Kirche Sankt Johannes der Täufer in Treis

Sankt Johann Baptist

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Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Treis-Karden
Kreis(e): Cochem-Zell
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 10′ 22,6″ N: 7° 18′ 10,65″ O 50,17294°N: 7,30296°O
Koordinate UTM 32.378.817,97 m: 5.559.238,23 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.593.123,47 m: 5.560.458,49 m
  • Blick auf das Taufbecken und den dahinter liegenden Chor der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Blick auf das Taufbecken und den dahinter liegenden Chor der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Die Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis von der Johannesstraße Ecke Am Plenzer aus gesehen (2010)

    Die Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis von der Johannesstraße Ecke Am Plenzer aus gesehen (2010)

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  • Die Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Die Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Der Stadtbaumeister und Architekt Johann Claudius von Lassaulx (1781-1848).

    Der Stadtbaumeister und Architekt Johann Claudius von Lassaulx (1781-1848).

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  • Taufbecken in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Taufbecken in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Skulptur des Apostels Judas Thaddäus in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Skulptur des Apostels Judas Thaddäus in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Johannesfenster in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Johannesfenster in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Der Johannesaltar in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Der Johannesaltar in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Glockenstuhl der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Glockenstuhl der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Die Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis vom Zillesberg aus (2022)

    Die Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis vom Zillesberg aus (2022)

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  • Wendeltreppe in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Wendeltreppe in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Oktogon im Dach der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Oktogon im Dach der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Marienaltar in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Marienaltar in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Nach dem Brand im Jahre 1921 standen lediglich die Grundmauern der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (1921)

    Nach dem Brand im Jahre 1921 standen lediglich die Grundmauern der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (1921)

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  • Portal der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Portal der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Pieta-Skulptur in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Pieta-Skulptur in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Das Taufbecken in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Das Taufbecken in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Marienskulptur mit Wandbemalung in der Fatimakapelle der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Marienskulptur mit Wandbemalung in der Fatimakapelle der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Uhrwerk der Kirchturmuhr in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Uhrwerk der Kirchturmuhr in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Triptychon in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Triptychon in der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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  • Die Turmuhr der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

    Die Turmuhr der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Treis (2022)

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An der Straße Am Plenzer in Treis gelegen befindet sich die katholische Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer. Das unverputze Bruchsteinmauerwerk des imposanten Gebäudes trägt die Handschrift des Architekten Johann Claudius von Lassaulx aus Koblenz (1781-1848).

Hintergrund
Baugeschichte
Architektur
Sanierungsmaßnahmen
Chor
Kirchenfenster
Seitenaltäre
Sonstige Innenausstattung
Kulturdenkmal
Internet

Hintergrund
In der Pfarrgemeinde Treis wechselte während der letzten Jahrhunderte mehrmals der Kirchenpatron. Bis zum 17. Jahrhundert war es der Hl. Castor. Aus bisher unbekannten Gründen trat die Hl. Katharina an seine Stelle. Hiervon zeugt noch der als Anbau des ehemaligen Rathauses erhalten gebliebene Chor, der im 15. Jahrhundert erbauten Gedächtniskirche. Da die Katharinenkirche zu klein wurde, wurde im Jahre 1824 mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen. Zu dieser Zeit fand bereits über 100 Jahre am Fest des Hl. Johannes des Täufers eine Prozession unter Mitführung des Allerheiligsten in der Monstranz statt. Aus Sorge, die Prozession zu verlieren, wurde der Beschluss gefasst, St. Johannes den Täufer zum Patron für die neue Kirche zu wählen.
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Baugeschichte
Die Grundsteinlegung zum Kirchbau erfolgte am 2. Mai 1824. Die Pläne entwarf der Regierungsbaumeister Johann Claudius von Lassaulx. Wie es zu der Beauftragung, zur Planung und Bauausführung der Pfarrkirche zu Treis an Johann Claudius von Lasslaux kam, darüber schweigen die Quellen. Auf jeden Fall war es ein Glücksfall für die Gemeinde Treis, aber auch für ihn selbst. Für die Errichtung der Pfarrkirche in Treis, welche er in den Jahren 1824 - 1831 plante und für die er auch die Bauleitung übernahm, fand er höchste Anerkennung. Die Zufriedenheit der Gemeinde Treis drückte sich auch dadurch aus, dass er noch drei weitere Bauten für sie planen und errichten durfte, das ehemalige Pfarrhaus, die ehemalige Knabenschule und das heutige Hotel Reis. Der Bau wurde im Jahre 1830 vollendet und am 1. Juli benediziert (geweiht). Die feierliche Konsekration durch den Bischof von Trier Josef Ludwig Alois von Hommer (1760-1835), fand am Sonntag nach dem Johannestag, am 26. Juni 1831, statt. Jährlich wird der Jahrestag der Weihe und das Patrozinium als Kirmes am Sonntag nach St. Johannes, dem 24. Juni, gefeiert.

