Alte Synagoge Essen

Synagoge Steeler Straße / Edmund-Körner-Platz

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der Innenraum mit dem Thoraschrein in der Alten Synagoge Essen (2014).

    Der Innenraum mit dem Thoraschrein in der Alten Synagoge Essen (2014).

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  • Historische Aufnahme vom Inneren des Hauptraums der Alten Synagoge Essen kurz nach ihrer Errichtung (1913): Der Torahschrank ("Aaron haKodesch") und direkt davor das Lesepult für die Torahlesung.

    Historische Aufnahme vom Inneren des Hauptraums der Alten Synagoge Essen kurz nach ihrer Errichtung (1913): Der Torahschrank ("Aaron haKodesch") und direkt davor das Lesepult für die Torahlesung.

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  • Gedenktafel und Überwachungskamera an der Südseite der Alten Synagoge Essen (2014).

    Gedenktafel und Überwachungskamera an der Südseite der Alten Synagoge Essen (2014).

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  • Detailansicht der oberen Westfassade der Alte Synagoge Essen (2014)

    Detailansicht der oberen Westfassade der Alte Synagoge Essen (2014)

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  • Innenraum mit dem Thoraschrein in der Alten Synagoge Essen (2014).

    Innenraum mit dem Thoraschrein in der Alten Synagoge Essen (2014).

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  • Die Alte Synagoge Essen, Ansicht von der L448 / Schützenbahn aus (2014).

    Die Alte Synagoge Essen, Ansicht von der L448 / Schützenbahn aus (2014).

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  • Historische Grundrisszeichnung des Erdgeschosses der Alten Synagoge Essen mit dem Gemeinde- bzw. Rabbinerhaus (1913).

    Historische Grundrisszeichnung des Erdgeschosses der Alten Synagoge Essen mit dem Gemeinde- bzw. Rabbinerhaus (1913).

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  • Historische Aufnahme von 1913 mit einem Blick in die "Wochentagssynagoge" der Alten Synagoge Essen kurz nach ihrer Errichtung.

    Historische Aufnahme von 1913 mit einem Blick in die "Wochentagssynagoge" der Alten Synagoge Essen kurz nach ihrer Errichtung.

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  • Die Alte Synagoge Essen (links) und die Altkatholische Friedenskirche (rechts), Ansicht von von der L448 / Schützenbahn aus (2014).

    Die Alte Synagoge Essen (links) und die Altkatholische Friedenskirche (rechts), Ansicht von von der L448 / Schützenbahn aus (2014).

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  • Hinweistafel zu den hier befindlichen Einrichtungen links des Haupteingangs zur Alten Synagoge Essen (2014)

    Hinweistafel zu den hier befindlichen Einrichtungen links des Haupteingangs zur Alten Synagoge Essen (2014)

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  • Das Obergeschoss der Alten Synagoge Essen an der Südseite des Gebäudes (2014).

    Das Obergeschoss der Alten Synagoge Essen an der Südseite des Gebäudes (2014).

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  • Grundriss der Alten Synagoge Essen und des benachbarten Rabbinerhauses (2008)

    Grundriss der Alten Synagoge Essen und des benachbarten Rabbinerhauses (2008)

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  • Innenansicht der Alten Synagoge Essen (2007)

    Innenansicht der Alten Synagoge Essen (2007)

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  • Außenansicht der Alten Synagoge Essen (2007).

    Außenansicht der Alten Synagoge Essen (2007).

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  • Alte Synagoge Essen, Außenansicht (2005)

    Alte Synagoge Essen, Außenansicht (2005)

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Die jüdische Gemeinde in Essen seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Schon im Mittelalter lebten Juden in Essen. Die Ansiedlung wurde in der Frühen Neuzeit zumeist restriktiv gehandhabt. Erst im 19. und vor allem im frühen 20. Jahrhundert wuchs die jüdische Bevölkerung erheblich an. Zur Synagogengemeinde Essen gehörten auch Steele (bis 1879), Kettwig, Werden und Borbeck. Im Mai 1945 gründeten Überlebende eine neue jüdische Gemeinde.
Gemeindegröße um 1815: 279 (1816), um 1880: 1053 (1885), 1932: 5045, 2006: 794 (vorstehende Angaben alle nach Reuter 2007).

Die Synagoge
1683 wird erstmals eine Synagoge in Essen erwähnt. 1685, 1808 und 1870 konnten Neubauten errichtet werden.

