, als sich der Senkkasten (Caisson) schief stellte und fünf Arbeiter tödlich verletzt wurden. Der eigentlich Bau erfolgte 1958 bis 1959 nach den Plänen des Oberhausener Montan- und Maschinenbauunternehmens Gutehoffnungshütte, des auch an der Deutzer Brücke und der Zoobrücke beteiligten Kölner Brückenbau-Architekten Gerd Lohmer (1909-1981) sowie des Brückenbau-Ingenieurs Fritz Leonhardt (1909-1999).
Um den Deutzer Hafen auch weiterhin für größere Schiffe nutzbar zu halten, musste die tragende Konstruktion mit nur einem Pfeiler auskommen. An diesem asymmetrisch gestellten A-förmigen Pylon ist der eigentliche Brückenkörper mit Stahlseilen aufgehangen. Der 77,2 Meter über das Fundament der Severinsbrücke hinausragende Pylon bestimmt wesentlich die Optik des Bauwerks. Die Severinsbrücke ist wie weitere vier von insgesamt acht Kölner Rheinbrücken in „Kölner Brückengrün“ gestrichen – eine als besonders lichtbeständig und wetterfest geltende Farbe (eigentlich Chromoxidgrün).

Die seilverspannte Balkenbrücke führt über 691 Meter Länge (größte Stützweite 302 Meter) und ist 29,5 Meter breit. Verbaut wurden insgesamt 8.300 Tonnen Stahl, die Baukosten betrugen 25,3 Millionen DM. Zum Zeitpunkt ihrer Eröffnung war die Severinsbrücke die Schrägseilbrücke mit der längsten Hauptspannweite der Welt und zugleich die erste mit einem A-förmigen Pylon.
Am 7. November 1959 wurde die Brücke in Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876-1967, 1917 bis 1933 und 1945 Oberbürgermeister der Stadt Köln, 1949-1963 erster Bundeskanzler) eingeweiht.
Auch wegen ihrer innovativen Konstruktion erhielt die Severinsbrücke im Jahr 1967 den Kölner Architekturpreis. Ihre besondere konstruktive Steifigkeit erlaubt die Nutzung durch die Kölner Stadtbahn, die seit einem Umbau 1979/1980 vom Neumarkt nach Deutz/Messe auf einem eigenen Gleiskörper über die Brücke verkehrt.
Eine Kopie der Severinsbrücke steht als „Oktober-Brücke“ im russischen Tscherepowez (Čerepovec, Verwaltungsbezirk Wologda).

Namensgebend für die Severinsbrücke ist der Heilige Severin (circa 330-400), der als dritter Kölner Bischof wirkte und als Schutzpatron der Stadt gilt.

Die Kölner Severinsbrücke ist wertgebendes Merkmal des Kulturlandschaftsbereichs „Severinsbrücke“ (Regionalplan Köln 356).

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2014)

Internet
www.stadt-koeln.de: Die Geschichte der Kölner Rheinbrücken (abgerufen 24.03.2014)
de.wikipedia.org: Severinsbrücke (abgerufen 25.03.2014)

Literatur

Diedrich, Wolfgang (Red.) / Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (1996)
Brücken über den Rhein (2. überarbeitete Auflage). (Diesmal 1993, Sondernummer 1.) Pulheim-Brauweiler.
Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (1991)
Rheinbrücken. In: Im Blickpunkt 2/18, Köln.

Severinsbrücke Köln

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1956 bis 1959
Koordinate WGS84
50° 55′ 50,39″ N, 6° 58′ 0,9″ O / 50.93066°, 6.96692°
Koordinate UTM
32U 357132.99 5644082.76
Koordinate Gauss/Krüger
2568019.26 5644378.6

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„Severinsbrücke Köln”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-89011-20140324-4 (Abgerufen: 21. Juli 2017)
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