Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Alendorf - Lampertstal (KLB 28.06)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Raumplanung
Gemeinde(n): Blankenheim (Nordrhein-Westfalen), Feusdorf, Wiesbaum
Kreis(e): Euskirchen, Vulkaneifel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz
  • Naturschutzgebiet Lampertztal

    Naturschutzgebiet Lampertztal

    Copyright-Hinweis:
    Biologische Station im Kreis Euskirchen
    Fotograf/Urheber:
    Biologische Station im Kreis Euskirchen
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Der Raum Alendorf - Lampertstal ist hier beschrieben als landesbedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Landesentwicklungsplan Nordrhein-Westfalen.

Bei Alendorf, zwischen Kalvarienberg, Hämerberg und Eierberg, befindet sich das in Deutschland drittgrößte zusammenhängende, über 1.100 Hektar große Wacholdernaturschutzgebiet „Lampertstal“; über 30 verschiedene Orchideenarten sind auf den großflächigen, seit 1953 unter Naturschutz stehenden Kalkmagerrasen beheimatet. Bereits im Mittelalter wurden diese traditionellen Kulturbiotope durch Rodung geschaffen und durch extensive Schafbeweidung bis heute erhalten.

Von der 1494 errichteten Bergkirche, der ehemaligen Pfarrkirche, führt ein 1663 bis 1680 von Graf Salentin Ernst von Blankenheim errichteter, im 19. Jahrhundert auf 14 Stationen erweiterter Kreuzweg zum Schlusskreuz auf den Gipfel des Kalvarienberges. Es handelt sich hierbei um eine weitläufige Kulturlandschaft von überregionaler Bedeutung.

Burg und Burgsiedlung Schloßthal liegen 2 Kilometer nördlich von Blankenheim-Dollendorf an einer strategisch wichtigen Stelle oberhalb des Ahrtales. Erhalten ist die Burgruine und einige Bauerngehöfte der Siedlung. Einzelne Befestigungsmauern sind in den Häusern und in Form von Halbrundtürmen und als freiliegende Fundamente erhalten. Es handelt sich um eine der ältesten befestigten Burgsiedlungen des Rheinlandes. Von der Burgruine bestehen Sichtbezüge nach Aremberg und zur Nürburg in Rheinland-Pfalz. Um 1077 werden die Edelherren von Dollendorf genannt, 1742 wird die Burg aufgegeben. Sie diente zur Sicherung eines wichtigen Handelsweges und der Eisenhütten im Ahrtal. Keine 400 Meter Luftlinie entfernt befindet sich nordwestlich im Tal der mittelalterliche Burghügel Neuweiler.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Extensive Landnutzung;
  • Schonung des paläontologischen Erbes.
Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 22.02.2013)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 92, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Alendorf - Lampertstal (KLB 28.06)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
50° 22′ 13,67″ N, 6° 39′ 52,73″ O / 50.37046°, 6.66465°
Koordinate UTM
32U 333930.18 5582429.24
Koordinate Gauss/Krüger
2547329.04 5581827.39

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Alendorf - Lampertstal (KLB 28.06)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0157 (Abgerufen: 13. Dezember 2017)
Seitenanfang