Tal der Schwalm (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 018)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Gemeinde(n): Brüggen, Erkelenz, Mönchengladbach, Niederkrüchten, Schwalmtal (Nordrhein-Westfalen), Wegberg
Kreis(e): Heinsberg, Mönchengladbach, Viersen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Das Tal der Schwalm hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Bachaue eingebettet in Bruchwaldgebiet, am Rand historische Dörfer und zahlreiche Wassermühlen mit Mühlenteichen an der Schwalm (Ölmühle Tüschenbroich, Tüschenbroicher Kornmühle, Bockenmühle, Bischofsmühle, Lohmühle), am Mühlenbach (Vollmühle, Holtmühle, Schrofmühle, Molzmühle) und am Beecker Bach (Ophover Mühle). – Kirchdorf Schwanenberg mit evangelischer Kirche von 1547 und jüdischem Friedhof; Wasserschloss Tüschenbroich, ab 1630 im Bereich der Vorburg eines spätmittelalterlichen Vorgängerbaus errichtet; barockes Kirchdorf Beeck mit katholischer Kirche St. Vincentius, einer spätgotischen Backsteinhallenkirche, Leinenkaufmannshäusern; Ort umgeben von einem früheren Flachsanbaugebiet mit erhaltenen Flachsrösten (mit Wasser gefüllte Gruben, in denen der Flachs mehrere Wochen fault); Dorf Schwaam mit Höfen des 16. Jahrhunderts, teilweise riedgedeckt; historisches Angerdorf Rickelrath mit Freiflächen im Nordwesten nach Merbeck; Straßendorf Kipshoven mit gotischer Heiligkreuzkapelle von 1492 und Freiflächen zwischen Kipshoven, Gripekoven und Moorshoven. – Bei Lentholt jüdischer Friedhof des 17. Jahrhunderts der Schwanenberger und Erkelenzer Gemeinden.

Bodendenkmäler: Flachsrösten bei Rickelrath, Balkhoven, Harbeck und Ellinghoven; Motten bei Schloss Tüschenbroich, Haus Beeck, Burg Gripekoven, bei Gripekoven und am Beecker Bach bei Gerichshausen. Spielburg im Beecker Busch; im Kummeter Busch bei Tüschenbroich spätmittelalterliche Hofwüstung Brühl, Landwehrabschnitt, Flachsrösten; westlich Holtum im Wald erhaltene Flachsrösten.

Fortsetzung in der Region Düsseldorf: Tal der Schwalm zwischen Rickelrath und Brüggen (KLB-RPD 071)

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern der Elemente und Strukturen, von Ansichten und Sichträumen von historischen Stadt- und Ortskernen sowie des industriekulturellen Erbes – Bewahren der Struktur des Straßendorfs
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext
  • Bewahren überlieferter naturnaher Landschaftselemente und -strukturen

Aus: Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, Köln 2016.

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln (abgerufen am 01.10.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2016)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Köln. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. Köln.

Tal der Schwalm (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 018)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2016
Koordinate WGS84
51° 09′ 22,38″ N, 6° 16′ 29,01″ O / 51.15622°, 6.27473°
Koordinate UTM
32U 309426.73 5670728.15
Koordinate Gauss/Krüger
2519263.95 5669061.12

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Tal der Schwalm (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 018)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-252025 (Abgerufen: 18. November 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang