Germaniasiedlung in Köln-Höhenberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Die Germaniasiedlung in Köln-Höhenberg wurde zwischen 1920 und 1928 erbaut. Bei der Fassadengestaltung ist der Wechsel zwischen Backsteinornamenten und Putzflächen  sowie die Verwendung kräftiger Farbanstriche typisch für die expressionistische Formensprache der Weimarer Zeit (2014).

    Die Germaniasiedlung in Köln-Höhenberg wurde zwischen 1920 und 1928 erbaut. Bei der Fassadengestaltung ist der Wechsel zwischen Backsteinornamenten und Putzflächen sowie die Verwendung kräftiger Farbanstriche typisch für die expressionistische Formensprache der Weimarer Zeit (2014).

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    Gelhar, Martina / LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege
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  • Die Germaniasiedlung in Köln-Höhenberg wurde zwischen 1920 und 1928 erbaut. Bei der Fassadengestaltung ist der Wechsel zwischen Backsteinornamenten und Putzflächen  sowie die Verwendung kräftiger Farbanstriche typisch für die expressionistische Formensprache der Weimarer Zeit (2014).

    Die Germaniasiedlung in Köln-Höhenberg wurde zwischen 1920 und 1928 erbaut. Bei der Fassadengestaltung ist der Wechsel zwischen Backsteinornamenten und Putzflächen sowie die Verwendung kräftiger Farbanstriche typisch für die expressionistische Formensprache der Weimarer Zeit (2014).

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    Die Germaniasiedlung in Köln-Höhenberg wurde zwischen 1920 und 1928 erbaut. Bei der Fassadengestaltung ist der Wechsel zwischen Backsteinornamenten und Putzflächen sowie die Verwendung kräftiger Farbanstriche typisch für die expressionistische Formensprache der Weimarer Zeit (2014).

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Die Germaniasiedlung in Höhenberg ist ein herausragendes Besipiel für den frühen genossenschaftlichen Wohnungsbau in der Weimarer Republik. An den unterschiedlichen Bauabschnitten lassen sich die Entwicklung und Konzeptänderungen des sozialen Wohnungsbaus ablesen. Gleichzeitig ist sie durch die Baubeteiligung von 38 überwiegend Kölner Architekten eine für die Architekturgeschichte der Stadt bedeutende Siedlung. Die Germaniasiedlung ist heute ein herausragendes Zeugnis nicht nur für den Kölner genossenschaftlichen Siedlungsbau der Weimarer Zeit sondern auch über die Stadtgrenzen hinaus. In jüngerer Zeit erfolgte die Sanierung nach historischem Vorbild.

Namensgebung
In Kalk wurde 1857 die Vorgängerfirma der späteren Maschinenfabrik Humboldt gegründet. Von den Aufsichtsräten dieser Maschinenfabrik wurden ab den 1870er Jahren rund 10 weitere montanindustrielle Gründungen in der Umgebung initiiert, so zum Besipiel das Hüttenwerk „Germaniahütte“ in Höhenberg. Nach zwischenzeitlichem Konkurs wurde die Hütte unter dem neuen Namen „Rheinischer Hüttenverein“ 1882 mit drei Hochöfen und 80 Koksöfen in Betrieb genommen, aber bereits nach 10 Jahren 1892 wegen Unretabilität wieder geschlossen (Weyermann). Der Name der Germaniasiedlung erinnert an dieses Hüttenwerk.

