Gemeinde Morschen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Morschen
Kreis(e): Schwalm-Eder-Kreis
Bundesland: Hessen
  • Kloster Haydau in Altmorschen, Gemeinde Morschen (2010)

    Kloster Haydau in Altmorschen, Gemeinde Morschen (2010)

    Copyright-Hinweis:
    Büttner, Thomas / LfD Hessen
    Fotograf/Urheber:
    Büttner, Thomas
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Neumorschener Straße in Konnefeld, Gemeinde Morschen (2012)

    Neumorschener Straße in Konnefeld, Gemeinde Morschen (2012)

    Copyright-Hinweis:
    Büttner, Thomas / LfD Hessen
    Fotograf/Urheber:
    Büttner, Thomas
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Morschen ist eine Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen, sie besteht aus den Ortsteilen Altmorschen (Sitz der Gemeindeverwaltung), Binsförth, Eubach, Heina, Neumorschen, Konnefeld und Wichte.
Der 1. Januar 1974 ist die Geburtsstunde der heutigen Gemeinde Morschen mit ihren sieben Dörfern und den knapp 3.700 Einwohnern. Ab 1970 schlossen sich Eubach, Wichte und Binsförth der Gemeinde Altmorschen freiwillig an. 1974 kamen Neumorschen, Heina und Konnefeld hinzu. Größter Ortsteil ist Altmorschen mit ca. 1.500 Einwohnern und dem Sitz der Gemeindeverwaltung.

Morschen liegt im alten Siedlungsraum des Volkstamms der Chatten. Es wird angenommen, dass Morschen bereits um 500 n. Chr. bestand. Erstnennungen, wie Mursna, Mornaha, Mursine, Morsne und Mursenaha, tauchen von 800 bis 1000 in den Urkunden des Stiftes Fulda auf. „Muor“ heißt Sumpf, Morast, Moor. Die Silbe „aha“ bezeichnet einen Wasserlauf. Urkundlich erwähnt wurden die Gemeinden erst wesentlich später: Altmorschen, zusammen mit dem Kloster Haydau, 1235, dass auf der westlichen Fuldaseite entstandene Neumorschen 1259, Konnefeld 1195, Wichte 1196, Binsförth 1263, Eubach 1281 und Heina 1305.

Die wichtige mittelalterliche Handelsstraße „Durch die Langen Hessen“ von Frankfurt nach Eisenach überquerte bei Morschen die Fulda. Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster und spätere landgräfliche Jagdschloss Haydau bildet heute das geistige und gestalterische Zentrum der Fachwerkgemeinde. Als kulturelle Begegnungsstätte und internationaler Tagungsort ist es weit über das Mittlere Fuldatal hinaus bekannt.

(Thomas Büttner für LfD Hessen, 2013)

Literatur

Bergmann, Waltari (1985)
Tausendjähriges Morschen. Morschen.
Wohlgemuth, Otto (2000)
Morschen im 20. Jahrhundert. Altmorschen.

Gemeinde Morschen

Schlagwörter
Ort
34326 Morschen
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
Keine Angabe
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1974
Koordinate WGS84
51° 03′ 46,39″ N, 9° 36′ 41,01″ O / 51.06289°, 9.61139°
Koordinate UTM
32U 542842.94 5656995.91
Koordinate Gauss/Krüger
3542934.1 5658819.82

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Gemeinde Morschen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/P-TB-20121222-0001 (Abgerufen: 20. Februar 2018)
Seitenanfang