Alter und Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Zeiskam in einer Urkunde des Klosters Lorsch im Jahr 774, archäologische Funde weisen aber schon auf eine Siedlung vor mehreren tausend Jahren hin. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach, bis Zeiskam schließlich zu Rheinland-Pfalz kam. Die Geschichte des Ortes ist eng mit der Region verbunden, insbesondere mit der Entwicklung der Landwirtschaft. Speziell im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich Zeiskam zum sogenannten „Gemüsedorf“, weil die fruchtbaren Böden der Oberrheinischen Tiefebene und das milde Klima ideale Bedingungen für den intensiven Gemüseanbau boten. Die Nähe zum Rhein ermöglichte den Transport der Erzeugnisse in die wachsenden Städte ringsum, wo die Nachfrage nach frischem Gemüse stieg. Besondere Bedeutung hatte und hat noch immer der Anbau von Zwiebeln, die zu einem prägenden Symbol für Zeiskam wurden. Die Aufnahme der Zwiebeln ins Wappen unterstreicht die historische und wirtschaftliche Bedeutung des Ortes als traditionelles „Gemüsedorf“.
Vereinsleben
Zeiskam bietet mit über 20 Vereinen ein vielfältiges sportliches und kulturelles Angebot. Im prall gefüllten Veranstaltungskalender gibt es viele Veranstaltungen, Konzerte und Feste, die das Gemeinschaftsgefühl stärken. Zeiskam feiert gut und gerne und seit über 25 Jahren heißt es daher: „S`Allerbeschde sin d`Zäskämer Feschde!“
Im Jahr 2024 feierte Zeiskam sein 1250jähriges Dorfbestehen mit einem großen Festwochenende und vielen besonderen Veranstaltungen und Projekten, darunter auch das Projekt „KuLaDig“ (Kultur.Landschaft.Digital), welches die lokale Geschichte des Dorfes nachhaltig dokumentiert und digital zugänglich macht. Wie eng die Geschichte des Dorfes mit der Welt verknüpft ist, wird eindrucksvoll in den KuLaDig-Biographien dokumentiert.
KuLaDig-Biographien: „Aus dem Dorf in die Weltgeschichte“
Die KuLaDig-Biografien verweisen auf die besondere Rolle von Zeiskam als Ausgangspunkt für Menschen, die überregional oder sogar weltweit Bedeutung erlangten. Das Projekt zeigt, wie individuelle Lebenswege in einem kleinen Dorf von der großen Geschichte mitgeprägt wurden und aus dem Dorf heraus auch die große Geschichte mitgeprägt haben – sei es durch Migration, wissenschaftliche Leistungen oder politische Einflüsse. Diese Biografien illustrieren, dass auch kleine Orte wie Zeiskam Teil globaler Entwicklungen waren und sind. Sie machen deutlich, dass lokale Geschichte immer auch ein Spiegel größerer historischer Zusammenhänge ist.
(Susanne Lechner, Ortsgemeinde Zeiskam, 2026)
Internet
www.bellheim.de: Zeiskam (abgerufen 26.01.2026)
www.suedpfalz-tourismus.de: Zeiskam (abgerufen 26.01.2026)
de.wikipedia.org: Zeiskam (abgerufen 26.01.2026)