Haufendorf Bodenbach

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bodenbach
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Karte der ersten urkundlichen Erwähnung der Siedlungen in der Verbandsgemeinde Kelberg (2014)

    Karte der ersten urkundlichen Erwähnung der Siedlungen in der Verbandsgemeinde Kelberg (2014)

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    Büttner, Thomas / Verbandsgemeinde Kelberg
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  • Die sieben gestifteten Füßfälle in Bodenbach: Alle Stationen (2014).

    Die sieben gestifteten Füßfälle in Bodenbach: Alle Stationen (2014).

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  • Die Katholische Pfarrkirche St. Appolonia in Bodenbach bei Kelberg (2011).

    Die Katholische Pfarrkirche St. Appolonia in Bodenbach bei Kelberg (2011).

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  • Historische Aufnahme der alten Scheunenkirche in Bodenbach bei Kelberg (undatiert, wohl erste Hälfte 20. Jahrhundert).

    Historische Aufnahme der alten Scheunenkirche in Bodenbach bei Kelberg (undatiert, wohl erste Hälfte 20. Jahrhundert).

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  • Das gestaltete Umfeld des renovierten Mineralbrunnens der Kohlensäurequelle Bodenbacher Drees (2011).

    Das gestaltete Umfeld des renovierten Mineralbrunnens der Kohlensäurequelle Bodenbacher Drees (2011).

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Bodenbach wird 1344 erstmals in einer Güterliste erwähnt, in dem der Voigt von Senheim Güter zu Bodenbach besaß. Der Name bezieht sich auf den gleichnamigen Bach. Bodenbach ist ein Haufendorf, das aus zwei Teilen besteht. Nördlich des Bodenbachs befindet sich die Weiler „der Kaul“.

Weltlich gehörte Bodenbach zum Kurtrierer Amt Daun, aber kirchlich gehört der Ort zur Pfarrei Kelberg im Eifeldekanat des Erzbistums Köln. Seit 1861 ist Bodenbach Sitz einer eigenständigen Pfarrei. Der damalige Trierer Bischof Wilhelm Arnold erhob am 25. November 1861 Bodenbach zu einer eigenständigen Pfarrei. Dies wurde u.a. mit der „großen Entfernung von der Pfarrkirche Kelberg und der dazwischen liegenden wilden Gebirge“ begründet. Die etwa 10 Kilometer unbefestigten Weges zur Pfarrkirche in Kelberg waren besonders im Winter beschwerlich. Hiermit wurde die 1829 erbaute St. Apolloniakapelle von Bodenbach zu Pfarrkirche erhoben und 1951 erweitert.

Nach dem Feuerbuch von 1563 sind 12 und von 1684 15 Familien aufgelistet. 1817 hatte der Ort 177 und 1854 207 Einwohner. 1895 hatte Bodenbach die höchste Einwohnerzahl mit 254 Einwohnern. Bis 1980 schwankte die Einwohnerzahl zwischen 213 (1961) und 249 (1946). Heute hat der Ort 226 Einwohner.
Während der französischen Herrschaft wurde Bodenbach mit der Einverleibung des linken Rheinlandes zu Frankreich vom 1798 bis 1813 zu einer eigenständigen Gemeinde (Commune) in der Mairie de Kelberg (Bürgermeisterei bzw. Amt Kelberg) erhoben. Nach der Übernahme der Verwaltung des Rheinlandes durch die Preußen 1815 blieb Bodenbach eine eigenständige Gemeinde der Bürgermeisterei bzw. des Amtes Kelberg. Seit der Kommunal- und Verwaltungsreform von 1970 gehört die Gemeinde zur Verbandsgemeinde Kelberg.

1908 fand die Planzuteilung im Rahmen der durchgeführten Flurbereinigung in der Gemarkung Bodenbach statt (478 Hektar). Die Hauptziele der Flurbereinigung waren die Zusammenlegung und Vergrößerung der durch das Realteilungserbrecht verkleinerten Parzellen und die Erschließung aller Nutzparzelle mit Flurwegen.
Nach der Tranchotkarte von 1809 und der Preußischen Neuaufnahme von 1895 ist Bodenbach mit dem Weiler de Kaul als Haufendorf zu bezeichnen. Seit den 1970er Jahren hat der Ort sich baulich erweitert und an den Ortsrändern sind seitdem kleinere Neubaugebiete Neubaugebiete.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2015)

Internet:

bodenbach-eifel.de 01.06.2016

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2014)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Vulkaneifel (Denkmalverzeichnis Kreis Vulkaneifel, 31. März 2014). Koblenz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, Vulkaneifel, abgerufen am 29.02.2016
Mayer, Alois / Mertes, Erich (1993)
Geschichte, Kultur und Literatur der Verbandsgemeinde Kelberg. S. 92, Adenau.
Mertes, Erich (2001)
100 Jahre Pfarrhaus Beinhausen. In: Landkreis Daun Vulkaneifel, Heimatjahrbuch 2002, S. 221 ff.. S. 210, Daun.
Mertes, Erich (o.J.)
Die Dörfer der Verbandsgemeinde Kelberg, Ihre erste Erwähnung und Nennung in der Literatur. In: Landeskundliche Vierteljahresblätter 32, 1986, Heft 3, o. O.

Haufendorf Bodenbach

Schlagwörter
Ort
Bodenbach
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung, Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1344
Koordinate WGS84
50° 18′ 44,76″ N, 6° 50′ 53,94″ O / 50.31243°, 6.84832°
Koordinate UTM
32U 346803.38 5575583.55
Koordinate Gauss/Krüger
2560469.25 5575505.46

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„Haufendorf Bodenbach”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-132946-20150722-4 (Abgerufen: 22. August 2018)
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