Am Essener Jahrhundertbrunnen, der an die Inbesitznahme der bis dahin selbständigen Stift und Stadt Essen durch preußische Truppen erinnert (Grundsteinlegung 3. August 1902), entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts weitere Bauten, die von der Vielfalt des religiösen Lebens in Essen Zeugnis ablegen sollten: das katholische Hospiz (Umbau der vormaligen Gesellenhauses 1895, Fassade 1912), die Altkatholische Friedenskirche (1916) und die Synagoge.

„1907 fand ein Architektenwettbewerb für den Bau einer neuen Synagoge statt. Die Essener jüdische Gemeinde war mit der Großstadtwerdung Essens gewachsen und benötigte ein größeres Versammlungshaus.“ In Zusammenarbeit mit Gemeinde und Rabbiner entstand mit dem monumentalen Kuppelbau eine der großen Synagogen Deutschlands mit 70 Metern Länge, 30 Metern Breite und einer Kuppelhöhe von 34 Metern (nach: „Bauten am Steeler Tor“).
1913 wurde die Neue Synagoge – zunächst auch „Synagoge am Steeler Tor“ genannt – nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt und eingeweiht. Architekt des Gotteshauses und des unmittelbar benachbarten Rabbinerhauses war das zeitweilige Mitglied der „Darmstädter Künstlerkolonie“ Edmund Hermann Georg Körner (1874-1940). Der in Essen erfolgreiche und angesehene Architekt Körner erhielt nach 1933 wegen seiner Beteiligung an diesen Bauten ein zeitweiliges Bauverbot für den Gau Essen.

Zusammen mit dem Rabbinerhaus wurde die Synagoge in der Pogromnacht vom 9. November 1938 in Brand gesetzt und im Innenbereich zerstört; außen blieb das Gebäude dabei weitgehend intakt.
Die zunächst noch kleine jüdische Nachkriegsgemeinde nutzte das Rabbinerhaus – die Synagoge selbst blieb ungenutzt – bis 1959 als Gemeindezentrum, bevor der Umzug in die am 21. Oktober 1959 eingeweihte Neue Synagoge am Sedanplatz erfolgte (zentralratdjuden.de). In der früheren Synagoge wurde dann 1960/1961 ein Museum für Industriedesign eingerichtet, das Haus Industrieform.
„Von 1986 bis 1988 wurde der Innenraum mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen im Ansatz rekonstruiert, so dass er in seinen früheren synagogalen Konturen wieder erkennbar ist.“ (de.wikipedia.org)
Weitere Umbaumaßnahmen mit dem Ziel, die Alte Synagoge zum „Haus jüdischer Kultur“ weiterzuentwickeln, folgten. Seit 1988 wird die Alte Synagoge Essen als historisch-politisches Dokumentationsforum, kommunale Gedenkstätte und kulturelles Begegnungszentrum genutzt.
Im ehemaligen Rabbinerhaus der Synagoge residiert seit 2011 das 1986 gegründete Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte, das dort u.a. ein Archiv und eine Bibliothek unterhät.

Das Synagogengebäude gehört heute zu den größten, besterhaltenen und architektonisch beeindruckendsten Zeugnissen jüdischer Kultur der Vorkriegszeit in Deutschland.

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2010)

Quelle
Text der Informationstafel „Bauten am Steeler Tor im 20. Jahrhundert“ vor Ort (2014).

Internet
www.alte-synagoge.essen.de: Haus jüdischer Kultur (abgerufen 15.01.2010 und 27.01.2014)
www.baukunst-nrw.de: Alte Synagoge Essen (abgerufen 15.06.2017)
www.essen.de: Alte Synagoge Essen, Haus jüdischer Kultur (abgerufen 15.06.2017)
www.sprachkasse.de: Chajms Sicht, „Als die Alte Synagoge Essen noch nicht alt war“, historische Fotos von Architekt Edmund Körner, Synagoge und Gemeindehaus (abgerufen 11.03.2016)
www.zentralratdjuden.de: Synagoge und Gemeindezentrum Sedanplatz (abgerufen 27.01.2014)
de.wikipedia.org: Alte Synagoge Essen (abgerufen 15.01.2010 und 27.01.2014)

Literatur

Pracht-Jörns, Elfi (2000)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil II: Regierungsbezirk Düsseldorf. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.2.) S. 105-118, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) S. 39, Bonn.

Alte Synagoge Essen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Edmund-Körner-Platz 1
Ort
45127 Essen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1913
Koordinate WGS84
51° 27′ 23,17″ N, 7° 00′ 59,67″ O / 51.45644°, 7.01658°
Koordinate UTM
32U 362200.03 5702450.13
Koordinate Gauss/Krüger
2570701.07 5702916.46

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„Alte Synagoge Essen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-FJK-20100726-0001 (Abgerufen: 14. Dezember 2017)
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