Synagoge Zündorf

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Ehemalige Synagoge Porz-Zündorf (2011)

    Ehemalige Synagoge Porz-Zündorf (2011)

    Copyright-Hinweis:
    Kleefeld, Klaus-Dieter
    Fotograf/Urheber:
    Kleefeld, Klaus-Dieter
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  • Das Gebäude der ehemaligen Synagoge Zündorf in der heutigen Köln-Zündorfer Hauptstraße (2011).

    Das Gebäude der ehemaligen Synagoge Zündorf in der heutigen Köln-Zündorfer Hauptstraße (2011).

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Die jüdische Gemeinde in Zündorf seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Schon um 1700 sind jüdische Einwohner bezeugt. Seit 1865 gehörte die Spezialgemeinde Zündorf mit den Juden der Bürgermeistereien Heumar, Wahn und Rösrath zur Synagogengemeinde des Kreises Mülheim am Rhein. 1929 Anschluss an Köln.
Gemeindegröße um 1815: o. A., um 1880: 68 (1885: Wahn), 1932: –, 2006: –.
Bethaus / Synagoge: Ein erster Betraum wurde 1713 eingerichtet, 1882 konnte ein Synagogenneubau eingeweiht werden. Die Synagoge musste im Februar 1938 verkauft werden und wurde später zu einem Wohnhaus umgebaut (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).

Das heute noch vorhandene Gebäude der ehemaligen Synagoge in Zündorf wurde 1880 bis 1882 errichtet und besteht aus Ziegelsteinen. Nach Westen befinden sich drei Fenster (1,50 x 2,50 Meter), ausgestattet mit zwei Kreisbogenfenstern. Das Grundstück hatten Lazarus Meyer und Simon Salomon der Spezial-Synagogengemeinde 1883 verkauft bzw. geschenkt. 1882 wurde die Synagoge fertig gestellt, die Weihefeier fand am 18. August 1882 statt. Die Sondersynagogengemeinde des Landkreises Mülheim hatte 1927 in Zündorf 75 Mitglieder.
Am 9. Februar 1938 erfolgte die Veräußerung der Synagoge und der anschliessende Umbau zu einem Einfamilienhaus. Ein Keller, der ostwärts im Hof lag, erhielt 1939 eine Betondecke, möglicherweise handelte es es sich hierbei um die Mikwe. Das heute verputzte Gebäude, etwas von der Straße zurückversetzt, läßt die ehemalige Funktion nicht mehr erkennen.

Zum 9. November 2011 wurde in einer Feierstunde eine Bronze-Plakette an dem heutigen Wohnhaus angebracht, die an dessen Geschichte als Synagoge in den Jahren 1882-1938 erinnert. Die eine Abbildung der Synagoge rahmende Inschrift lautet: „1882 wurde die Zündorfer Synagoge errichtet. Das Gebäude wurde 1938 verkauft.“ Geplant ist ferner, auf dem jüdischen Friedhof in Zündorf eine Gedenkstele zu errichten, auf der die Namen der ermordeten Zündorfer Juden verewigt sind (Kölner Stadt-Anzeiger 2011).

(Klaus-Dieter Kleefeld, LVR-Redakion KuLaDig, 2011)

Quelle
Kölner Stadt-Anzeiger, 10. November 2011: Porz, „Vergessenes und Verborgenes sichtbar machen“

Internet
de.wikipedia.org: Synagoge Zündorf (abgerufen 24.01.2013)
synagogen.info: Porz-Zündorf (abgerufen 24.01.2013)

Literatur

Heimatverein Porz in Verbindung mit dem Stadtarchiv Porz (Hrsg.) (1970)
Judengemeinde - Evangelisches Leben. In: Heimatverein Porz e.V. (Hrsg.): Unser Porz. Beiträge zur Geschichte von Amt und Stadt Porz 12, Porz.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Synagoge Zündorf

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Hauptstraße 159
Ort
51443 Köln - Zündorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1882
Koordinate WGS84
50° 52′ 7,85″ N, 7° 02′ 40,23″ O / 50.86885°, 7.04451°
Koordinate UTM
32U 362402.79 5637062.23
Koordinate Gauss/Krüger
2573571.18 5637576.57

Empfohlene Zitierweise

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„Synagoge Zündorf”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-19182-20111019-2 (Abgerufen: 17. Dezember 2017)
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