Architektur
Die neugotische Struktur der dreischiffigen Hallenkirche wird geprägt durch die acht schlanken Säulen die eine optische Abgrenzung zu den beiden etwas niedrigeren Seitenschiffen bilden. Der Chorraum wird durch den Dachreiter in Form eines Oktogons lichtdurchflutet. An der bruchsteinsichtigen Kirchenfassade hat man neben Figuren von Maria und Josef ebenfalls das Bildnis des Kirchenpatrons St. Johannes des Täufers aufgestellt. Als vierte Figur ist mit der Hl. Katharina die frühere Kirchenpatronin dargestellt.

Die siebenstufige Treppe mit ihrem aus Mayener Basaltlava umrahmten Portal bildet einen würdigen Zugang in das Kircheninnere. Die schwere vierflügelige Eichentür mit der ausgeprägten Kreuzstruktur und den 32 Türfüllungen mit zusätzlichen Ornamenten führt in das kleine Paradies (Vorraum). Das Gebäude selbst ist aus unverputzten Grauwacken-Mauerwerk aus Treiser Steinbrüchen gebrochen und bearbeitet. Die Kriegsschäden an der Fassade wurden bei der Sanierung bewusst nicht beseitigt.
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Sanierungsmaßnahmen
Ursprünglich stand der Hochaltar in der Mitte des Chorraumes unter der Lichtöffnung. Im Jahr 1966, nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, wurde der Altarraum erstmalig umgestaltet. Die Kommunionbank wurde entfernt, ein neuer Fußboden aus Jura-Gelb-Marmor entstand mit neuem Altar. Ab dem Jahr 2000 erfolgte ein neuerlicher Umbau, dieses Mal mit Basaltfußboden. Der Altar selbst wurde umgestaltet, verkleinert und Teile in den Ambo und in den Tabernakel Unterbau integriert. Im Jahre 2005 war die Renovierung mit der Innenausmalung abgeschlossen. Das anschließend renovierte Taufbecken erhielt einen Kupferkessel aus der Kunstschmiede des Klosters Maria Laach. Die Baugenehmigung für die Erneuerung der Außentreppe und den Umbau der Sakristei war bereits erteilt als im April 2005 ein Stein aus dem Dachgesims auf die Außentreppe stürzte und die darauf folgenden Sicherungsmaßnahmen an der Frontfassade dauerten bis 2007. Mit inbegriffen war die Restaurierung der Heiligenfiguren an der Frontseite. Nun konnte die große Treppenanlage endlich erneuert werden. In zwei weiteren Bauabschnitten erfolgte die Sicherung der Sandsteinornamente rund um die gesamte Kirche. Der Umbau der Sakristei musste verschoben werden.
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Chor
Der Bezug zu Johannes dem Täufer wird im Inneren der Kirche besonders in ihrer Ausstattung deutlich. Im Chor steht eine landläufige Johannesfigur mit dem Kreuzstab und Spruchband in der einen Hand, in der anderen das Lamm Gottes. Auf dem Tabernakel steht das Johanneswort: „Seht das Lamm Gottes.“ Das mächtige Kreuz im Chor der Kirche fällt gleich ins Auge. Es ist ein mächtiger Eichenstamm aus dem Treiser Wald. Mit seinen nach oben angehobenen Seitenarmen will es dem Erlösungswillen des Heilandes Ausdruck geben. Die fast lebensgroßen Figuren im Chorraum zeigen von links nach rechts: die Hll. Katharina, Johannes der Täufer, Maria, den Gekreuzigten, Johannes der Evangelist, Joseph und Sebastian.

Kirchenfenster
Auch in den vier Kirchenfenstern sind entscheidende Ereignisse aus dem Leben des Täufers festgehalten:
1. Fenster: Verkündigung der Geburt - Zacharias mit dem Erzengel Gabriel
2. Fenster: Taufe Jesu im Jordan durch Johannes
3. Fenster: Jesus und Johannes
4. Fenster: Enthauptung des Johannes
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Seitenaltäre
Der linke Seitenaltar zeigt ein großes Marienbildnis und der rechte als Hochbild Johannes den Täufer. Beide Bilder wurden von Matthias Schraudolph aus München (1812-1863) gemalt. Jeweils an drei Säulen auf jeder Seite hat man Heiligenfiguren aufgestellt. Auf der rechten Seite zum Altar hin sind es der Apostel Matthias, der Hl. Antonius von Padua und der Apostel Petrus, auf der linken Seite zum Altar hin befinden sich die Hl. Barbara, die Hl. Elisabeth von Thüringen und die Hl. Margareta. Neben der Tür stehen an der Rückwand noch die Figuren von Maria und ihrer Mutter Anna. In der Weihnachtszeit steht die monumentale rheinische Krippenanlage mit den bis zu 70 cm großen Holzgliederfiguren in selbstgeschneiderten Kleidern und vielen geschnitzten Schafen am linken Seitenaltar.
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Sonstige Innenraumgestaltung
In der Mitte des Kirchenschiffs befindet sich das Taufbecken. Das Brustbild des Hl. Judas Thaddäus, des Nothelfers in schweren Anliegen, ist aus Dankbarkeit von Verehrern nach dem Zweiten Weltkrieg angeschafft worden.
Einen besonderen Zuspruch findet die „Fatima Kapelle“ mit der Erscheinungsmadonna. Diese Kapelle bietet Raum für das stille Gebet. An der linken Seite, vor dem alten Beichtstuhl, befindet sich ein sehr eindrucksvolles Bildnis der Pieta aus dem 16. Jahrhundert. Hier erfolgt auch der durch eine Tür gesicherte Zugang zur Empore.

