Grubenfeld nördlich von Mayen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde, Museen
Gemeinde(n): Kottenheim, Mayen
Kreis(e): Mayen-Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Skulpturen im Skulpturengarten LAPIDEA im Grubenfeld nördlich von Mayen (2015)

    Skulpturen im Skulpturengarten LAPIDEA im Grubenfeld nördlich von Mayen (2015)

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  • Steinerne Skulpturen im Skulpturengarten LAPIDEA im Grubenfeld nördlich von Mayen (2015)

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  • Das Gebäude des Forschungs- und Erlebniszentrums Terra Vulcania am Grubenfeld nördlich von Mayen (2015)

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  • Skulpturen im Skulpturengarten LAPIDEA im Grubenfeld nördlich von Mayen (2015)

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  • Steinerne Großskulptur im Skulpturengarten LAPIDEA im Grubenfeld nördlich von Mayen (2015)

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  • Skulpturen im Skulpturengarten LAPIDEA im Grubenfeld nördlich von Mayen (2015)

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  • Das Gebäude des Forschungszentrums für Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte am Grubenfeld nördlich von Mayen (2015)

    Das Gebäude des Forschungszentrums für Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte am Grubenfeld nördlich von Mayen (2015)

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Der Raum um Mayen war bereits in der Römerzeit aufgrund seiner Basaltvorkommen einer der bedeutendsten Industrie und Handelsplätze, sodass die Stadt in der römischen Zeit von mehreren Straßenzügen tangiert wurde.

Beim Mayener Grubenfeld handelt es sich um eine von Menschenhand geschaffene Kulturlandschaft, welche von antiken Steinbrüchen über unterirdische Abbaukammern bis hin zum modernen Tagebau die Abbaugeschichte und die Verwendung regionaler Ressourcen widerspiegelt.
Das Mayener Grubenfeld ist in der Geschichte als römisches Zentrum der Mühlsteingewinnung in der Osteifel bekannt und stellt somit eine Station an der „Straße der Römer“ sowie des Vulkanparks dar. Zudem lassen sich im Mayener Grubenfeld zahlreiche Funde aus keltischer Zeit verorten: Werkezuge, Münzen, Keramikprodukte sowie Mahlstein.

Die keltischen Steinbrüche zeichneten sich durch ihren obertägigen Steinabbau aus. Die Abbautechnik der Römer lässt sich aufgrund der Überformung durch den modernen Basaltabbau nicht rekonstruieren. Entsprechend der Basaltvorkommen stieg durch die Mühlsteingewinnung und somit der Herstellung von Mühlsteinen, Handmühlen und Basaltmörsern die wirtschaftliche Prosperität des Mayener Raums. In der Spätantike galten die Töpferbetriebe als zweiter wichtigster Handelszweig in Mayen. Darüber hinaus muss der Mayener Dachschiefer, welcher bereits in der Römerzeit obertägig abgebaut wurde und als Dachschiefer Verwendung fand, erwähnt werden. Ferner wurde der Mayener Schiefer – vor allem jener, welcher am Katzenberg abgebaut wurde – als Schutz der Totenurnen in Brandgräbern oder Boden- oder Abdeckplatten der römischen Wasserleitungen genutzt.

Die Gestalt der heutigen Steinbruchlandschaft lässt sich auf einen Basaltlavastrom zurückführen. Genauer handelt es sich um zwei Lavaströme aus einem südöstlich von Ettringen gelegenen Schlackenkegel. Der Mayener Lavastrom ist drei Kilometer lang und der kürzere Lavastrom verläuft nach Norden.

Skulpturengarten LAPIDEA und Erlebniszentrum Terra Vulcania.
Auf dem Grubengelände befindet sich heute der Skulpturengarten „LAPIDEA“. Hier stellen Künstler aus der ganzen Welt ihre Werke aus, welche sie im Rahmen des fünfwöchigen Lapidea-Natursteinsymposiums hergestellt haben. Das Lapidea-Natursteinsymposium hat bis vor wenigen Jahren alle drei Jahre stattgefunden. In Anknüpfung daran wird die Herkunft der Steine (Vulkanismus der Region) über Infotafeln erläutert.

Am Zugang zum Mayener Grubenfeld befindet befindet sich das Erlebniszentrum „Terra Vulcania“. Hierbei handelt es sich um eins der fünf Erlebniszentren des Vulkanparks Osteifel: eine Halle mit einer Ausstellung zum Thema „Steinzeiten“, ein Forschungszentrum für Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte sowie ein Labor für experimentelle Archäologie.
Terra Vulcania kann als Ergänzung zum Eifelmuseum in der Mayener Genovevaburg angesehen werden. Die Ausstellung „Steinzeiten“ spiegelt die Entwicklung der Landschaft binnen 7000 Jahren Basaltabbau wider. Besucher erlangen hier Einblick in die Gewinnung und Verarbeitung von Basaltlava.

(Anne Gasper, Universität Koblenz-Landau, 2015)

Internet
www.world-qr.com: Stadtführer Mayen, Mayener Grubenfeld und der Skulpturenpark LAPIDEA (abgerufen 04.03.2015)

Literatur

Blum, Wolfgang / Meyer, Wilhelm (2006)
Deutsche Vulkanstraße. S. 86-92, o. O.
Burggraaff, Peter (2002)
Das Mayener Grubenfeld. Stätte von ca. 7000 Jahren Basaltlavaabbau. Umgang mit dem bergbaulich und gewerblich geprägten kulturellen Erbe. In: Koschik, Harald (Hrsg.): Materialien für die Bodendenkmalpflege und Industriekultur, (Materialien zur Bodendenkmalpflege im Rheinland 13.) S. 143-151. S. 143-151, Bonn.
Burggraaff, Peter / Kleefeld, Klaus-Dieter (1999)
Das Mayener Grubenfeld – eine Betrachtung aus historisch-geographischem Blickwinkel. In: Mayen Zeit - Zum 48. mal Stein- und Burgfest. Das Fest im Vulkanpark, S. 35-63. S. 35-63, Mayen.
Eifelverein (Hrsg.) (1995)
Eifelführer. S. 379, Düren.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2015)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Mayen-Koblenz (Denkmalverzeichnis Kreis Mayen-Koblenz, 13. Februar 2015). Mainz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de - Mayen-Koblenz, abgerufen am 24.03.2015
Vulkanpark GmbH (Hrsg.) (2000)
Steinbruch und Bergwerk. S. 33-51, Mainz.

Grubenfeld nördlich von Mayen

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde, Museen
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn -5000, Ende nach 1990
Koordinate WGS84
50° 20′ 5,49″ N, 7° 14′ 41,07″ O / 50.33486°, 7.24474°
Koordinate UTM
32U 375085.29 5577336.11
Koordinate Gauss/Krüger
2588663.91 5578396.98

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„Grubenfeld nördlich von Mayen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-110476-20141218-7 (Abgerufen: 20. Mai 2018)
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