Konzeption der Siedlung
1917 erwarb die 1913 gegründete „Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Wohnungsbau“ (GAG) das Grundstück der ehemaligen Germaniahütte. Gemäß dem Satzungsziel der Genossenschaft sollten hier erschwingliche Wohnungen für Geringverdiener entstehen.
Für die städtebauliche Gesamtplanung verantwortlich zeichnete der technische Direktor der GAG, Fritz-Hans Kreis. Auch heute noch ist die Beeinflussung der Siedlungskonzeption durch die Gartenstadtidee zu erkennen. Das Besondere an der Germaniasiedlung ist aber, dass über die einzelnen Bauabschnitte hinweg der Versuch deutlich wird, das Gartenstadtprinzip auf den Geschosswohnungsbau zu übertragen, wodurch eine Reformhaussiedlug neuen Typs entstand. Trotz Blockrandbebauung gelang es, eine durchgrünte Siedlung mit Gemeinschaftsflächen zu schaffen.
Die Siedlung wurde ursprünglich als reine Einfamilienhaus-Siedlung geplant. Die Einfamilienhäuser mit Garten wurden jedoch nur im ersten Bauabschnitt 1920/1921 (Germaniastraße /Meiningerstraße) erbaut, bereits im zweiten Bauabschnitt wurden nur noch Mehrfamilienhäuser erstellt, so dass heute 5- und 6-Familien-Häuser den dominierenden Haustyp der Siedlung bilden. Grund für die Umorientierung war die wirtschaftlich schwierige Zeit (unter anderem geprägt durch die Inflation), durch die sich der Bau von mit öffentlichen Mitteln geförderten Einfamilienhäusern so stark verteuerte, das er nicht mehr durchführbar war.

Grund- und Aufriss
Der in seiner äußeren Form fünfeckige Grundriss der Siedlung variiert die Straßenbreiten, so dass ein abwechslungsreiches Straßenbild entsteht. Diese Konzeption war eine bewusste Adaption an das mittelalterliche Stadtbild. Sie findet sich auch in der Architektursprache der Häuser wieder, zum Beispiel in der Verwendung von Torbögen, Zinnenkränzen und Erkern im Stil mittelalterlicher Wehrbauten. Die Haustypen wurden auch in den GAG-Siedlungen in Poll (Milchmädchensiedlung) und Bickendorf I verwendet.
Die Entwürfe für die Häuser stammen von insgesamt 38 überwiegend Kölner Architekten, was die Siedlung auch besonders bedeutend für die Kölner Architekturgeschichte macht. Alle Entwürfe und Umsetzungen erfolgten im Heimatstil städtischer Prägung. Eine expressionistische Formensprache, besonders an den spitzen Ecken und Zacken erkennbar, und die Kombination von Backsteinornamentik und Putzflächen sowie die Variation der Dachaufabuten und Türeinfassungen tragen zu einem abwechslungsreichen Bild der gleichzeitig in sich geschlossenen Gesamtanlage bei.
Die Wohnungen variierien in ihrer Ausstattung und Größe ebenso wie die architektonische Gestaltung der Häuser. Damit spiegeln sich die unterschiedlichen Sozialstrukturen der Bewohner auch in der Siedlungsgestaltung. Arbeiter und Angestellte der benachbarten Industriebetriebe in Kalk (zum Beispiel Chemische Fabrik Kalk, Klöckner-Humboldt-Deutz) wohnten hier ebenso wie Beamte der Reichsbahn und der Post.
Als integrale Bestandteile der Siedlung wurden Infrastruktur- und Gemeinschaftseinrichtungen mit erbaut (Schule, Konsumanstalt, Ladenlokale). Der Weimarer Platz bildet das „Herz“ der Siedlung. Verwaltet wurde die Siedlug ganz nach dem genossenschaftlichen Prinzip von der „Bewohnergenossenschaft Eigenheim Mülheim“.

Durch ihre Größe und Geschlossenheit wurde die Germaniasiedlung in der Folgezeit stadtteilbildend.

(Martina Gelhar, LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2015)

Internet
Benedikt Weyermann: Rheinische Industriekultur - Maschinenfabrik Humboldt (abgerufen 07.11.2015)

Literatur

Heinen, Werner / Pfeffer, Anne-Marie / Stadt Köln (Hrsg.) (1988)
Köln: Siedlungen 1888-1938. (Stadtspuren, Denkmäler in Köln 10,1.) S. 114-120, Köln.

Germaniasiedlung in Köln-Höhenberg

Schlagwörter
Ort
Köln - Höhenberg
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1920 bis 1928
Koordinate WGS84
50° 56′ 41,88″ N, 7° 01′ 15,98″ O / 50.94497°, 7.02111°
Koordinate UTM
32U 360983.21 5645569.62
Koordinate Gauss/Krüger
2571806.65 5646021.12

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Empfohlene Zitierweise
„Germaniasiedlung in Köln-Höhenberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-244674 (Abgerufen: 19. August 2018)
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