Die kunstvoll angebrachte und gewendelte Treppe zur Empore ist eine hoch interessante Leistung des Architekten. In der Mitte der Empore steht eine Stumm-Orgel aus dem Jahr 1837 mit 31 Registern. Sie wurde von den Orgelbauern Carl (1783-1845) und Franz Heinrich (1788-1859) Stumm nach Vorlage des Baumeisters Lassaulx in ein dem Raum angepasstes Spitzbogenprospekt gebaut. Die letzte Restaurierung erfolgte 2014 durch die Firma Johannes Klais Orgelbau aus Bonn.

Am Ende der Treppe beginnt der Aufstieg zur Uhrenstube. Die Turmuhr wurde nach dem Brand im Jahr 1922 ersetzt und von der Firma J. Weule aus Bockenem (NRW) gebaut. Drei Eisengussgewichte müssen von Hand zweimal in der Woche hochgezogen werden. An den vier Turmseiten befindet sich in 26 m Höhe je ein Zifferblatt. Der Eichenholz-Glockenstuhl hinter den Schallöffnungen mit den Zifferblättern beherbergt drei große aus Bronze gegossene Glocken. Zwei von ihnen werden für den Stunden- und den Viertelstundenschlag von der Uhr gesteuert, mechanisch angeschlagen. Die Uhrenstube befindet sich genau über dem Kirchenvorraum.

Im Kirchenvorraum, rechts hinter dem Portal, sind großformatige Fotos des Flügelaltares aus der früheren Katharinenkirche aufgehängt. Sie veranschaulichen das Bildprogramm des Flügelaltares in Form eines Triptychons aus dem Jahre 1552. Sehr schön ist das Foto der mittleren Tafel mit der Kreuzigungsgruppe. Die Fotos der Seitenflügel zeigen die Erlösung der Gerechten aus der Unterwelt und die Himmelfahrt Christi. Die beiden Patrone der früheren Pfarrkirchen von Treis, der Hl. Castor und die Hl. Katharina befinden sich im Original auf den Deckflügeln und sind mit den Hauptbildern im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Trier ausgestellt.
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Kulturdenkmal
Die Kirche Sankt Johannes der Täufer in Treis wird im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler im Kreis Cochem-Zell (Stand 2022) geführt. Der Eintrag lautet:
„Kath. Pfarrkirche St. Johann Baptist, Am Plenzer 3; neugotische Halle, Bruchstein, 1823-31, Architekt J. C. v. Lassaulx, Koblenz; Denkmalzone mit ehem. Knabenschule (Am Plenzer 1) und Am Plenzer 5“.

(Karl-Josef Zimmermann, Hermann-Josef Spies, Ortsgemeinde Treis-Karden, 2022)

Internet
www.treis-karden-mosel.de: Pfarrkirche St. Johannes der Täufer (abgerufen 22.11.2022)
de.wikipedia.org: St. Johannes der Täufer (Treis) (abgerufen 22.11.2022)
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Literatur

Christmann, Peter (2005)
Renovierung und Ausmalung der Kath. Pfarrkirche St. Johannes d. T. in Treis. In: Von Häckedetz unn Stiftshere. Geschichte und Geschichten von Treis-Karden, Band 2, S. 166-171. Treis-Karden.
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (2022)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreis Cochem-Zell. Denkmalverzeichnis Kreis Cochem-Zell, 19. September 2022. Mainz.
Münch, Hans Josef (2005)
Warum wurde Johannes der Täufer Treiser Kirchenpatron? In: Von Häckedetz unn Stiftshere. Geschichte und Geschichten von Treis-Karden, Band 2, S. 172-173. Treis-Karden.

Kirche Sankt Johannes der Täufer in Treis

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Am Plenzer 4
Ort
56253 Treis-Karden - Treis
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger

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Empfohlene Zitierweise
Karl-Josef Zimmermann (2022), Hermann-Josef Spies (2022): „Kirche Sankt Johannes der Täufer in Treis”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-344383 (Abgerufen: 28. Mai 2024)
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