Rheinauenpark Bonn

Freizeitpark Rheinaue

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Bonn
Kreis(e): Bonn
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Denkmalpflegerisches Gutachten zum Rheinauenpark in Bonn von Dr. Elke Janßen-Schnabel, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (2005)

    Denkmalpflegerisches Gutachten zum Rheinauenpark in Bonn von Dr. Elke Janßen-Schnabel, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland (2005)

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  • Wasserfläche im Bonner Rheinauenpark (2015).

    Wasserfläche im Bonner Rheinauenpark (2015).

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  • Gutachten zur Denkmalbedeutung des Bonner Rheinauenparks des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland vom Oktober 2014 (PDF-Datei 202 kB).

    Gutachten zur Denkmalbedeutung des Bonner Rheinauenparks des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland vom Oktober 2014 (PDF-Datei 202 kB).

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  • Das 1977 am Rande des Bundesgartenschaugeländes im Rheinauenpark in Bonn wieder errichtete Beethoven-Denkmal (2006)

    Das 1977 am Rande des Bundesgartenschaugeländes im Rheinauenpark in Bonn wieder errichtete Beethoven-Denkmal (2006)

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Wasser ist das dominierende Element im Rheinauenpark. Zu beiden Seiten des Flusses gelegen und durch einen ca. 15 Hektar großen, künstlichen See geprägt, ermöglicht dieser Landschaftspark heute vielfältige Aktivitäten am und im Wasser.
Anlässlich einer Bundesgartenschau wandelte sich das zuvor überwiegend landwirtschaftlich genutzte Gelände in den Jahren 1971 bis 1979 zum Freizeit- und Erholungspark in der Rheinaue. Nach dem Zusammenschluss der Stadt Bonn mit den bis 1969 eigenständigen Städten Bad Godesberg und Beuel sowie der Gemeinde Oberkassel sollte der Rheinauenpark zur verbindenden Grünfläche zwischen den Ortskernen und zugleich auch zum „Vorgarten“ für das im Entstehen befindliche Regierungsviertel werden.

Bei der Gestaltung des rund 160 Hektar großen Areals orientierte sich die Planergemeinschaft um den verantwortlichen Landschaftsarchitekten Gottfried Hansjakob (geb. 1937), München, an Auenlandschaften. Die verschiedenen Gebäude wie etwas das Parkrestaurant (Ludwig-Erhard-Allee 20) oder das „Haus am Rhein“ (Elsa-Brändström-Straße 74) der Bonner Ruder-Gesellschaft e.V. mit Bootshaus und Gastronomie entwarf Ernst van Dorp (1920–2003), Bonn, im asiatisch inspirierten Stil. Am 27. April 1979 wurde die neue städtische Grünanlage mit den Festveranstaltungen zur 15. Bundesgartenschau (BUGA) eröffnet.
Der mit rund 100 Hektar größere Teil der seit Ablauf der BUGA frei zugänglichen Parkanlage befindet sich linksrheinisch, in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Regierungsviertels. Auf der rechtsrheinischen Seite sind weitere rund 60 Hektar Park vorhanden. Die Uferbereiche und Promenaden ermöglichen das Erleben der Flusslandschaft. Von mehreren Ruheplätzen mit Baumrondellen, Schutzhütten und halbkreisförmigen Sitzmauern aus bieten sich reizvolle Blicke auf die gegenüberliegende Landschaftssilhouette des nach Norden auslaufenden Siebengebirges bzw. auf die Stadt Bonn. Weite Rasenflächen, Spiel- und Sportplätze machen den Rheinauenpark zum beliebten Ausflugsziel. Verschiedene Themengärten bieten Informationen und Anregungen: Für den Blindengarten wurden Pflanzen ausgewählt, die zum Ertasten und Riechen einladen. Im Rosengarten blühen im Sommer rund 6.000 Exemplare. Eine besondere Attraktion ist der Japanische Garten, welcher Elemente eines steinernen Zen-Gartens, eines Teegartens sowie eines Teichgartens vereint – ein Geschenk der japanischen Regierung. Die sogenannte Römische Gräberstraße wurde vom LVR-Landesmuseum Bonn (Rheinisches Landesmuseum) anlässlich der Bundesgartenschau mit Kopien von römischen Grabmalen und Altären, die im Rheinland gefunden wurden, ausgestattet.

Die Konrad-Adenauer-Brücke, welche die beiden Rheinseiten verbindet und über den Rheinauenpark hinweg führt, wurde als Verkehrsweg mit eigener Straßenbahnhaltestelle, Rad- und Fußwegen in das Parkkonzept eingebunden. Den Passanten eröffnet diese Brücke zugleich neue Wahrnehmungsmöglichkeiten aus der Vogelperspektive – insbesondere Panoramablicke auf die spiegelnden Wasserflächen des Auensees mit seinen gebuchteten Ufern und grünen Baumkulissen.

(Kerstin Walter, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, 2015)

Internet
bonn.de: Stadt Bonn - Freizeitpark Rheinaue (abgerufen 04.04.2016)

Literatur

Denk, Andreas / Flagge, Ingeborg (1997)
Architekturführer Bonn. S. 119, Berlin.
Dorp, Ernst van / Schmidt, Klaus (1979)
Zur Architektur der Bundesgartenschau. In: Bauwelt 26, S. 1122-1124. o. O.
Dreher, Georg (o.J.)
Bundesgartenschau Bonn 1979 - Freizeitpark Rheinaue. (50 Jahre Bundesgartenschauen – Festschrift zur Geschichte und Zukunft der Bundes- und Internationaler Gartenschauen in Deutschland.) Bonn.
Haas, Werner (1979)
Zur Bundesgartenschau. In: Bauwelt 26, S. 1120-1121. o. O.
Hansjakob, Gottfried / Hansjakob, Toni (1979)
Erholungspark Bonn - Rheinaue und Bundesgartenschau 1979. In: Bauwelt 26, S. 1111-1120. o. O.
Hansjakob, Gottfried; Hansjakob, Anton; Nagels, Susanne (2014)
Die Rheinaue in Bonn. Geschichte eines Parks. Duisburg.
Kaldenkerken, Karl Heinz van (1985)
Ausbau der Bundeshauptstadt. 10 Jahre Hauptstadtvereinbarung 1975-1985. Bonn.
Panten, Helga (1987)
Die Bundesgartenschauen - eine blühende Bilanz seit 1951. Stuttgart / Ulmer.
Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas e.V (Hrsg.) (2009)
Gartenkünstler - Gartenbilder von 1530 bis heute. S. 144-145, Duisburg.
Zentralverband Gartenbau (Hrsg.) (1979)
Informationsschrift zum Bereich „Themengärten“ Bundesgartenschau Bonn. Bonn.
(1979)
Grünkonzept, Parlaments- und Regierungsviertel Bonn. In: Bauwelt 26, S. 1125. o. O.

Rheinauenpark Bonn

Schlagwörter
Ort
Bonn
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1968 bis 1979
Koordinate WGS84
50° 42′ 41,03″ N, 7° 08′ 43,81″ O / 50.7114°, 7.1455°
Koordinate UTM
32U 369069.5 5619372.13
Koordinate Gauss/Krüger
2580951.93 5620167.26

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„Rheinauenpark Bonn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-22064-20111114-3 (Abgerufen: 24. September 2017)
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