Grutholz / Dingen / Haus Bodelschwingh (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 219)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Gemeinde(n): Castrop-Rauxel, Dortmund
Kreis(e): Dortmund, Recklinghausen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Waldgebiete Grutholz und Dingen und das Haus Bodelschwingh sowie ihr Umfeld sind hier beschrieben als bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich (KLB) wie im Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Die wertbestimmenden Merkmale der historischen Kulturlandschaft werden für die Maßstabsebene der Regionalplanung kurz zusammengefasst und charakterisiert.

Historische Waldbereiche mit persistenten Waldgrenzen, anthropogene Hohlformen in den Wäldern und Waldhudebereiche, z.T. vielfältig gegliederte Landschaft mit Alleen, Hecken und Baumreihen, persistente Ackerflächen südlich der A 42, ehemaliger Mühlenbach und Mühlstandort, persistente Siedlungs- und Wegestruktur (Einzelhöfe).

Haus Bodelschwingh: Herrensitz mit Haupthaus in weitem Hausteich und umgräfteter Vorburg. Barocke Gartenanlage wurde 1870 durch Landschaftsarchitekten Eduard Petzold in Landschaftsgarten englischen Stils umgestaltet. Einbeziehung des Waldes, Anlage einer Ahornallee bis zum Familienbegräbnistempel, heute durch Autobahn von der Hauptanlage getrennt. Ältester Teil der Anlage wohl der ehemalige Wohnturm auf der Vorburg, vor 1300, Bodendenkmal. Von der bestehenden Wasserburg vermutlich im 14. Jahrhundert der Westtrakt als Zweiraumhaus errichtet; 2. Viertel des 16. Jahrhunderts bis nach 1600 erweitert um quer angesetzten östlichen Flügel, Pavillontürme an den Ecken und Treppenturm.

Haus Dorloh auf dem Dinger Berg in der alten Flur Dorlöchte durch Freiherrn Carl von Bodelschwingh-Plettenberg 1869–72 erbaut. Repräsentatives, mehrflügeliges zweigeschossiges Wohngebäude in neugotisch-klassizistischer Formensprache auf hohem Kellergeschoss, mit Ecktürmen und Terrassenvorbauten. In Solitärlage als Villa in weitläufigem Landschaftsgarten gelegen, nordwestlich ein Wirtschaftshof mit separater Zufahrt, zweireihige Allee im Zufahrtsbereich.

Erhaltene historische Sichtbeziehung von Süden.

Kulturlandschaftliches und denkmalpflegerisches Ziel im Rahmen der Regionalplanung ist eine erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung, insbesondere
  • Bewahren und Sichern von Elementen, Strukturen, Nutzungen sowie Ansichten und Sichträumen von historischen Objekten
  • Bewahren des Kulturlandschaftsgefüges
  • Sichern kulturgeschichtlich bedeutsamer Böden
  • Bewahren und Sichern archäologischer und paläontologischer Bodendenkmäler in ihrem Kontext
Aus: Landschaftsverband Rheinland / Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr, 2014

Internet
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr (Abgerufen: 04.04.2016)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland; Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.) (2014)
Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Ruhr. Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung. S. 178, Köln, Münster.

Grutholz / Dingen / Haus Bodelschwingh (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 219)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Landeskunde, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2012
Koordinate WGS84
51° 33′ 54,77″ N, 7° 20′ 21,06″ O / 51.56521°, 7.33918°
Koordinate UTM
32U 384886.5 5713988.75
Koordinate Gauss/Krüger
2592901.79 5715378.68

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„Grutholz / Dingen / Haus Bodelschwingh (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Ruhr 219)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-89826-20140406-176 (Abgerufen: 17. November 2017)
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